Elektro-Smarts Hauptstädte unter Strom

Berlin und London machen E-mobil: RWE und Smart wollen in Berlin Ladestationen für eine Flotte von 100 Elektro-Smarts aufbauen, in London gibt es sie schon.

Von Dagmar Deckstein

London darf wohl als autounfreundliche Stadt bezeichnet werden: Wer hineinfahren will, muss seit 2003 umgerechnet zwölf Euro Maut bezahlen, von 2009 an sind sogar 37 Euro fällig. Vom Dauerstau auf den City-Straßen und exorbitanten Parkgebühren ganz zu schweigen. Nur ausnehmend umweltfreundliche Autos fahren umsonst. Nicht von ungefähr also startete Daimler Anfang 2007 in London ein Pilotprojekt mit 100 Elektro-Smarts und ausgewählten Flottenkunden, um erste Erfahrungen aus dem realen Fahrzeugeinsatz zu sammeln.

RWE-Chef Jürgen Großmann outete sich bereits als Smart-Fan: Hier bei der Bilanzvorlage seines Konzerns im Februar.

(Foto: Foto: Llaif)

Als nächstes soll Berlin folgen: Anders als in London, wo Daimler bereits vorhandene Ladestationen eines örtlichen Energieversorgers nutzen konnte, muss ein solches Netz von Ladestationen in Berlin erst aufgebaut werden. Der Partner ist schon gefunden: der Essener Stromversorger RWE. Am 5. September wollen RWE-Chef Jürgen Großmann und Daimler-Chef Dieter Zetsche in Berlin die Pläne für den neuen Großversuch erläutern.

Dabei sein wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Unter dem Motto "E-Mobility Berlin" wollen die Unternehmen Ladestationen für eine Flotte von 100 Elektro-Smarts aufbauen. Im Herbst 2009 sollen die ersten Fahrzeuge in Berlin ausgeliefert und an ausgewählte Interessenten verleast werden. Das Projekt umfasst den Angaben zufolge "alle Komponenten für die bedarfsgerechte und komfortable Nutzung von batteriebetriebenen Fahrzeugen".

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