Bevölkerung in Bewegung Von Stadt- und Landflucht

Unterschieden nach Bundesländern sind Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auch laut Statistischem Bundesamt mit Abstand am dünnsten besiedelt. Dort leben knapp zwei Drittel (64,4 Prozent) beziehungsweise gut die Hälfte (53,5 Prozent) der Einwohner auf dem Land.

Selbst die landesweite Bevölkerungsdichte liegt mit 75 beziehungsweise 87 deutlich unter der Mittelstadt-Schwelle von 100 Menschen pro Quadratkilometer.

Während die Einwohnerzahl von Mecklenburg-Vorpommern wie auch der weiteren ostdeutschen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen abnahm, legte sie in Brandenburg allerdings wohl wegen des Zuzugs aus Berlin zu. Neben Berlin verloren auch das Saarland und Bremen Einwohner.

Einen unverhältnismäßig hohen Anteil ländlicher Gebiete wiesen zudem Schleswig-Holstein (43,1 Prozent), Sachsen-Anhalt (37,6 Prozent), Thüringen (35 Prozent), Bayern (23,6 Prozent) und Niedersachsen (20,5 Prozent) auf.

Am niedrigsten war der Anteil der Landbevölkerung - abgesehen von den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen - im Saarland (0,6 Prozent), in Nordrhein-Westfalen (1,2 Prozent), Baden-Württemberg (6,2 Prozent), Hessen (9,3 Prozent) und Sachsen (14,9 Prozent).

Den höchsten Verstädterungsgrad der Flächenstaaten wiesen Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 71,6 Prozent der Bevölkerung, das Saarland (61,4 Prozent) und Hessen (52,3 Prozent) auf.

Baden-Württemberg lag mit 45,7 Prozent bereits unter dem Bundesdurchschnitt. Mehr als die Hälfte der Einwohner von Rheinland-Pfalz (55,9 Prozent) und Niedersachsen (52,1 Prozent) lebte in den so genannten mitteldicht besiedelten Gebieten.

Mit großen Abstand am dichtesten besiedelt ist Berlin mit 3.800 Menschen auf einem Quadratkilometer, vor Hamburg mit 2.296 Menschen und Bremen mit 1.640 Menschen pro Quadratkilometer.