Britische Forscher haben zum ersten Mal Embryonen aus menschlicher DNA und Eizellen von Kühen geschaffen. Die Mischwesen sollen der Grundlagenforschung dienen.
Britische Forscher haben tatsächlich zum ersten Mal Embryonen aus menschlichem Erbgut und Eizellen von Tieren geschaffen.
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Die Erzeugung dieser Chimären sei ein wichtiger Erfolg für die Stammzellenforschung, erklärte die Universität von Newcastle. Die Embryonen aus menschlicher DNA, die aus Hautzellen gewonnen wurde, und Eizellen von Kühen seien nach drei Tagen zerstört worden.
Für das Experiment unter Leitung des Stammzellenforschers Lyle Armstrong hatte die britische Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA) im Januar eine Sondergenehmigung erteilt.
Die Wissenschaftler wollen mit Hilfe der Mischembryonen Grundlagenforschung betreiben. Für therapeutische Zwecke lassen sie sich nicht nutzen. Auch überdauern die Zellhaufen nur wenige Tage und können nicht zu reifen Mischwesen heranwachsen.
Der Grund für den Einsatz der Eizellen von Kühen ist, dass tierisches Material im Gegensatz zu menschlichen Eizellen unbegrenzt zur Verfügung steht.
Die Verwendung menschlicher Eizellen ist außerdem ethisch umstritten und nur wenige Frauen sind bereit, die zur Entnahme der Eizellen notwendige Operation über sich ergehen lassen.
Die Regierung in London bereitet derzeit ein neues Gesetz zur Stammzellenforschung vor, das unter anderem die Erzeugung von Chimären-Embryonen zu Forschungszwecken generell erlauben und regeln soll.
Umfragen im vergangenen Jahr hatten gezeigt, dass die Mehrzahl der Briten mit der Forschung einverstanden sind. Allerdings muss auch nach der Freigabe durch die Behörde jedes einzelne Experiment mit Zellhybriden begutachtet werden.
Die katholische Kirche und die Gesellschaft für den Schutz ungeborener Kinder hatten ein Verbot derartiger Forschungen gefordert.
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(dpa/mcs)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Beinahe jede Woche berichten die Medien von einem Durchbruch in der Stammzellforschung und wecken damit verfrühte Hoffnungen bei Patienten. Denn die Verfahren sind aufwendig und sehr oft treten Probleme auf, spätestens wenn alles vom Tier auf den Menschen übertragen werden soll. Außerdem stehen Stammzellen in Verdacht, Metastasen zu forcieren.