Bestimmtes Getreide könnte Sonnenlicht reflektieren und so das Klima regulieren, hoffen britische Forscher.
Der Anbau besonders ausgewählter Getreidesorten könnte nach Ansicht britischer Forscher den Treibhauseffekt abmildern. "Die durchschnittliche Lufttemperatur im Sommer würde in den USA und in weiten Teilen Europas um bis zu ein Grad Celsius sinken", sagt Andy Ridgwell von der Universität im britischen Bristol.
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Schon jetzt tragen Getreidefelder zur Kühlung des Planeten bei. (© Foto: AP)
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Schon jetzt tragen Getreidefelder zur Kühlung des Planeten bei, weil sie mehr Sonnenlicht reflektieren und damit zurück ins All schicken als die natürliche Vegetation. "Bio-Geoengineering" nennt der Wissenschaftler seine Idee, die Erde durch den Anbau besonders stark reflektierender Getreidesorten zu kühlen (Current Biology, online).
Wie stark eine Getreidesorte das Sonnenlicht reflektiert, hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem davon, wie die Blätter an der Pflanze angeordnet sind und welche Oberfläche sie haben. So reflektieren Blätter mit feinen Härchen oder mit einer Wachsschicht das Sonnenlicht besonders stark.
Um den Kühleffekt zu erzielen, sei es nicht einmal notwendig, andere Getreidearten als bisher anzubauen, schreiben die Wissenschaftler. Es reiche aus, andere Sorten etwa von Mais, Weizen, Gerste und Hirse mit besseren Reflektionseigenschaften zu wählen. Bei Mais-Sorten beispielsweise gibt es große Unterschiede in der Anordnung der Blätter am Stengel und damit auch in der Menge des reflektierten Sonnenlichts. Verschiedene Sorten der Mohrenhirse unterscheiden sich stark in der Wachsschicht auf den Blättern.
"Durch eine geschickte Auswahl stark reflektierender Sorten in den nächsten 100 Jahren ließe sich der Heizeffekt von 195 Milliarden Tonnen Kohlendioxid kompensieren", sagt Ridgwell, das entspräche dem Ausstoß von vier bis fünf Jahren. Die Umstellung sei möglich, so Ridgwell weiter, ohne den Ertrag zu mindern. In einer Reihe von Experimenten hätten hochreflektierende Weizen- und Gerste-Sorten bei starker Sonneneinstrahlung sogar besonders hohe Erträge gebracht; vermutlich weil sie aufgrund der Wachsschicht auch besser mit den dann oft knappen Wasserreserven haushalten können.
Die Züchtung ganz neuer Getreidesorten unter anderem mithilfe der Gentechnik könnten den kühlenden Effekt noch steigern, glauben die Wissenschaftler. Im Vergleich zu anderen Vorschlägen zum Geoengineering sei ihre Idee zudem praktikabler und viel billiger.
Um dem Treibhauseffekt entgegenzuwirken, haben andere Forscher vorgeschlagen, künstliche Bäume aufzustellen, die das Kohlendioxid aus der Luft holen sollen, reflektierende Aerosole in der Atmosphäre zu verteilen, oder eine Art Schutzschild gegen die Sonnenstrahlung im Weltraum zu errichten. Die bei weitem effektivste Methode wäre sicherlich, an der Ursache des Klimawandels anzusetzen und den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren; das sehen auch Ridgwell und sein Team so. Doch dazu sei die Gesellschaft bis jetzt nicht bereit.
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(SZ vom 16.01.2009/mcs)
Demonstrationen in Hamburg
Es scheinen ja die "besten Wissenschaftler" hier vertretten zu sein. Mal im ernst. Das verschiedene Oberflächen, und auch verschiedene Pflanzen die Sonne unterschiedlich reflektieren ist ein alter Hut. Diese Form der Klimabeeinflussung ist schon seit langem bekannt.
naja den quatsch muss man nicht lesen um es so nennen zu dürfen, die hoffnungen der britischen forscher ist wohl, dass wenn es genügend dumme glauben, sie ihre klimasorte weltweit vertreiben könnten.
Solche Schnappsideen gibt es sicher viele. Immer wieder und permanent.
Weshalb die Presse sowas aufgreift, ist klar: es dient der Unterhaltung der Leser. Und die glauben offenbar, dann aufgeklärt zu sein. Und die Redaktion der SZ glaubt, die SZ-Leser wollen diesen "Wissenschaftler der USA haben entdeckt..."-Quatsch, der in bunte Illustrierte oder die BlödZeitung gehört, lesen.
Der aktuelle Klimawandel wird von den herrschenden Systemen genauso ernst genommen, wie wohl schon den Griechen, Römern und Spaniern mit den flächendeckenden Kahlschläge von Wäldern die negative Folgen einer verfehlten Umweltpolitik bewusst gewesen sind. Klimawandel ist nach wie vor schönes politisches Thema mit viel Legitimationspotential, dass praktisch nicht angegangen wird, da die Veränderungen weder sichtbare finanzielle Schäden anrichten noch ein direkter Nutzen abzuleiten ist.
Wer Klimawandel als Bedrohung politisiert, muss neben der aktuellen co2-Problematik zumindest versuchen die Fehler aus der Geschichte zu korrigieren. Andernfalls sehe ich nur eine peinliche Wiederholung.
Zur Reflektion des Sonnenlichtes von der Erdoberfläche bleibt anzumerken, dass diese abhängig von der Höhe der Wolkendecke sowohl positive als auch negative Effekte haben kann. Über den Einfluss eines höheren co2 Gehalts zur Wolkenbildung ist man sich noch völlig im Unklaren.
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