Unter dem Südpol des Roten Planeten liegt ein Meer aus Eis, dessen Volumen zwei Dritteln des Grönlandeises entspricht.
Die gewaltige Eisschicht würde beim Abschmelzen den gesamten Roten Planeten etwa elf Meter hoch mit Wasser bedecken. Das berichtet ein internationales Forscherteam mit deutscher Beteiligung im Fachjournal Science (online vorab veröffentlicht).
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Eine Karte zeigt die Dicke der Eisschichten am Südpol. (© Foto: Nasa)
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Die Geophysiker um Jeffrey Plaut werteten Radarmessungen von mehr als 300 Umrundungen der europäischen Raumsonde Mars Express aus.
Die Radarstrahlen konnten die Eisschicht fast ungehindert durchdringen. Daraus folgert Plaut, dass die unterirdischen Ablagerungen kaum verunreinigt sind und aus nahezu purem Wassereis bestehen.
Die Ablagerungen füllen auch einige Krater von Meteoriteneinschlägen aus und sind an diesen Stellen bis zu dreieinhalb Kilometer tief. Die Eisschicht dehnt sich in einem Radius von bis zu 1000 Kilometer rund um den Pol aus.
Flüssiges Wasser konnten die Forscher jedoch nicht entdecken. Bereits im vergangenen November hatte ein italienisches Forscherteam eine Eisschicht von ähnlicher Größenordnung am Nordpol des Planeten entdeckt. Andere Untersuchungen lassen darauf schließen, dass der Mars früher zum Teil mit Wasser bedeckt war.
(SZ vom 16.3.2007)
Großprojekte in Berlin
Da schliesse ich doch glatt im letzten Satz von der Schalenhöhe auf auf das Volumen. Diesen Satz bitte gedanklich streichen. ^^
Das lässt sich doch einfach mit Schulmathematik nachprüfen:
Ein paar grundlegende Zahlen:
Radius Erde am äquator: rErde = 6378,14 km
Radius Mars am äquator: rMars = 3397,2 km
Volumen des Grönlandeises: vEe = 2.5 10^6 km^3
letzteres laut faz.net vom 10.08.2006
vEe = 'v' Volumen des 'E' Eises auf der 'e' Erde
vEm = entsprechend eben Volumen des Eises auf dem Mars
(die Zahlen habe ich einfach 'er-google-d')
Ein paar einfache Formeln:
1) Volumen einer Kugel:
V(r) = 4/3 * r^3 * pi
2) Volumen einer Schale:
Rp = Innenradius der Schale = Radius des Planeten
Rw = Aussenradius der Schale = Radius der Wasseroberfläche
V(Rp,Rw) = 4/3 * (Rw^3 - Rp^3) * pi
3) Höhe einer Schale:
setzt man Rw = Rp + H
mit H = Dicke der Schale bzw. Tiefe des Eises
und löst man 2) nach H auf, erhält man:
H(V,Rp) = root[3]([3/(4*pi)]*V + Rp^3) - Rp
root[3](x) wäre die dritte Wurzel von x
Und einsetzen:
Laut Artikel hat das Mars-Wasser 2/3 des Volumens des Grönlandeises.
Also vEm = 2/3 * vEe.
he = H(vEe, rErde) ~ 4.89 m
hm = H(vEm, rMars) ~ 11.49 m
@cauerpower:
Was also nicht ganz passt ist, dass der Meeresspiegel um 7 Meter steigen würde, wenn das Grönlandeis vollständig wegschmilzt. Zumindest nicht wenn man die Zahlen hernimmt, die ich gefunden habe.
Wenn man davon ausgeht, dass Ihre Info schon etwas älter sein könnte, könnte man jetzt vermuten, dass nur noch (5m/7m)*100 ~ 70% vom Eis übrig sind.
Der Mars ist erheblich kleiner als die Erde - was im übrigen auch dazu beigetragen haben dürfte, dass er nicht über eine nennenswerte Atmosphäre verfügt. Selbst wenn man das ganze Wasser in Sauerstoff umwandeln würde, es würde innerhalb kürzester Zeit verloren gehen, weil der Mars es nicht 'halten' könnte.
11 Meter sind durchaus realistisch, wenn man von einer perfekten Kugelform ausgehen würde.
Würde das Grönlandeis vollständig abschmelzen, so würde der Meeresspiegel weltweit etwa um 7 Meter ansteigen.
...und die Erde ist um einges größer als der Mars
Zwei drittel des Grönland eises reichen aus um den gesamten Mars mit 11m Wasser zu bedecken? Geht das nur mir so, oder kommt das auch sonst jemanden spanisch vor?