Naturschützer und Forstwissenschaftler kritisieren die Jagd: Die Zahl der Tiere würde sich auch auf natürliche Weise regulieren. Die Jäger sehen das anders.
Ursprünglich gab es für Menschen zwei gute Gründe, Tiere zu jagen: Sie brauchten etwas zu essen und verarbeiteten die Reste zu Kleidung und Gebrauchsgegenständen. Heute stellen immer mehr Menschen den Sinn der Jagd in Frage.
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Die Jagd hat sich in Deutschland seit 1934 nicht weiterentwickelt, sagen Kritiker. (© Foto: dpa)
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Zwar wird das Fleisch der erlegten Tiere immer noch gegessen und Jäger führen an, dass sie die Zahl der Tiere regulieren müssen, um ökologische und wirtschaftliche Schäden zu verhindern.
Doch Jagdkritiker wie Ragnar Kinzelbach, Zoologe an der Universität Rostock, lassen solche Argumente nicht gelten: "Letztlich dient die Jagd nur dem Spaß und der Befriedigung der Mordlust der Jäger", sagt er. "Die Jagd ist überflüssig. Wenn man sie einstellt, regulieren sich die Bestände von allein."
Absurde Winterfütterung
Nach Ansicht von Naturschützern ist der Mensch zumeist selbst schuld, wenn sich Tiere irgendwo so stark vermehren, dass sie zur Belastung werden. Er zerstöre die Natur, pflanze Monokulturen und wundere sich dann, wenn sich Tiere an bestimmten Stellen konzentrieren.
Dass etwa riesige Raps- oder Maisfelder für Wildgänse, die am Polarkreis brüten und in Deutschland Rast machen, ein gedeckter Tisch sind, sei nicht die Schuld der Vögel, sondern die der Landwirtschaft und der Agrarpolitik. Dies gilt auch für Wildschweine, für die endlose Maisfelder regelrechtes Mastfutter sind.
"Durch Überdüngung und Nährstoffeinträge aus der Luft steigt das Pflanzenwachstum, die Tiere haben mehr zu fressen, überstehen Phasen schlechten Wetters besser, und vermehren sich entsprechend stark", sagt der Münchner Wildtierexperte Josef Reichholf.
Zudem hat der Mensch die meisten Raubtiere ausgerottet, so dass das Wild keine natürlichen Feinde mehr hat. Andernorts hat er Tiere in Gegenden ausgesetzt, wo sie nicht hingehören und reagiert verärgert, wenn sie es wagen, dort etwas zu fressen. Das gilt etwa für die Nilgänse, die seit kurzem auch in einigen Bundesländern gejagt werden dürfen.
Eine weitere Absurdität ist nach Ansicht von Jagdkritikern die Winterfütterung. "Die Jäger mästen sich in unseren Wäldern gigantische Rot- und Rehwildbestände heran, nur um sie anschließend abschießen zu können", sagt Kinzelbach.
Dem hält Stephan Bröhl vom Deutschen Jagdschutzverband (DJV) entgegen, dass die Fütterung nur in Ausnahmefällen bei extremen Wetterlagen praktiziert werde, "um zu verhindern, dass Tiere verhungern, und um zu vermeiden, dass sie die Bäume im Wald annagen".
Tatsächlich sind die Schäden durch Wildverbiss riesig, muss auch Kinzelbach zugeben. In mehr als 80 Prozent der Reviere leiden Laubbäume wie die Eiche unter teils starkem Verbiss. Drei Viertel der Tannen sind geschädigt, wie die baden-württembergische Landesforstverwaltung in ihrem "Forstlichen Gutachten 2007" feststellte.
Doch auch das ist nach Ansicht von Kinzelbach letztlich die Schuld des Menschen. Rehe, früher tagaktive Tiere, seien nur durch die Jagd zu scheuen, nachtaktiven Waldbewohnern geworden. "Wenn man die Rehe nicht jagen würde, würden sie sich auch nicht so sehr im Wald aufhalten und dort alles anknabbern", argumentiert der Rostocker Zoologe.
