Darum ist die Hilfe der Bremer Wissenschaftler willkommen. Doktoranden untersuchen die Todesursachen schwindender Seegraswiesen, der Kinderstuben vieler Fische; sie erkunden das Überleben von Korallen- und Fischlarven im verschmutzten Wasser vor Makassar und inspizieren den Zierfischhandel, für den lebende Fische mit giftigem Zyanid gefangen werden. Nebenbei bringen sie einheimischen Studenten Ökologie bei.
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Yvonne Sawall interessiert sich für die Widerstandskräfte der Korallentiere. Sie inspiziert unter Wasser Tontafeln, die sie in geschädigten Riffen auf tote Korallenblöcke geschraubt hat. Sie vergleicht, wie viele der winzigen Korallenpolypen sich neben Würmern, Algen und Bakterienschleim darauf ansiedeln. An erwachsenen Korallen untersucht sie, wie Stoffwechsel und Gewebe auf unterschiedliche Wasserqualität reagieren.
Das Wachstumspotential der Nesseltiere gibt Grund zur Hoffnung. Anders als Meeresbiologen lange angenommen haben, können sich Korallen nach Störungen schnell wieder erholen. Eigentlich stünde dem nichts im Weg. Die Dynamitfischerei geht zumindest im Spermonde Archipel vor Makassar zurück, sagt Moka - die Polizei hat viele Boote und Sprengstoff beschlagnahmt.
Auf losen Korallenfragmenten schaben vielerorts Wellen die Jungkorallen wieder ab. Künstliche Riffstrukturen könnten Abhilfe bieten. Sebastian Ferse vom Bremer ZMT, nahm in Sulawesi eine vielversprechende Technik namens Biorock unter die Lupe, bei der Schwachstrom die Kalkablagerung und so das Korallenwachstum fördert.
Weniger fischen, mehr fangen
Sein Fazit: Nicht alle Arten profitieren gleich von den Wachstumsförderern, manche wachsen sogar schlechter. "Die Wissenschaft der Riffrekonstruktion steckt noch in den Kinderschuhen", sagt Meeresbiologe Mark Erdmann von der Umweltorganisation The Nature Conservancy.
Angesichts der vielen zerstörten Riffe leisten künstliche Strukturen nur einen kleinen Beitrag zum Wiederaufbau. Abhilfe können nur Meeresschutzgebiete bringen. Die Riffe erholen sich dort erwiesenermaßen von selbst und befruchten umliegende Gebiete mit ihrem Fischreichtum. Am besten funktioniert es, wenn Einheimische für die Schutzzonen verantwortlich sind.
Als Segen für Fischer und Fische erwies sich ein Projekt des Meeresschutzprogramms Coremap im Bonerate Nationalpark in Südsulawesi - dem drittgrößten Korallenatoll der Welt. Die Bewohner verboten für 2003 vor ihren Dörfern das Fischen und verteidigten das Atoll selbst. "Wir fischen weniger, fangen aber mehr Fische", staunte ein Fischer.
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(SZ vom 20.08.2008/gal)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Die Zerstörung der Natur schreitet in vielen Gebieten immer weiter voran und es wird höchste Zeit zum umdenken.
Ich bin noch Jung, möchte aber auch meinen Kindern und Enkeln noch eine vielseitige und gesunde Natur zeigen können und nicht nur Bilder oder Filme von "Früher"
Da ich selbst einige Insel bereist habe weis ich, das abseits der Touristenorte es noch viel schlimmer aussieht.
Müllberge wohin man sieht. Trübes Wasser (Durch Terraforming zwecks Hafenbau) und überall Plastikflaschen.
Ich war an vielen traumhaften Stränden, die so dreckig waren obwohl kaum ein Mensch auf der Insel lebte, das man es nicht wagte zwischen den Öl flecken, Schrott und Müll ins Wasser zu gehen.
Ich glaube man muss bei den Menschen anfangen die dort leben. Es sind ja noch halbe Piraten die kaum einen Sinn haben für Umweltschutz.