In den vergangenen zehn Jahren ist die Kohlendioxid-Emission um 22 Prozent gestiegen. Und 2007 haben die Menschen so viel davon freigesetzt wie nie zuvor.
Die Menschen haben im Jahr 2007 so viel Kohlendioxid freigesetzt wie noch nie in ihrer Geschichte. 36,5 Milliarden Tonnen von dem Treibhausgas wurden ausgestoßen, das ist eine Steigerung um 2,8 Prozent gegenüber 2006.
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Vier Fünftel des CO2 entstehen bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. (© Foto: ddp)
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In den vergangenen zehn Jahren ist die Emission damit um 22 Prozent gestiegen, wie aus der Kohlenstoff-Bilanz des Global Carbon Project hervorgeht, die am Freitag veröffentlicht wird. Vier Fünftel des CO2 entstehen bei der Verbrennung der fossilen Energierohstoffe Kohle, Öl und Gas.
Der Rest wird vor allem durch Veränderungen der Landnutzung freigesetzt, also dem Roden von Wäldern. Einen kleinen, oft vergessenen Beitrag leistet die Zementindustrie. Wenn sie den Betongrundstoff aus Kalziumkarbonat herstellt, gelangt ganz ohne Verbrennung Kohlendioxid in die Atmosphäre.
Sorgen macht den Forschern, dass die CO2-Emission inzwischen über dem pessimistischsten Wert liegt, den der Weltklimarat IPCC in seinem jüngsten Bericht angenommen hatte.
Das Gremium hatte sechs Szenarien berechnet, wie sich die Welt entwickelt, und die Welt übertrifft zurzeit das Szenario mit den höchsten Emissionen. Dafür hatten die IPCC-Forscher eine Temperatursteigerung bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,4 bis 6,3 Grad Celsius vorausgesagt.
Von dem freigesetzten Treibhausgas sind der Kohlenstoff-Bilanz zufolge im Jahr 2007 etwa 47 Prozent in der Atmosphäre geblieben, 53 Prozent wurden von Ozeanen und Pflanzen an Land gebunden. Diese Fähigkeit der Natur, den Anstieg der CO2-Werte abzupuffern, nimmt langsam ab, wie die Wissenschaftler vom Carbon Project vorrechnen.
Während Meer und Biosphäre in den 1960er- bis 1990er-Jahren im Mittel 57 Prozent des freigesetzten CO2 absorbierten, liegt dieser Durchschnitt seit dem Jahr 2000 bei 54 Prozent. Darum steigt der Gehalt an Kohlendioxid immer schneller. Aktuell erreicht er Werte um 385ppm (Teilchen pro einer Million Luftteilchen); vor der Industrialisierung lag er bei 280 ppm.
Zudem setzen zunehmend Entwicklungs- und vor allem Schwellenländer wie China und Indien Kohlendioxid frei. Der neuen Bilanz zufolge stammen nur 47 Prozent des Treibhausgases aus Staaten, denen das Kyoto-Protokoll Beschränkungen auferlegen sollte. Die anderen Länder stoßen seit 2005 mehr als die Hälfte des freigesetzten CO2 aus. Da war der Vertrag nach langen Verzögerungen gerade erst in Kraft getreten.
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(SZ vom 26.09.2008/mcs)
Machtkampf in der Linken
Ich habe am WE einmal Folgendes berechnet: die in Frage kommende Fläche des Methaneisschelfs ist vier mal so groß wie Deutschland, also 1,2 Mio. Km^2 (Artikel Spiegel)
Diese sind mit mehr oder weniger mächtigen Flözen aus Methanhydrat (MH) bedeckt. Sollte der dort anscheinend in Gang gekommene Prozess sich verstärken und wir extrapolieren, dass im Laufe eines überschaubaren Zeitraums 2 Meter dieser Schichten ihr Methan freisetzen, so sind das:
1,2 X 10^6 X 0,002 = 2400 Km^3 MH-Sediment (MHS).
Bei einer Dichte von 0,9 ergibt das 2160 * 10^9 Tonnen MHS = Ma
MH besteht aus 44 H2O Molekülen und 8 CH4 Molekülen entsprechend
792 Gr H2O und 128 Gr CH4 = 920 Gr MH
126/920 * Ma = 300,52 * 10^15 Gramm Methan. In MOL umgerechnet
300,52 X 10^15 / 16 = 1,858 X 10^16 Mol Methan; 1 MOL entspricht ca. 22,4 Liter daraus folgt:
1,858 X 10^16 X 22,4 = 4,1619 X 10^17 Liter = 10^14 M^3 = 10^5 Km^3 somit
4,1619 X 10^5 Km^3 Methangas.
