Was tun, wenn R2D2 und Konsorten zum Angriff übergehen? Ein Buch gibt Tipps, wie man einen Roboter-Aufstand überlebt.
Die Autoren von Science-Fiction-Romanen und -Filmen wussten es schon immer: Robotern ist nicht zu trauen. Früher oder später greifen sie die Menschheit an.
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Bereits im Theaterstück "R.U.R." (Rossums Universal-Roboter) rebellieren intelligente Maschinen gegen die Menschen und rotten sie kurzerhand aus. Geschrieben hat es 1920 der Tscheche Karel Capek und dabei den Apparaten ihren Namen gegeben: "Robota" ist tschechisch für Fronarbeit.
Jetzt hat sich ein Wissenschaftler des Themas angenommen. Daniel Wilson, der an einem der Spitzeninstitute für Roboterforschung an der US-amerikanischen Carnegie Mellon University studiert hat, warnt nicht nur vor einem Aufstand technischer Helfer.
Er gibt in seinem kürzlich erschienenen Buch "How to survive a robot uprising" auch Ratschläge, wie man ihn überlebt.
Den Robotern ist mit unterschiedlichen Taktiken beizukommen
"Ein Roboter-Aufstand kann jederzeit passieren", bestätigt Wilson im Gespräch mit der SZ mit gespieltem Ernst. "Sind Sie darauf vorbereitet, sich und Ihre Familie zu verteidigen?" Als erstes sei dazu notwendig, den potenziellen Feind zu kennen. Wofür wurde er gebaut? Arbeitet er mit anderen zusammen? Wo liegen seine Schwächen?
"Roboter sind Werkzeuge", sagt Wilson. Ihr Körper sei der jeweiligen Aufgabe angepasst, sie können klein wie Insekten sein oder riesig groß, sie können filigrane Bewegungen durchführen oder tonnenschwere Lasten heben. Daher sei ihnen mit unterschiedlichen Taktiken beizukommen.
Zum Beispiel sei es eine gute Idee, empfiehlt der 27-jährige Doktor der Robotik, sich mit Schlamm einzureiben, wenn ein Roboter angreift, der sich über Infrarotsensoren in der Umgebung zurechtfindet. Dadurch ließe sich das typische Muster der Wärmeabstrahlung eines Menschen verschleiern.
Um ein schnelles, mobiles Ungetüm mit dem Auto abzuschütteln, lohne es sich, in Kreisen zu fahren, da der Verfolger dafür nicht gebaut sei. "Zu Fuß sollte man auf eine starke Lichtquelle zulaufen", ergänzt Wilson. Plötzliche Änderungen der Beleuchtung verwirrten die Kameras und künstlichen Gehirne, die deren Signale auswerten.
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