Die UN-Entwicklungsorganisation UNDP warnt vor verheerenden Folgen des Klimawandels in der Dritten Welt. Sie fordert "menschliche Solidarität in einer geteilten Welt".
Wenige Tage vor Beginn der Klimakonferenz auf Bali hat die UN-Entwicklungsorganisation UNDP eindringlich vor den Folgen des Klimawandels für arme Länder gewarnt.
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Gelinge es nicht, den Temperaturanstieg zu bremsen, seien weitere 600 Millionen Menschen von Unterernährung bedroht, heißt es im jüngsten Bericht über die menschliche Entwicklung, den die Organisation am Dienstag vorstellte.
Grund seien Dürren und Überschwemmungen, die vor allem in Entwicklungsländern die Landwirtschaft erschwere. Für weitere 1,8 Milliarden Menschen könnte Wasser knapp werden, weil Gletscher schrumpften. Besonders betroffen: Regionen Südasiens und Nordchinas, deren Wasser zum Großteil aus dem Himalaya stammt.
Für bis zu 400 Millionen Menschen könnte die Malaria zur Gefahr werden: Durch die Erderwärmung breiten sich Moskitos aus.
"Wir bewegen uns jetzt in eine Ära, in der langfristige Schäden wahrscheinlicher werden", warnte Kevin Watkins, Chefautor der Studie. Die Industrieländer seien zwar verantwortlich, aber nicht die Hauptleidtragenden. Während es dort genügend Mittel gebe, sich an den Klimawandel anzupassen, träfen "die wirklich katastrophalen Folgen arme Menschen in armen Länder", so Watkins.
Ihren jährlichen Bericht hat die UN-Unterorganisation deshalb "Den Klimawandel bekämpfen: Menschliche Solidarität in einer geteilten Welt" genannt.
86 Milliarden Dollar jährlich notwendig
Die 250-seitige Studie befasst sich vor allem mit Folgen für jene 2,6 Milliarden Menschen, die mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen müssen. Viele von ihnen leben in der Nähe der Küsten Afrikas und Asiens, sind also von steigenden Meerespiegeln besonders betroffen.
Andere leben von Landwirtschaft und bekommen veränderte Niederschläge und ausbleibende Regenzeiten zu spüren. 86 Milliarden Dollar seien jährlich nötig, um die Folgen des Klimawandels in armen Ländern aufzufangen. Zwei Milliarden Dollar würden schon jetzt zusätzlich für die Katastrophenhilfe fällig.
Die Studie listet aber auch auf, wie sich die globalen Emissionen seit 1990 entwickelt haben - nämlich steil nach oben. Um 28 Prozent stieg der weltweite CO2-Ausstoß bis 2004. China und Indien verdoppelten ihre Emissionen, in den USA wuchsen sie um ein Viertel. Deutschland (minus 18 Prozent) zählt zu den wenigen Industrieländern, die ihre Emissionen senken konnten.
Bis 2050 fordert die UNDP nun eine radikale Wende. Verglichen mit 1990 müssten die Emissionen der Industrieländer bis dahin um mindestens 80 Prozent sinken. "Selbst damit wird die Chance nur fünfzig-fünfzig sein, dass wir einen gefährlichen Klimawandel verhindern", so Watkins. Auch Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) forderte mehr Anstrengungen. "Es ist keine Zeit zu verlieren", sagte sie.
Von Montag an beraten Vertreter von 180 Staaten zwei Wochen lang über weitere Schritte im Klimaschutz. Ziel ist die Aufnahme von Verhandlungen über ein neues Abkommen, das dem Kyoto-Protokoll folgt. Es läuft 2012 aus.
(SZ vom 28.11.2007/mcs)
Demonstrationen in Hamburg
Es ist die Frage, ob denn die Folgen der aus nach wie vor ungeklärten Gründen ablaufenden Variationen der klimatischen Bedingungen auf unserer Erde wirklich schlimmer sind als die Folgen einer aktivistischen, wissenschaftlich in keiner Weise begründbaren, ohne jede Abschätzung der dadurch verursachten Wirkungen betriebenen Klimaschutzpolitik. Dass die Empfehlungen des sogenannten Klimaschutzes besonders die Entwicklung der Lebenschancen in den ärmeren Ländern, aber auch die der weniger betuchten Bevölkerungsanteile bei uns sehr negativ verändern, dürfte noch nicht allgemein bekannt sein: Eine Stromversorgung mit wesentlichen Anteilen aus der Erzeugung mittels Windkraft und Photovoltaik ist in höchstem Maße instabil (extreme Erzeugungsleistungsschwankungen, Frequenzinstabilität, vielfach teurere Erzeugungskosten gegenüber konventionellen Quellen, vielfach lange (teurere) Leitungswege), so dass sich eine Mechanisierung und Industrialisierung jener armen Länder von selbst ausschließt. Zugleich können dadurch jene armen Länder notwendige Maßnahmen, wie z.B. Hochwasserschutz, Verbesserung der Trinkwasserversorgung) nicht mehr bezahlen Die Nutzung der landwirtschaftlichen Produkte zum energetischen Einsatz an Stelle der Verwendung zur Lebensmittelproduktion dürfte den noch bestehenden Hunger zementieren. Bei uns wirken bereits durch die Verwendung sogenannten erneuerbaren Energien (Windkraft, Photovoltaik, energetische Nutzung landwirtschaftlicher Lebensmittelrohstoffe) und auch unsachgemäße bzw. überflüssige, aber politisch gewollte Maßnahmen der Absicht, Energie einzusparen, in einer Weise, dass ein Vier-Personen-Haushalt mittlerweile mit etwa 1000 pro Jahr zusätzlich belastet ist. Vorteile des sogenannten Klimaschutzes haben bisher, und wahrscheinlich auch weiterhin, lediglich jene Institutionen, die von der Propaganda der Klimagefährdung durch den Menschen und den von eben dieser Propaganda verkündeten Rettungsmaßnahmen leben.
