Wie erfolgreich die Behandlung eines Krebspatienten ist, hängt oft von der Klinik ab, die ihn zuerst aufnimmt. Das soll sich ändern.
Die Krebsforschung hat in den vergangenen Jahren gewaltige Fortschritte gemacht. Immer besser verstehen Wissenschaftler, was Krebs eigentlich ist. Und so können sie auch bessere Möglichkeiten entwickeln, Tumorerkrankungen zu bekämpfen. Doch bis der Erkenntnisgewinn der Forschung endlich bei den Patienten ankommt, vergehen meist Jahre oder sogar Jahrzehnte. Auch daran liegt es, dass Krebskranke in den USA mitunter bessere Überlebenschancen haben als in Deutschland.
Medizinern steht heute eine Vielzahl individueller Krebstherapien zur Verfügung. Nun soll jeder Patient davon profitieren. (© Foto: AP)
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Selbst innerhalb der Bundesrepublik sind die Behandlungsergebnisse mitunter höchst unterschiedlich. Eine Frau mit Brustkrebs kann in Hamburg eine völlig andere Therapie erhalten als in Wernigerode.
Ebendas will eine neue Initiative ändern, welche die Bundesforschungsministerin am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Das Nationale Konsortium für Translationale Krebsforschung soll dafür sorgen, dass "der Transfer des Wissens ans Krankenbett beschleunigt wird", sagte Annette Schavan (CDU), "schneller Wissenstransfer kann Leben retten".
In dem Konsortium, das von Bundesministerium und Deutscher Krebshilfe mit 400 Millionen Euro in zehn Jahren finanziert wird, soll das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) mit ausgewählten Universitätskliniken zusammenarbeiten. Ziel sei es, neue Therapien baldmöglichst im Rahmen von klinischen Studien an Patienten zu testen.
Nur so lasse sich schnell herausfinden, ob eine neue Behandlung erfolgreich sei oder nicht, sagt DKFZ-Chef Otmar Wiestler. "Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Qualität der Krebsbehandlung allein dadurch verbessert wird, dass man die Zahl der klinischen Studien erhöht." Ein weiteres Ziel ist es, die Aufsplitterung der Krebsbehandlung in verschiedene Fachdisziplinen zu vermeiden.
Abgeguckt haben sich die deutschen Krebsforscher und -ärzte das Konzept in den USA. Dort gibt es seit Jahren sogenannte Comprehensive Cancer Centers. In diesen wird jeder Patient von einem Team verschiedener Ärzte behandelt, die gemeinsam über die beste Therapie im individuellen Fall entscheiden. Über die Behandlung eines Brustkrebses etwa müssen Gynäkologen, Hämatoonkologen und Radiologen mit Nuklearmedizinern und Pathologen einen Konsens finden.
Nach dem Vorbild der US-Krebszentren arbeitet eine deutsche Einrichtung bereits seit Anfang 2005: das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg, das eng an das dortige Universitätsklinikum und das DKFZ angebunden ist. Seit 2007 fördert die Deutsche Krebshilfe zudem zehn "Onkologische Spitzenzentren" an Universitätskliniken mit je einer Million Euro pro Jahr, die ähnlichen Prinzipien folgen sollen.
"Die Zeiten, in denen die Therapieentscheidungen davon abhingen, in welcher Klinik ein Krebspatient zuerst aufgenommen wurde, gehören nun der Vergangenheit an", sagte Rolf Sauer vom Universitätskrebszentrum Erlangen, das im April in die Reihe der Spitzenzentren aufgenommen wurde.
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(SZ vom 10.06.2009/beu)
Union debattiert über Familienpolitik
Das Vegetarier weniger Krebs (das gilt auch für Herzinfakt ,Alters-Demenz etz.) bekommen ist in vielen Studien belegt und man macht dabei auch was für die Tiere die unter unmenschlichen Bedingungen gehalten werden- Massentierhaltung.Man kann auch BIO Produkte kaufen -die sind noch gesünder- Vegetarier machen auch was gegen den Hunger der Welt da sie weniger Energie verbrauchen für den Anbau ihrer Nahrung als die Fleischesser
was sagt uns der Artikel??
Als Patient steht man nicht weniger da wie der "Ochse vor dem Berg" - für ihn bedeutet es weiterhin "Glücksache".
Wie kann man soetwas nur schreiben!! Ich habe Brustkrebs und ich bin seit meinem 30 Lebensjahr zur Mammographie gegangen, da ich eine sehr strarke familiere Belastung habe. Leider hat man mich als der Knoten dann da war, mit einem Adenom vertröstet und nach hause geschickt ( Untersuchung in Deutschland Diagnostikzentrum Langenhagen / Hannover). Gott sei dank, bin ich dann in Wien (hier lebe ich ) in die besten Hände ( Prof Jackez und Prof Steger) geraten, die ein solches Teamwork , wie in Deutschland jetzt gefordert sehr erfolgreich praktzieren. Die Lebermetastasen hätte ich mir bei der richtigen Erstdiagnose sicher erspart!! Deshalb mein Rat, lieber nochmals kontollieren. bei Verdacht!!!
Und das sei gesagt von jemandem der seit über dreißig Jahren mit " Krebspatienten" zu schaffen hat.
Es gab Fortschritte, es gibt sie immer noch- es geht um Bildung und vor allem um die Macht der Geldverteiler!