Bayerische Kommunen – Regensburg

Es sind ganz harte Regelungen in Regensburg: Die Stadt verbietet seit dem Jahr 2000 "das Betteln in jeglicher Form" durch eine kommunale Satzung, ebenso wie das "Lagern" auf öffentlichen Flächen. Solche Sondernutzungen seien nicht genehmigungsfähig. Doch die Streife laufenden "Blaujacken", wie die kommunalen Ordnungshüter genannt werden, haben einen Ermessensspielraum.

Und so sitzen oder vielmehr knien am Domplatz eigentlich stets Menschen und betteln. Die Stadt hat auch Amaro Ameise gewähren lassen: Im Stadtgraben hatte der sich niedergelassen, die dortige Baugrube begrünt und oben dann, an der Straße, eine Spendenbüchse aufgestellt: Wer "Amaroland" gut finde, der solle doch etwas einwerfen. Erst der Baubeginn eines Investors hat dieses schöne Treiben im Sommer beendet. Max Hägler

Bild: ddp 7. November 2011, 17:152011-11-07 17:15:34 © SZ vom 8.11.2011/bica