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Gut vorgesorgt, besser reisen:Reiseapotheke

Auch wenn es nun wirklich nicht passt, aber gerade in den schönsten Wochen des Jahres liegt man schneller auf der Nase, als man denkt.

Die Koffer sind gepackt, das Auto vollgetankt, Karten und Papiere griffbereit. Eigentlich alles startklar. Doch halt, da fehlt doch was.

Jeder vierte Urlauber wird auf der Reise krank. Gut, wenn man die wichtigsten Mittelchen und Pflaster dabei hat, um akute Erkrankungen oder leichte Sportverletzungen erst einmal in den Griff zu bekommen.

(Foto: Foto: autocert.de)

Stimmt. Die Reiseapotheke.

Hastig werden aus dem Arzneimittelschränkchen noch ein paar Heftpflaster und Pillendöschen geangelt und alles anschließend notdürftig im Gepäck verstaut.

Das ist leider kein Einzelfall. Für viele ist das Thema Reiseapotheke bei den Urlaubsvorbereitungen noch immer ein Stiefkind.

"Es werden zu wenig Medikamente mitgenommen oder aber Arzneien eingepackt, die bereits abgelaufen sind", klagt Dr. Peter Gervers, beratender Arzt vom Centrum für Reisemedizin.

Mängel auch beim Transport: wenn etwa die akut benötigten Tabletten gegen Reiseübelkeit in der hintersten Tasche im Kofferraum liegen oder Pillen, Zäpfchen & Co auf der Hutablage vor sich hinschmoren.

Natürlich denkt keiner gerne daran, im Urlaub krank zu werden. Doch allen guten Wünschen zum Trotz muss etwa jeder vierte Urlauber während oder nach einer Reise mit gesundheitlichen Problemen rechnen, so eine Statistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO). "Besonders häufig treten Durchfälle und Infektionskrankheiten auf", informiert Gervers.

Sonnenbrand nicht unterschätzen

Aber auch Allergien, Sonnenbrände und Sport- und Hautverletzungen können einem in "den schönsten Wochen des Jahres" ganz schön zu schaffen machen.

Gut, wer für solche Fälle vorgesorgt hat. Denn treten die Beschwerden nachts oder am Sonntag auf, kann es schwierig werden, an Ort und Stelle eine offene Apotheke zu finden. Dazu kommen nicht selten Verständigungsschwierigkeiten.

Besser an Bord

Hat man das begehrte Objekt dann endlich ergattert, bleibt meist noch das Problem, dass man nicht weiß, wie man es einnehmen soll. Denn trotz Reisewörterbuchs lässt sich der Inhalt des Beipackzettels nur selten vollständig entschlüsseln.

Was man alles in Form einer Reiseapotheke mitnehmen sollte, richtet sich grundsätzlich nach Art, Dauer und Ziel des Urlaubs. "Ein Rucksack-Tourist, der sechs Wochen durch Brasilien will, muss anders vorsorgen als ein Pauschal-Reisender, der zwei Wochen an der Adria verbringt", weiß Gervers. Arzt und Apotheker helfen hier weiter.

Basisbestückung

Eine Grundausstattung sollte, davon abgesehen, jeder dabei haben. Dazu gehören Verbandmaterial und Wunddesinfektion sowie Pinzette, Schere und ein Fieberthermometer.

Wichtig sind auch Medikamente gegen Durchfall, Verstopfung, Erkältung, Schmerzen und Fieber. Darüber hinaus sollten in jedem Fall auch Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand sowie wasserabweisende Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor eingepackt - und bei Bedarf auch angewendet - werden.

Checkliste: Das gehört in jede Reiseapotheke

Zur Wundversorgung:

Verbandmaterial (Mullbinden, elastische Binden, sterile Mullkompressen, Verbandswatte)EinweghandschuheHeftpflasterHautdesinfektionsmittel, Wundheilmittelkleine SchereSplitterpinzette

Medikamente gegen:

DurchfallVerstopfungMagenverstimmungenReisekrankheitSchmerzen und FieberErkältungInsektensticheSonnenbrand und Allergien

Außerdem:

sämtliche Medikamente, die unabhängig von der Reise regelmäßig benötigt werdenFieberthermometerSonnenschutzmittel (möglichst wasserfest)leichtes Schlaf- und Beruhigungsmittel

Quelle: autocert.de

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