Forscher belegen mit drastischen Zahlen, wie genau sie den globalen Wandel vorhersagen können.
Dies war der Tag der klaren Worte. "Es ist keine Frage, dass die Zunahme des Treibhausgases auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist", sagte Susan Solomon vom Weltklimarat IPCC am Freitag in Paris.
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Voraussichtlicher Temperaturanstieg der Erdoberfläche. (© Grafik: SZ)
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"Die Debatte muss ab heute zu Ende sein, und die Politik muss mit dem Handeln beginnen", forderte der Chef des UN-Umweltprogramms (UNEP), Achim Steiner.
Die Voraussetzungen dafür sind zumindest gut, denn die 21-seitige "Zusammenfassung für Politiker" des neuen IPCC-Berichts genieße "die Akzeptanz aller Regierungen der Welt", sagte IPCC-Präsident Rajendra Pachauri.
Mit "sehr hoher Sicherheit", so der jetzt veröffentlichte Text, habe die Menschheit durch ihre Emissionen und die Veränderungen bei der Landnutzung die Erde erwärmt. Das wisse man heute genauer als beim bisher letzten Report 2001. Die bereits eingetretene Erwärmung sei beispiellos, und das sei "sehr wahrscheinlich" auf die Freisetzung von Treibhausgasen wie Kohlendioxid oder Methan zurückzuführen. Als Folge sei es "praktisch sicher", dass die meisten Länder im 21. Jahrhundert mehr heiße Tage und Nächte erleben werden und weniger Frostperioden. All das hatte der Bericht 2001 weniger scharf formuliert.
Mit höherer Sicherheit als zuvor könne die Wissenschaft zudem vorhersagen, so Susan Solomon, dass Länder in subtropischen Regionen weniger Niederschläge bekommen werden, die in hohen nördlichen Breiten mehr. Eine Zunahme von Hitzewellen und schweren Regenfällen sei "sehr wahrscheinlich", heißt es im Report, die Ausweitung von Dürreregionen und die Verstärkung von tropischen Stürmen wie Hurrikanen immerhin "wahrscheinlich". Diese Abstufungen beruhen auf einer einheitlichen Sprachregelung, die das IPCC seinen Autoren auferlegt hat.
"Es gibt kaum noch Zweifel am menschengemachten Klimawandel"
"Sehr wahrscheinlich" dürfen sie nur schreiben, wenn die berechnete Wahrscheinlichkeit über 90 Prozent liegt. Deutsche Klimaforscher bekräftigten angesichts dieser Zahlen die zentrale Botschaft des IPCC-Reports. "Der Bericht stellt ganz klar fest, dass der Mensch überwiegend an der globalen Erwärmung Schuld hat. Natürliche Faktoren spielen eine völlig untergeordnete Rolle", sagte Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Martin Claußen, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, ergänzte: "Es gibt kaum noch Zweifel am menschengemachten Klimawandel." Dies mache der Bericht "so deutlich wie nie zuvor".
Seit Montag hatten Forscher und Regierungsvertreter in der französischen Hauptstadt gerungen, um der Zusammenfassung den letzten Schliff zu geben. Dabei hatten manche Beobachter befürchtet, Politiker könnten den Text verwässern, hier ein "womöglich" einfügen, dort die Formulierung einer Wahrscheinlichkeit verändern. Doch das ist überwiegend nicht geschehen. Wer den nun veröffentlichten Text mit den beiden letzten internen Entwürfen vergleicht, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen, findet eher eine Zuspitzung der Botschaft. Einschränkungen sind verschwunden, bekräftigende Sätze eingefügt, und die erwarteten Werte für die globale Erwärmung noch einmal angestiegen.
Das IPCC sieht nun eine Temperaturzunahme bis zum Jahr 2100 um 1,1 bis 6,4 Grad Celsius voraus, verglichen mit dem Durchschnittswert der Jahre 1980 bis 1999. Im letzten Entwurf des neuen Berichts standen noch Zahlen, die 0,1 Grad niedriger waren (SZ, 1.2.). Die breite Spanne erklärt sich aus zwei Faktoren.
Zum einen hat der Weltklimarat sechs verschiedenen Szenarien zugrundegelegt, wie sich die Welt in der Zukunft entwickeln könnte. Sie beginnen beim Szenario B1, sozusagen der heilen, der vernünftigen Welt, die sich auf Maßnahmen gegen den Klimawandel einigt und Energiespartechnik nutzt. Am anderen Ende des Spektrums steht das Szenario A1Fl, bei dem mit der Wirtschaft auch der Verbrauch von fossilen Brennstoffen wie Erdöl oder Kohle wächst, die große Mengen Treibhausgase freisetzen.
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überschrift: Die Katastrophe hat schon begonnen.
Ich denke mal: Der Klimawandel hat schon begonnen. das wollten sie sicher auch damit sagen.
