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Jaguar XK R:Katzen-Impfung

Schnelle Modellpflege: Kaum ein Jahr nach der Markteinführung des Jaguar XF gibt es bereits das erste Lifting - in Form einer dringend fälligen Vitaminspritze.

Mehr Kraft - und das schon nach nur einem Jahr? Dabei ist es nun wirklich nicht so, dass der noch junge Jaguar XF schwächeln würde. Doch in der Premiumliga weht nun mal ein schärferer Wind. Die Konkurrenz gibt das Tempo vor. Vor allem in Deutschland, England, Österreich und der Schweiz verlangen Interessierte nach mehr als den 207 Diesel-PS des bisherigen XF. Der 2,7 Liter große Sechszylinder überzeugt zwar durch einen seidigen Lauf, 435 Nm und ordentliche Fahrleistungen - aber er war den Top-Selbstzündern aus deutscher Produktion hoffnungslos unterlegen.

Wird wieder richtig sportlich: Jaguar

(Foto: Foto: Jaguar)

Damit ist es ab April vorbei: Der aktuelle V6-Diesel wird durch einen drei Liter großen Common-Rail-Diesel mit doppelter Turboaufladung ersetzt. Dann hat man ab Frühjahr die Wahl: Entweder man begnügt sich mit der Basisversion des Jaguar XF 3.0d, der 177 kW/240 PS leistet, oder man entscheidet sich gleich für den neuen Kraftprotz XF 3.0d S.

Dank Doppelturbo leistet das Topmodell 202 kW/275 PS und kratzt damit an der bisherigen Leistungsspitze, die in der Oberklasse der BMW 535d bietet. "Wir haben uns bei der Entwicklung unserer neuen Diesel an den BMW-Triebwerken orientiert, die für uns hier klar die Benchmark sind", sagt Neil Hume, bei Jaguar für die Entwicklung der Dieseltriebwerke zuständig. "Und gegenüber denen müssen wir uns mit unseren neuen Motoren beileibe nicht mehr verstecken."

Dabei achteten die Briten bei dem aufgefrischten XF nicht nur auf das dringend geforderte Leistungsplus sondern auch auf Laufruhe und einen geringen Verbrauch. Obwohl der Sechszylinder 33 Prozent mehr Leistung an die Hinterachse bringt, sank der Verbrauch auf 6,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer.

Es wäre wohl noch mehr drin gewesen. Doch im Gegensatz zu den vielfach prämierten Bayern-Entwicklungen verzichtet der Selbstzünder im Jaguar XF auf entkoppelbare Nebenaggregate, eine Start-Stopp-Automatik oder ein regeneratives Bremssystem. "Wir mussten angesichts dieser Konkurrenz einfach schneller und stärker werden", erklärt Malcom Sanford, Leiter der Motorenentwicklung bei Jaguar, "das erwartet man von einer Marke wie Jaguar."

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