Standheizung Auf Temperatur gebracht

Empfehlenswert ist auch der Weg zur Vertragswerkstatt, denn: Viele Werkstätten offerieren zu Beginn der Wintersaison günstige Komplettpakete aus Standheizung und Einbau. Die Vertragswerkstätten wissen auch am besten, welches Gerät im vollgepackten Motorraum überhaupt noch Platz findet.

Sparen können auch Besitzer zahlreicher Diesel-Modelle: Wegen des hohen Wirkungsgrades der Motoren brauchen deren Heizungen erheblich länger, den Innenraum zu wärmen, deshalb sind so genannte Zuheizer bereits ab Werk eingebaut.

Um diese als Standheizung nutzen zu können, muss nur ein Steuergerät nachgerüstet werden. Solche Aufrüstsätze bieten sowohl Eberspächer als auch Webasto zu Preisen zwischen 300 und rund 400 Euro an.

Obendrauf muss der Einbau gerechnet werden - Webasto gibt dafür drei bis vier Stunden an, was je nach Werkstatt also noch einmal nach rund 300 Euro verlangt.

Bequem: Zeitschaltuhr

Zur Standardausstattung einer Standheizung gehört eine auf mehrere Einschalt- und Heizzeiten programmierbare Zeitschaltuhr. Am Abend legt man durch einen einfachen Knopfdruck fest, wann am nächsten Morgen die Heizung anspringen soll.

Komfortabler ist eine Funkfernbedienung, mit der man vom Frühstückstisch aus die Heizung einschalten kann. Die Fernbedienungen haben eine Reichweite bis zu 1000 Meter.

Alternative, wenn das Auto etliche Blocks weiter um die Ecke parkt: Fernbedienung per Handy. Eberspächer bietet ein solches Zusatzmodul unter dem Namen Calltronic zum Preis von 500 Euro an, bei Webasto heißt das Modul Thermo Call.

Beide Systeme funktionieren nach dem gleichen Grundmuster: Um die Heizung zu starten, wählt der Autofahrer seine Standheizungs-Telefonnummer und so aktiviert die Heizungsfunktionen.

Als Kosten fallen die normalen Gesprächsgebühren an, im Steuergerät steckt eine Prepaid-Karte. Wer hier sparen will: Im Zubehörhandel gibt es passend zu Webasto-Heizungen eine Mobilfunkfernbedienung für rund 260 Euro (www.cosycall.de).

Seit dem vergangenen Winter bietet Webasto mit dem Steuergerät Telestart T100 HTM sogenanntes Heizungsmanagement: Anhand der eingegebenen geplanten Abfahrtszeit errechnet das Gerät die optimale Einschaltzeit der Heizung, und zwar unter Berücksichtigung der aktuellen Außentemperatur.

Wird die Nacht kälter als erwartet, springt die Heizung früher an; und sorgt ein Föhneinbruch für plötzlich frühlingshafte Temperaturen, bleibt der Brenner aus und spart Treibstoff.