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Luxusmarkt China:Adieu Drahtesel

Es ist noch nicht lange her, da waren Drahtesel selbst in den chinesischen Megastädten das Fortbewegungsmittel Nummer Eins. Inzwischen zeigt man auch im Reich der Mitte gerne, was man hat: Luxus.

Volkswagen ist in China seit vielen Jahren die Nummer Eins. Die Langversion des alten Passat und der aktuelle China-Passat namens Magotan gelten als beliebte Chauffeurfahrzeuge. Doch in einem Land, in dem ein Fahrrad umgerechnet gerade mal zehn Euro kostet, geht es noch teurer als mit einem Mittelklasse-VW. Audi, Mercedes, BMW und Porsche haben sich, wie andere Luxusmarken auch, längst in Position gebracht.

Der Passat von VW wird in China als Magotan verkauft.

(Foto: Foto: VW China)

Unterhalb von 3er BMW, Mercedes C-Klasse und Audi A4 geht in China nichts

BMW etwa hat speziell für den chinesischen Massenmarkt die Langversion des 5ers entwickelt - die gibt es nicht einmal auf dem Heimatmarkt Deutschland. Auch Audi bietet seinen A6 seit Jahren mit Erfolg an - natürlich als XL-Version. "Wir könnten eine lange E-Klasse gut gebrauchen", klagt denn auch Sunny Tan, Chefverkäufer des größten Mercedes-Händlers in Peking.

Der Ruf blieb in Stuttgart nicht ungehört: "Es lohnt sich, über so ein Auto nachzudenken", sagt Daimler-Vorstand Dieter Zetsche. Schließlich steht die neue Mercedes E-Klasse bereits vor der Tür. "Heute steht China in unserer Weltrangliste noch auf dem zehnten Platz", sagt Zetsche weiter: "Aber in fünf Jahren wird das Land wohl auf Platz drei sein."

Mercedes gilt in China als besonders exklusive Nobelmarke. Wer den Fondplatz in einem Mercedes genießen will, ist bis dato auf die S-Klasse angewiesen. Und so werden außer in China nur noch in den USA mehr dieser Luxusschiffe aus Sindelfingen verkauft. Besonders beliebt: das Topmodell S 600 L mit V12-Power.

Luxusautos in China

Man zeigt, was man hat