Bei einer angenommenen Gleichverteilung bis in 20 Km Höhe (wahrscheinlich nur bis ca. 8 Km, aber das macht die Rechnung noch unfreundlicher) und einem Erdradius von 6400 Km ergibt sich:
3,4314 X 10^9 Km^3 Volumen, davon 4,1619 X 10^5 Km^3 Methan, ergibt einen Anteil von
0,1220 X 10^-4 Vol Anteilen entsprechend 122 ppm!!!
Das entspricht der 69,7 fachen Menge des vorhandenen Methan (1,75 ppm)
Der Anteil CH4 / CO2 = 0,05 Vol, aber, da CH4 23 mal so stark IR Emissionen erzeugt wie CO2 ist der Strahlungsanteil
0,05 * 23 = 0,115, entsprechend 11,5% der emittierten Strahlung. Erhöht sich der Methananteil auf 20 ppm setzt das Methan schon 50% an der Gesamtstrahlung frei, bei 40% gestiegener Strahlung, danach tritt der IR-Eintrag durch CO2 in den Hintergrund der CH4 IR-Emissionen, denn wir sprechen von 122 ppm
Das CH4 wird in einem relativ kurzen Zeitraum es hat ca. 10 Jahre Standzeit in der Atmosphäre zu CO2 oxidiert: CH4 + 2 O2 = CO2 + 2 H2O. Aus 1,858 X 10^16 Mol Methan entstehen 2,716 X 10^16 Mol H2O; 1 MOL = 18 ccm, somit 4.889 X 10^17 ccm = 488,9 Km^3 Wasser; sodann erhöht sich im Laufe von ca. 10 Jahren der CO2 Anteil in der Atmosphäre auf 350 + 122 = 472 ppm CO2. Die Wärmestrahlung geht zurück und stabilisiert sich auf einem hohen Level.
Wenn also allein dieses eine Methanhydratfeld auf nur 2 Meter ausgast ist das für die Meisten von uns das Ende und auch das Ende vieler Arten auf der Erde. Es wäre der Startpunkt zum nächsten Massensterben meint
Kuni
Bin mir nicht sicher, über welche Chemiekenntnisse der Herr Schrader von der SZ verfügt. Aber sehr sicher wirkt er nicht.
Die Zementherstellung dürfte weniger problematisch für den Treibhauseffekt sein, denn
beim Kalkbrennen, d.h. bei der Herstellung von Calciumoxid aus Calciumcarbonat wird zwar CO2 frei, aber nach dem sogenannten Kalklöschen entsteht aus Calciumoxid in Verbindung mit Wasser zunächst Calciumhydroxid, welches wiederum mit CO2 zu Calciumcarbonat reagiert (dient der Aushärtung des Baustoffs). Nicht umsonst spricht man hier vom technischen KalkKREISLAUF.
Problematischer wäre eher die Verbrennung fossiler Energieträger zwecks Bereitstellung thermischer Energie zum Kalkbrennen. Aber ob die so sehr ins Gewicht fällt, ist zu bezweifeln.
Nachschub für das Treibhaus und die teilweise unsäglichen Kommentare (nicht nur an dieser Stelle). Kohlenstoff entsteht in der oberen Atmosphäre durch den Zerfall von Stickstoff Isotop: N14 zu Kohlenstoff C14 durch die Aufnahme von einem Elektron durch ein Proton, das dann zu einem Neutron wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoff und dort: Isotope
Das C-Atom wird oxidiert zu C + O = CO + O = CO2. Somit sorgt also ein kerntechnischer Prozess, hervorgerufen durch energiereiche Strahlung (hauptsächlich) von der Sonne, für einen ständigen Nachschub an CO2. Die Erde oder Gaia (siehe: James Lovelock, http://de.wikipedia.org/wiki/James_Lovelock) hat auf einer dünnen Grenzfläche, der Biosphäre, im Laufe der Äonen Mechanismen entwickelt, diesen ständigen Nachschub des Klimagases aus der Atmosphäre zu entfernen und in Feststoffe umzuwandeln. Hierbei spielen Erdöl, Erdgas und Kohlenstoff als Kohle nur eine untergeordnete Rolle. Der meiste Kohlenstoff ist in Form von Karbonaten in Mineralien gebunden.
