Nomen est omen Der Vorname macht Männer sexy

Bernd ist anziehender als Hugo. Und Felix liegt in der Gunst der Frauen eindeutig vor Mark. Über die Attraktivität eines Menschen entscheidet auch sein Vorname, behaupten US-Wissenschaftler.

Die Erklärung ist etwas kompliziert: Frauen stehen auf Namen mit so genannten Vorderzungen-Vokalen - wie e und i. Auf dem hinteren Teil der Zunge gesprochenen Laute, wie u oder a, wirken weniger sexy.

Nomen est omen

Egal mit welcher Frisur, David Beckham bleibt ein hübsches Kerlchen. Das verdankt er auch seinem Vornamen.

(Foto: Foto: AP)

Das hat die Sprachforscherin Amy Perfors vom Massachusetts Institute of Technology zumindest bei einer Untersuchung englischer Namen herausgefunden, wie das britische Magazin New Scientist berichtet.

Ein "U" - schlecht beim Mann, gut bei der Frau

"Attraktiv oder nicht?" fragte die Wissenschaftlerin auf einer Webseite und ließ Internetnutzer die Porträtfotos fremder Menschen nach deren Anziehungskraft ordnen. Dazu gab sie den Abgebildeten wechselnde Namen.

Beim Rennen um den Titel "Verführerischster Mann" waren dabei eher jene Herren erfolgreich, denen die Forscherin Namen mit Vorderzungen-Vokalen verliehen hatte - unabhängig davon, wie die Fremden eigentlich hießen.

Immer bliebter: Der sensible Mann

Frauen hingegen wurden als besonders sexy beurteilt, wenn sie die Hinterzungen-Vokale u oder a im Vornamen trugen. Vorderzungen-Vokale würden als weniger mächtig wahrgenommen als solche, die auf dem hinteren Bereich der Zunge gesprochen werden, sagte Perfors.

Halten Frauen also sanfte Männer für besonders begehrenswert? Bereits in anderen Studien, so das Magazin New Scientist, hätten Männer mit femininen Zügen den Machos den Rang abgelaufen. Die Forscherin vermutet: "Vielleicht suchen Frauen unbewusst eher nach sensiblen Typen."