Die Werkzeuge sind der Beweis: Die Neandertaler waren offenbar klüger als man bislang vermutet hatte. Doch warum starben sie dann aus?
Neandertaler waren einer wissenschaftlichen Studie zufolge schlauer als sie bislang dargestellt wurden. Wie Forscher aus Großbritannien und den USA herausfanden, produzierten sie offenbar genauso gute Werkzeuge wie die direkten Vorfahren des Menschen.
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Die Neandertaler - hier zwei Modelle aus dem Rheinischen Landesmuseum in Bonn - waren auch nicht dümmer als Homo sapiens. (© Foto: dpa)
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Die neue Studie, die im Fachmagazin Journal of Human Evolution veröffentlicht wurde, stellt die allgemeine Annahme in Frage, die menschlichen Vorfahren seien langfristig wegen ausgefeilterer Herstellungstechniken gegenüber den Neandertalern im Vorteil gewesen - und hätten deshalb überlebt, während die Neandertaler ausgestorben seien.
Das Ergebnis der Studie fordere neue Ansätze, das Verschwinden der Neandertaler vor 28.000 Jahren zu erklären, nachdem sie bereits 10.000 Jahre Seite an Seite mit den direkten menschlichen Vorfahren gelebt hatten.
Das Forscherteam von Universitäten in Großbritannien und den USA stellte Daten über die verschiedenen Werkzeuge nebeneinander. Sie verglichen die Anzahl der produzierten Instrumente und der Schneideutensilien, den Verbrauch an Rohmaterial und die Haltbarkeit der Werkzeuge.
"Aus technologischer Sicht gibt es keine relevanten Unterschiede zwischen den Werkzeugen. Wir können also beim Gedanken an Neandertaler nicht mehr davon ausgehen, dass sie dumm oder weniger fortschrittlich waren, sondern ihre Methoden waren einfach anders", sagte Metin Eren, Forscher der Universität in Exeter. Eren vermutet, dass womöglich ein besserer sozialer Zusammenhalt die Ursache für das Überleben des Homo sapiens gewesen sein mag.
Frühere Studien gehen davon aus, dass Neandertaler ausgestorben sein könnten, weil ihre Jagdtechniken nicht an die veränderten klimatischen Bedingungen der anbrechenden Eiszeit angepasst gewesen seien. Mammuts und Bisons seien aus der ehemals bewaldeten Zone mit nur noch spärlicher Vegetation in den Süden geflohen.
- Ernährung Der Neandertaler und die Fleischeslust 26.08.2008
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(AFP/gal/tob)
Gysi und Lafontaine beim Linke-Parteitag
Dem Himmel sei dank, dass Platon, Michelangelo, Schiller usw keine Kaufleute waren.
Das Streben nach Wissen (auch ohne return-on-investment-Gedanken) ist die Kraft, die den Menschen "so weit" gebracht hat. Wir sind mehr als Zahlen, die Frage wo wir her kommen, wer wir sind, wie alle sum uns entstanden ist usw. lassen sich nicht als betriebswirtschaftliche Größe darstellen.
Weiterhein wurde ausreichend dergestellt, das keine Steuergelder verschleudert wurden und das tatsächlich ein Nutzen besteht, aber selbst wenn dies nicht so wäre, ist die Studie gerechtfertigt.
Wirtschaftswissenschaften sind zudem in vielen Fällen sowieso pseudowissenschaftliche, weil sie eine quantifizierbare Umwelt unter engen Idealbedingungen annehmen, aber das ist eine andere Frage...
Ok, ein Versuch:
Auf Grund von Kenntnissen über die Lebensgewohnheiten vor 30000 Jahren, kann man z.B. Rückschlüsse auf die damaligen Klimaeinwirkungen gewinnen. Wie gesagt ein Beispiel!
Es ist doch nachvollziehbar, daß solche Ergebnisse für uns interessant sind, schließlich stehen wir selber gerade vor der Frage, wie zukünftige Veränderungen des Klimas unser Leben beeinflussen werden. Ein anderes Beispiel ist die Erkenntnis über den Befall von Parasiten. Früher hatten Menschen verschiedenste Parasiten in ihrem Körper, heute sind deutlich weniger Parasiten (hierzulande) in uns auffindbar. Jetzt hat man festgestellt, daß wir im Laufe der Jahrtausende mit einigen Parasiten eine Symbiose eingegangen sind. Da uns heute einige der Parasiten fehlen, leiden wir unter bestimmten Allergien. Man hat umgekehrt festgestellt, daß einige Allergien tatsächlich durch Aufnahme bestimmter Parasiten behandelt werden können.
