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Tipps vom Ex-Parteichef:Waigel: CSU-Spitze muss sich anstrengen

Der ehemalige CSU-Vorsitzende und Bundesfinanzminister Theo Waigel hat vom neuen Führungsduo Erwin Huber und Günther Beckstein gefordert, sich stärker zu profilieren.

"Die neue Mannschaft muss sich schon nochmal anstrengen und zeigen, dass sie ein eigenes Profil hat", sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Theo Waigel bei einer Veranstaltung im Herbst 2007

(Foto: Foto: Böckler)

Die Kommunalwahlen vom Sonntag, bei denen die CSU in den großen Städten Stimmen verlor, seien aber kein Gradmesser für die Landtagswahl im Herbst. "Kommunalwahlen sind immer volatil", sagte Waigel. Zudem seien die Verluste in der Fläche nicht besonders gravierend gewesen.

Inhaltlich forderte er die Parteiführung um CSU-Chef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein auf, die "Baustellen in der Bildungspolitik anzugehen", beim achtjährigen Gymnasium "Stoff rauszunehmen", die Klassengrößen zu reduzieren und "schwächere Schüler zu unterstützen".

Zum bundespolitischen Gewicht der CSU sagte der frühere Parteivorsitzende: "Wenn man neu beginnt, ist man nicht gleich der Shootingstar in der Bundespolitik." Es gebe daher keinen Grund zur Sorge.

© AP/odg
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