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Virtual Surround für das Wohnzimmer:Ohren ausgetrickst

Doch der virtuelle Surround-Klang ist nicht nur für das Wohnzimmer oder die Boxen neben dem Computer interessant. "Das Ziel ist, den Rundumklang auch in die mobile Welt zu bringen - etwa in das mobile Fernsehen oder in Entertainment-Systeme in Flugzeugen", erklärt Matthias Rose.

Darum wird im Fraunhofer-Institut daran geforscht, Raumklang optimal auf Kopfhörer zu übertragen, die ebenfalls das menschliche Ohr überlisten und dem rechten und dem linken Ohr Geräusche aus scheinbar mehreren Quellen zusenden. "Das Signal wird´so modifiziert, dass es direkt am Ohr so wiedergegeben wird, als würde es aus sechs Lautsprechern kommen", erläutert Rose.

Im Wohnzimmer wird unterdessen bereits mit verschiedene Konzepten gearbeitet, die Raumklang aus nur einer Box liefern. Der Hersteller Yamaha etwa erzeugt mit sogenannten Soundprojektoren den Klang, die die gesendeten Schallwellen wieder einfangen. Bei Philips hingegen wurde ein System namens Ambisound entwickelt. "Das mit einem Mehrkanal-Verstärker ausgerüstete System arbeitet mit einer erweiterten digitalen Klangverarbeitungstechnologie, das psychoakustische Gegebenheiten ausnutzt", erläutert Wilde.

Die Systeme gibt es - so sie nicht schon in den Fernseher eingebaut sind - nicht nur einzeln, sondern auch in Verbindung etwa mit DVD-Spielern. Die Preise hängen von der Technik ab. Während ein Soundprojektor rund 500 Euro kostet, kann ein AV-Receiver inklusive Klangsystem mit rund 1000 Euro zu Buche schlagen, sagt Tantschinez. "Je mehr Technik drin ist, umso teurer werden die Geräte - nach oben ist das Ende offen."