Wenn man sich überlegt das aus 1950 ca. 300 Millionen Chinesen 1,2 Milliarden geworden sind frag ich mich schon wie man in Zukunft jedem Menschen helfen soll ohne sich selbst runter zu wirtschaften.
Ja Europa hat eine gewisse Verantwortung aufgrund der Vergangenheit. Nun sind das aber schon lange keine Kolonien mehr sondern Unabhängige Staaten. Die schaffen sich wie wir Globale Probleme und können nicht erwarten das wir die für sie lösen.
Ich glaube egal wie gut wir es meinen, werden in Zukunft bei Katastrophen Millionen von Menschen sterben. Da wir unsere Resourcen nicht ordentlich verwalten und manche Prozesse unumkerbar sind. Traurig ist das schon aber eben Realität. Da muß man lernen mit vernünftig umzugehen. Wer sich schlecht fühlt wenn er die Bilder im TV sieht kann ja gerne eine Spende abgeben wie sonst auch, die dann sowiso nur bei ein paar Verteilen hängen bleibt und in dunkelen Kanälen verschwindet. (Wie beim Zunami...)
Und ganz ehrlich, würden wir 80 Millarden jährlich zur verfügung stellen. Glaubt irgendwer ernsthaft die würden bei den bedürftigen Menschen ankommen? Bereiten wir uns lieber auf dunkele Zeiten vor und hoffen zu den überlebenden einer langen katastrophalen Epoche der Menscheit zu gehören.
Wieso ist denn Reisanbau bitte genauso schädlich wie die Verbrennung fossiler Rohstoffe? Gewagte These, die man nicht einfach so komplett ohne jede Untermauerung in den Raum stellen sollte wenn man ernstgenommen werden will.
Ansonsten: Ziemlich sozialdarwinistischer Ansatz ("survival of the fittest")... Aber wenn Sie meinen, das alles, die Armut und Unterprivilegiertheit der Menschen im Süden geht Sie nix an: Doch, denn wir in den reichen Industrienationen tragen sowohl historisch (Kolonialismus) als auch durch unsere Art des Verbrauchs auf dem Rücken der armen Länder (wer will schon mehr für seinen Kaffee / seine Schokolade / seine Baumwolle ausgeben) mit Verantwortung für die Menschen "da unten", die scheinbar so weit weg sind. Gucken Sie mal auf die Etiketten Ihrer Kleidung und überlegen Sie sich bei jedem Stück, dass in irgendeinem dieser armen Länder gefertigt wurde, ob Sie das alles wirklich nix angeht.
Und zu eeg:
In Europa und Amerika und Australien haben die Menschen, die an den Küstenregionen leben, das nötige Kleingeld (bzw. Versicherungen) und die nötige Infrastruktur, um vor einer Flut zu fliehen. Bangladesh aber z.B. ist so dicht besiedelt, dass den Ärmsten nur noch die Küstenregion "übrigbleibt" und wer da überflutet wird, ersäuft halt oder, gesetzt den Fall er/sie konnte fliehen, verhungert danach. Das ist keine Polemik, sondern bereits jetzt Realität.
Auch in Amerika ist der Klimawandel für die Armen verheerender, das stimmt - siehe der Sturm "Katrina", wo es letztendlich auch nur die Armen und Unterprivilegierten waren, die nicht fliehen konnten und/oder jetzt mit den Folgen allein gelassen sind. Die Reichen sind eben generell besser versichert und können sich danach ihre Häuer wieder aufbauen, auch Versicherungen muss man sich halt erstmal leisten können.
"Die Industrieländer seien zwar verantwortlich, aber nicht die Hauptleidtragenden. Während es dort genügend Mittel gebe, sich an den Klimawandel anzupassen..."
"Die 250-seitige Studie befasst sich vor allem mit Folgen für jene 2,6 Milliarden Menschen, die mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen müssen..."
also, klimawandel betrifft JEDEN, nur wir westler werden daran nich so schnell zugrundegehen...
Viele von ihnen leben in der Nähe der Küsten Afrikas und Asiens, sind also von steigenden Meerespiegeln besonders betroffen.
Europa und Amerika und Australien nicht ? ? ?
Andere leben von Landwirtschaft und bekommen veränderte Niederschläge und ausbleibende Regenzeiten zu spüren.
Europa und Amerikla und Australien nicht ???
Ist die Klimaerwärmung nur in Afrika und Asien zu merken ?