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Nur weltfremde Scharlatane können behaupten, dass sich die Schalenwildarten in Deutschland von selbst auf ein verträgliches Niveau regulieren würden. Und obwohl hier sog. "Tierschützer" und "Forstwissenschaftler" auf eine Stufe gestellt werden, könnten die Forderungen beider Gruppen an die Jägerschaft gar nicht gegensätzlicher sein : Die einen fordern ein totales Abschussverbot, die anderen oft einen Totalabschuss. Wie so oft liegt die sinnvolle Lösung irgendwo in der Mitte. Was eine vermeintliche "Selbstregulation" bedeutet, lässt sich derzeit gut an den Räudezügen bei den Füchsen beobachten : Die Tiere verlieren grosse Teile ihres Fells und gehen dann an grossflächigen Entzündungen der blanken Haut und an Unterkühlung jämmerlich zugrunde. Ausserdem ist die Erkrankung auf Haustiere und Menschen übertragbar, genau wie z.B. der Fuchsbandwurm. Und ohne Bejagung würden die Schalenwildbestände massiv ansteigen, was bei den Tieren automatisch zu starkem Parasitenbefall z.B. mit Rachenbremsen, Hautdasseln, Lungenwürmern und Bandwürmern führt. Für eine natürliche Waldverjüngung wären solche Wildbestände desaströs. Und das mit nachhaltiger Bejagung gewonnene Wildfleisch ist das ökologischste Lebensmittel überhaupt.
Ich denke die Umfrageergebnisse sprechen für sich.
Und ansonsten können sich die Jäger auf einiges gefaßt machen. Die Menschen zeigen immer mehr Zivilcourage gegen diesen Sumpf der Macht, Korruption und Rechtsbeugung vorzugehen. Immer mehr Menschen trauen sich Strafanzeigen wegen Bedrohung, Nötigung, Tierschutzvergehen zu erstatten. Bisher sind die Strafen noch harmlos, weil viele Ämter in der Justiz entsprechend gut besetzt sind. Aber ich denke mit viel Öffentlichkeitsarbeit wird sich in nächster Zeit einiges tun. Es kann nicht sein das Verbrecher ständig ungestraft davon kommen nur weil man sich bestehende Gesetze zurecht biegt bis es paßt. Es wäre schön wenn sich die Presse nicht ständig kaufen lassen würde. Ansonsten kreirrt man dank Internet eigenständige Presseagenturen.
Die Natur kann man sehr gut auch ohne Jagdschein schützen.
Einen solchen benötigt man lediglich zum Töten
Worum also reden wir hier?
Beispielgebiete bbelegen, das ein Zusammenspiel der Arten sowie die Waldverjüngung ohne Jäger und ohne Jagd wesentlich besser funktioniert.
Fast 80 % der Bevölkerung stehen der Jagd als Hobby mittlerweile recht verständnisslos gegenüber und lehnen die veralteten Gesetze ab. Gesetze, die seit 1934 (von Göring geschrieben) nicht nennenswert reformiert wurden.
Man sollte diese Trachtengruppe aus den Wäldern jagen, mitsamt ihren Hunden, Fallen, und Waffen.
Der Mensch ist ein Raubtier??? Siche, sicher. Aber es gibt Ausnahmen. Dich zuim Beispiel. Raubtiere jagen. Du aber hockst im Gebüsch und tust abschießen. Das hat so wenig Jagd zu tun wie deine Fahrt im SUV bis 100 Meter vor den Hochstand ein Fußmarsch ist. Das sehen sicher nicht nur Städter so, sondern auch viele Landeier wie ich.
Und ein harter Bursche wird man nicht, weil man mit llächerlichem grünen Gewand und närrischem Hut im Gebüsch lauert und mit ähnlich vermumten Dickbäuchen, tote Tierkadaver zu Füssen, ums Lagerfeuer hopst und eine Halbe trinkt.
JägerInnen stellen nur 0,3% der Bevölkerung. Und trotzdem beherrschen sie fast unsere gesamte Natur. Die weit mehr als 300.000 Jäger durchstreifen schwerbewaffnet unsere Wälder oder sitzen im Hinterhalt auf Hochsitzen, um das wehrlose Wild abzuknallen.
Mindestens 6 Millionen Tiere metzeln die Grünröcke jedes Jahr in Deutschland nieder. Hinzu kommen allein bis zu 30.000 erschossene Hunde und bis zu 400.000 Katzen, für deren Tod die JägerInnen nach eigenen Angaben verantwortlich sind.
Im "Jagdjahr" 2004/05 wurden von Jägern in Deutschland z.B. 552.812 Feldhasen, 162.096 Wildkaninchen, 445.267 Fasane und 11.745 Rebhühner getötet
(www.jagd-online.de/seite.cfm?020105).
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