Fahrbericht: Mercedes-Benz C 63 AMG:Stern auf Steroiden

Mercedes hat die C-Klasse ins Fitnessstudio geschickt: Mit breiten Schwellern und Powerdomes auf der Haube lässt der C 63 AMG die Muskeln spielen.

Von Sebastian Viehmann

Bahn frei für den Baby-Benz hieß es 1987: Der 190er machte als E 3.2 AMG Furore. Während der oft privat getunte kleine Mercedes dann regelmäßig als tiefergelegtes Taxi verspottet wurde, gab es bei AMG nur vom Feinsten. Der schwäbische Mercedes-Veredler gab dem Wagen 234 Pferdestärken mit auf den Weg.

Mercedes-Benz C 63 AMG

Kann der unschuldig gucken - und hat's doch faustdick unter der Haube: der C 63 AMG.

(Foto: Foto: Pressinform)

Der kleine Sternträger knackte so aus dem Stand nach 7,7 Sekunden die 100 km/h-Marke. Ab 1993 kam auch die C-Klasse in den Genuss der AMG-Kur. Die Leistung kletterte auf 280, 306 und im Jahr 2004 schließlich auf 367 PS.

475 PS warten unter der Haube

Doch die Schwaben haben sich offenbar erst warm gefahren - denn der neue C 63 AMG hat 457 Pferdchen unter der Haube. Das ist allerdings weniger als der 6,2-Liter-V8 in anderen AMG-Modellen leistet. Und Brabus hat auf Basis der C-Klasse schon den "Bullit" angekündigt - mit V12-Motor, zwei Turboladern und 730 PS.

Doch schon im C 63 AMG hat man oft das Gefühl, dass viele der Pferdchen in der Ecke stehen und sich langweilen, weil der Dienstplan für die Prärie doppelt und dreifach besetzt ist.

Auch akustisch macht sich der Hormonüberschuss bemerkbar: Der V8 brabbelt so satt und tief vor sich hin, dass man sofort an den legendären Dodge Charger und den Ford Mustang aus dem Kultfilm "Bullitt" mit Steve McQueen denken muss.

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