Eine Katastrophe haben wir "noch" nicht. es ist schon sonderbar, seit 20 Jahren und länger wird davon geredet, seit dieser Zeit wird das ignoriert. Wir hatten nur ein Ziel: Schneller-höher -weiter. Das Ziel ist erreicht, aber um welchen Preis?
Wir hatten ein lebensziel :Konsum-Leben- Spass. wir hatten alle Spass. es wurde geräubert , was die Erde hergab. Doch jetzt ist der Spass vorbei. Jetzt bricht eine Horrormeldung nach der anderen über uns herein, auch die Panikmacher nutzen die Gunst der Stunde und alle , die sich von dieser Stimmung "Profit" versprechen. Das dürften einige sein.
Ich will nichts verharmlosen, doch Hysterie ist auch nicht angebracht. Wer zu spät die Zeiche der Zeit , der Erde erkennt , kommt eben unter Zeitdruck. Das haben wir un selber zuzuschreiben. Seit Jahren ist der ernst der Lage sichtbart, doch niemand reagierte, die Klimagipfelchen waren nichtmehr als einer Partytreff.
Jetzt plötzlich werden alle aufgescheucht und suchen und finden alle möglichen und nicht relevanten Rezepte, wirksame - sofort durchführbare Maßnahmen umschifft man immer noch.
Da stelle ich die Frage: Ist es ernst? Wenn "ja", dann helfen keine Trippelschrittchen.
Wenn "nein," dann ist das ganze Aufbauschung, eine Panikmache und dient nur der Durchsetzung von Interessen auf dem Energiesektor.
Was ist nun wirklich.? Können wir uns langsam anpassen, oder eilt es? Die Vorhaben bis 2020 wären dann echt ein Witz. Die Nicht -Reduzierung des Verkehrs- Transporte, überflüssige Waren einfliegen aus sonstwo her, fliegen ohne Flugbenzinsteuer-Klerosin-Steuer, Lebensmittelverarbeitung über 3 Arbeitsgänge auf 3 länder verteilt und tranportiert, das wäre dann verantwortungslos. Muss die Milch nach Italien, zum Buttermachen, in die Schweiz zu Milchpulver machen, nach Fankreich zum Joghurt machen und zurück?
Was da täglich kutschiert wird, Kartoffel nach Italien zum Schälen und wieder zurück. Haben wir eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Ach so, weil das billiger ist. Naja, jetzt zahlen wir die Einsparungen für den Klimaschutzgegen den Klimawandel, der ohnehin nicht mehr aufzuhalten ist. Gier hat seinen Preis. Wo ist da der Gewinn? Antworten erwünscht.
Natürliche Faktoren spielen eine völlig untergeordnete Rolle", sagte Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.
Dies ist ja gerade eine der großen Schwächen der Klimarechenmodelle, dass ihre Betreiber die Vorgabe erfüllen müssen, natürliche Faktoren weitgehend zu eliminieren. Ansonsten werden Berechnungen so umfangreich, dass sie selbst mit den größten Computern nicht mehr beherrschbar wären.
Man hat eine teilweise Eliminierung bereits versucht, indem man die auf natürliche Faktoren beruhende änderungen des Klimas während der Kleinen Eiszeit durch statistische Sonderbehandlungen hat verschwinden lassen.. Die als Ikone im letzten Klimaforscherbericht auf Seite 3 herausgestellte Hockeystick-Kurve, bei der die Kleine Eiszeit verschwunden war, ist in dem jetzigen Bericht 4 nicht mehr aufgetaucht. Dabei war die entscheidende Kritik von den der Main-Stream-Klimatologie nicht angehörenden Spezialisten ausgegangen.
Die Sonne soll im 21. Jahrhundert keinen Einfluss auf Veränderungen globaler Temperaturen haben. Wer will so etwas schon glauben? Astrophysiker äußern genau das Gegenteil. Ab 2120 werden wir danach eine ähnliche Sonnenfleckenkonstellation haben wie während der Kleinen Eiszeit mit wesentlich kühleren Temperaturen.
Die Menschheit hat es immer noch nicht kapiert...wenn im Weltklimabericht von einer über 90%igen Wahrscheinlichkeit die Rede ist, dann fällt der IPCC Leitung nichts Besseres ein als den Autoren ein "Sehr wahrscheinlich" zuzugestehen. Nun wird dieser Sachverhalt hier (sueddeutsche.de) sehr gut ins kritische Licht gerückt, aber wo sonst noch. Sie selbst wissen, es bedarf einer nicht ganz so kritischen Zeitung für den etwas einfachereren Leser (entschuldigen Sie den Ausdruck) um aus einem: "very probable" ein einfaches "probable" oder gar ein "not so probable at all " zu kreieren.
Auch wenn die Alarmglocken mittlerweile kreischend schrillen, so klingen sie doch für die meisten, nicht zuletzt wegen einstelliger Prozentzahlen plötzlich so lieblich.