Aber jetzt muß ich auch noch meinen Senf zu Kaufleuten los werden. Ihr fragt immer nur nach der Kohle und habt sogar manchmal Positionen inne, in denen Ihr alleinige Entscheidungsgewalt über die Ausgaben in Forschung und Entwicklung habt. Das Problem dabei ist, daß Ihr Kaufleute keinen Schimmer von Wissenschaft und Technik habt. Trotzdem meint Ihr, wenn Ihr etwas nicht versteht, darf es auch nichts kosten. Ihr könnt aufgrund Eurer beschränkten technisch-wissenschaftlichen Kenntnisse auch nicht erahnen, wozu etwas nützlich ist. Ihr hättet übrigens ohne Ingenieure und ohne Wissenschaftler erst gar nichts zu verkaufen! Was das Argument mit den Steuern angeht, wieviel hat Sie persönlich diese Studie denn gekostet? Wissen Sie, was ein Doktorand an der Uni oder an einem Forschungsinstitut verdient? In der Regel gibt es eine halbe Stelle für jeden Doktoranden, in den 20h muß der Doktorand z.B. Übungen betreuen, Vorlesungsmaterial erstellen, etc.. Die eigentliche Forschung macht er in seiner Freizeit und kostet Sie somit keinen Cent! Wenn Sie jetzt noch einrechnen, daß der größte Teil an Forschung von Diplomanden (noch billiger) und Doktoranden erbracht wird, frage ich mich wirklich, wo das Problem liegt!? Desweiteren werden nicht alle Gelder vom Steuerzahler entnommen! Es gibt Studiengebühren, Sponsoren, sowie weitere Dritmittel. Glauben Sie mir, der Neandertaler hat Sie mit Sicherheit nichtmal einen Cent gekostet.
Nein, Lars74, ich bin kein frustrierter Wissenschaftler, sondern jemand der nicht gerne Steuern bezahlt und der Meinung ist, daß die Steuerquote deutlich zu hoch ist.
Wie jeder Kaufmann, erlaube ich mir die Frage zu stellen, was ich für mein Geld bekomme, welchen return of investment. Und diese Frage muß man auch bei den sog. wissenschaftlichen Projekten stellen.
Wenn jemand für die Interpretation einiger Knochenfragmente sein Erspartes oder das Vermögen seiner Frau durchbringt, dann ist das sein persönliche Sache. Aber wenn Steuermittel ausgegeben werden, dann ist die Frage nach einem Nutzen erst recht zu stellen.
Und so habe ich mir erlaubt zu fragen, welchen Nutzen die Neandertalerforschung für das Leben im 21. Jahrhundert bringt. Man sollte eigentlich glauben, daß es da etwas zu vermelden gibt, aber dem ist scheinbar nicht so.
Ihr Hinweis, daß mir die gleichen Fragen früher angeblich schon beantortet wurden, ist nicht zielführend, denn ich habe die Frage zu anderen Projekten gestellt. Aber auch da war man kaum in der Lage einen Nutzen klar zu beschreiben. Zudem sollte man ja annehemen, daß die Frage nach dem Nutzen der Marsmission zu einem anderen Ergebnis kommt, als der Nutzen aus der Neandertalforschung.
In der Tat kann der Philisoph alle Fragen dieser Welt mit dem gleichen Satz beantworten. Aber bei Geld geht es nicht um eine philosophische Größe, sondern um Realität. Entsprechend habe ich die Erwartung auf eine begreif- und vor allem verifizierbare Antwort nach dem Nutzen der Neandertalforschung.
Ich vermute, daß Ihnen hier niemand mehr eine Antwort auf Ihre Fragen gibt, weil Sie offensichtlich immer die selbe Frage stellen! Bei nahezu jedem Artikel aus dem Bereich Wissenschaft stellen Sie die Frage nach der Relevanz und man hat Ihnen schon zig mal eine Antwort auf diese Frage gegeben. Allerdings scheinen Sie die Antworten überhaupt nicht zu verstehen oder Sie wollen sie nicht verstehen. Ich habe keine Ahnung, wo Ihr Problem mit der Wissenschaft liegt, sind Sie evtl. an einem wissenschaftlichen Studium gescheitert und seitdem frustriert oder hat sie die Wissenschaft anderweitig enttäuscht?
Durchstöbern Sie doch nochmal in aller Ruhe die anderen Artikel aus dieser Sparte und versuchen sie die vielen Antworten auf Ihre sich ständig wiederholende Frage zu verstehen.
Und wenn Sie den Punkt des Verstehens erreicht haben, könnten sie uns vielleicht mal erklären inwiefern Ihre Kommentare für die heutige Menschheit von Relevanz sind!?
Eineinhalb Tage später ist in 27 Kommentaren auch nicht nur annähernd meine Frage nach einer Relevanz der Studie für das Leben im 21. Jahrhundert beantwortet worden. Scheint wohl nicht so leicht zu sein, für was da Geld ausgegeben wurde.
Aber alleine die einfache Frage danach, hat scheinbar einige Leute schon so in Rage gebracht, zehn negative Bewertungen abzugeben.
Das sind dann wahrscheinlich genau die Leute, die auch den Begriff Netto-Neuverschuldung nicht kennen und glauben, daß das Geld aus dem Automaten kommt. Aber es sind auch die Leute, die dann an der Tür der Schuldenberatung kratzen.
Also schön weiterträumen. Vielleicht ist der Neandertaler auch deshalb ausgestorben, weil er nicht mit Geld umgehen konnte.
Paging