Dieser Prozess ist ein empfindliches Gleichgewicht, das in gewissen Grenzen (ppm CO2 im Atmosphärengas) die Bedingungen aufrecht erhält, die das Leben auf der Erde ermöglichen, in Gang halten und stets reproduzieren. Sinkt der CO2 Gehalt, wird es kälter; Eiszeiten könnten die Folge sein. Wird es wiederum Kühler, gehen die photosynthetischen Prozesse zurück und der Nachschub vom Rand der Atmosphäre (Bei konstantem Eintrag von CO2 durch Vulkane und natürlichen Quellen) erhöht in langen Zeiträumen wieder den CO2 Gehalt in der Luft, der Klimaeffekt stellt sich ein, es wird wärmer, die Photosynthese setzt wieder verstärkt ein.
Was derzeit durch den Menschen geschieht, liegt darin, dass er einen Teil dieses Kohlenstoffs, des nur in erdgeschichtlichen Zeitzusammenhängen zu verstehenden Prozesses, aus den Tiefen der Erdkruste fördert und durch Verbrennung wieder in die Atmosphäre einträgt. Die Biosphäre hat in dem kurzen Zeitraum seit Auftreten des Menschen keine Mechanismen entwickeln können (Das Abholzen der Wälder wirkt zudem noch kontraproduktiv), diesem enormen Eintrag etwas entgegenzusetzen und so erhöht sich der partielle Anteil des Gases in der Atmosphäre, mit dem beobachtbaren Resultat der Erwärmung durch den Treibhauseffekt (http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt). Es handelt sich nicht, wie vielfach vereinfachend dargestellt, um Reflexion oder Ähnliches, sondern um eine Sekundärstrahlung, die auf folgende Weise entsteht: (ff)
Energiereiche UV-quanten treffen auf ein CO2 Molekül, werden absorbiert, regen er zu einer Schwingung an. Dieser Energieüberschuss wird in Form von zwei IR-quanten (Infrarot- also Wärmestrahlung) wieder abgegeben, das CO2 Molekül kehrt in seinen Grundzustand zurück, ohne sich verändert zu haben!!! Die Infrarotstrahlung erwärmt wiederum das umgebende Gas (die Atmosphäre), was als Treibhauseffekt in Erscheinung tritt und durch den fortwährenden Eintrag sich linear verstärkt, also über historische Zeiträume anwächst.
Es treten nun jedoch, nachdem das alles schon an die 200 Jahre auf dem Weg ist, Sekundäreffekte hinzu, die hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,580213,00.html dargestellt sind. Durch die Erwärmung kommt es jedoch zu biologischer Aktivität, wie z.B. zur anaeroben Zersetzung von Biomassen zu CH4 (Methan). Das Gas ist 23-mal so infrarotaktiv wie CO2, was mit den chemischen Bindungslängen und Kräften zu tun hat, hier aber nicht erläutert werden kann. Mit dem Eintrag von Methangas aus dem ebenfalls über Äonen gespeicherten Methanhydat, startet ein Rückkopplungsprozess, der alles Bemühen um eine Begrenzung des Treibhausgases CO2 durch Kraftwerke und Autos als hilflosen antropen Aktionismus karikiert und schon jetzt zum Scheitern verurteilt. Allein die bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Methanhydrat aufgeführte Menge im kanadischen Schelfeis würden ca. 9000 Km^3 Methan in die Atmosphäre blasen, was einem Anstieg der Methankonzentration von derzeit 1,75 ppm auf ca. 50 ppm, also 30 mal des derzeitigen Gehaltes entspricht oder, als CO2 Infrarotäquivalent (23 X 30 = 690), 690 fachen Menge an CO2, ergo einer Konzentration von 241500 ppm, mithin 0,2415 % des atmosphärischen Gases.
Dieser Prozess ist durch die im obigen Link auf den Spiegel beobachtbaren Prozesse in Gang gekommen (Schätzing: Der Schwarm, Nur dass das Methanhydatschelf nicht in die Tiefen der See abrutscht und einen Tsunami verursacht, sondern ausgast.).
Diese Kreisläufe zu verstehen ist Aufgabe eines jeden, der sich zu dem Thema Klimawandel als ernstzunehmender Diskussionspartner vorwagt, ansonsten ist sein Argument lediglich als das des vom Prinzip Hoffnung Getragenen zu interpretieren oder, wie vielfach, als ignorante Pöbelei.
Kuni
Es gibt aber doch noch Klimaforscher, die den Mund aufmachen :
arxiv.org/ftp/arxiv/papers/0809/0809.3762.pdf
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