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Auto-Rückrufe:Die meisten Rückrufe gibt es bei Renault

Das Bundesverkehrsministerium legt die Zahlen für die vergangenen 16 Jahre vor. Deutsche Hersteller schneiden überwiegend gut ab.

Ein modernes Auto soll möglichst viele Jahre ohne Pannen und Fehler laufen. Jedes neue Fahrzeug wird deshalb akribisch geprüft, bevor es beim Kunden landet. Trotzdem ist nicht jedes Mal alles perfekt: Immer wieder kommt es zu Rückrufaktionen, weil nachträglich Mängel auftauchen.

Auto-Rückrufe: die Gesamtzahlen von 1993 bis 2008 in der Übersicht

(Foto: SZ-Grafik: Kapitany, Eiden)

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn wollte es nun ganz genau wissen. Sie fragte beim Bundesverkehrsministerium nach, wie sich die Rückrufaktionen in den vergangenen Jahren auf die Autohersteller verteilen. Die Antwort, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, ist vor allem für Renault schlecht: Der französische Hersteller führt die Liste der Rückrufaktionen mit weitem Abstand an. Die deutschen Hersteller können sich dagegen freuen: Sie schneiden etwas besser ab als die ausländischen Hersteller.

Tücken der Statistik

Insgesamt kommt Renault nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums auf 101 verschiedene Rückrufe von Anfang 1993 bis Ende 2008. Auf Platz zwei rangiert Ford mit 73 Rückrufen, gefolgt von Fiat mit 62 und Chrysler mit 52. Auffällig ist das gute Abschneiden der deutschen Premium-Hersteller BMW, Mercedes und Porsche. VW und Audi liegen dagegen eher im Mittelfeld (siehe Tabelle).

Die Zahlen beruhen nicht auf einer eigenen Erhebung des Verkehrsministeriums. Sie stammen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), das jedes Jahr eine Rückruf-Statistik vorlegt. In der Aufstellung des Ministeriums werden Omnibusse, Motorräder, Lkw und kleine Lieferwagen nicht mitgezählt.