Forscher haben angeblich nachgewiesen, dass Menschen später einschlafen, wenn sie am Abend einer Handy-Strahlung ausgesetzt sind. Tatsächlich aber sind zuverlässige Schlussfolgerung noch nicht möglich.
Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Beschwerden der Menschen, die Handys als eine Gefahr für ihre Gesundheit ansehen. Sie werden daher eine Studie eines internationalen Forscherteams als Bestätigung auffassen.
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Stört das abendliche Telefonieren den Schlaf? (© Foto: iStock)
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Nun schrieb die britische Zeitung Independent am Sonntag: "Strahlung von Mobiltelefonen zerstört Ihren Schlaf." Demnach haben die Forscher nachgewiesen, dass Versuchspersonen später einschlafen und weniger Zeit im Tiefschlaf verbringen, wenn sie am Abend einer Strahlung ähnlich der eines Handys am Ohr ausgesetzt sind.
Experten zweifeln jedoch an, dass die Ergebnisse aussagekräftig sind. Auch die Autoren betonen, dass ihre Daten noch bestätigt werden müssten.
Die Forscher um Bengt Arnetz, der im schwedischen Uppsala und in Michigan arbeitet, hatten 71 Freiwillige ins Labor gebeten. Sie trugen drei Stunden pro Abend ein Gestell auf dem Kopf, das einen Handy-Sender etwa zehn Zentimeter von ihrem linken Ohr fixierte. Er war an einem Abend eingeschaltet, am anderen nicht; weder die Versuchspersonen noch die Labor-Mitarbeiter wussten, wann das Gerät aktiv war.
Der Sender strahlte etwa doppelt so stark wie viele moderne Handys, lag aber deutlich unter dem Grenzwert.
Daten von März 2007
Arnetz' Team hatte die Ergebnisse bereits im März 2007 auf einer Konferenz in Peking vorgestellt. Der Aufsatz ist im Konferenzband erschienen, also ohne externe Begutachtung, die sonst in der Wissenschaft ein Qualitätsmerkmal ist.
Aus dem kurzen Text lassen sich zwei Paare von Zahlen extrahieren. Die 71 Versuchspersonen verbrachten ohne Bestrahlung 45 Minuten und mit Bestrahlung 37 Minuten pro Nacht im Tiefschlaf. Sie brauchten bei abgeschaltetem Sender im Mittel 16 Minuten zum Einschlafen, und 22 Minuten, wenn er lief.
Was andere Experten an diesen Zahlen stört: Die Ergebnisse streuten bei den Versuchspersonen so stark, dass erste Zweifel an der Aussagekraft aufkommen.
Erst ein weiterer statistischer Test zeigte, "dass die Unterschiede zwischen den Abenden mit und ohne Bestrahlung signifikant sind", sagt die Mitautorin Lena Hillert vom Karolinska-Institut in Stockholm.
Norbert Leitgeb von der Universität Graz hingegen moniert, die schwedischen Kollegen hätten nicht ausreichend dokumentiert, wie sie zu dieser Aussage gekommen sind. Auch Hillert sagt, "dass wir immer noch keine zuverlässigen Schlussfolgerung ziehen können".
Frühere Studien hatten zwar ähnliche Ergebnisse erbracht, andere aber auch festgestellt, dass die Strahlen einschläfern oder keinen Effekt auf den Schlaf haben. Leitgeb erkennt als Tendenz, dass "es einen Effekt auf den Schlaf gibt, der aber nicht gesundheitsrelevant ist".
Als besondere Pointe hatte der Independent übrigens angeführt, dass die Arnetz-Studie von einem Zusammenschluss der Handy-Hersteller finanziert worden sei.
Der Artikel stellt sie nun als "beschämt" dar: Die Organisation versuche jetzt, die Ergebnisse als "nicht beweiskräftig" abzutun. Dieser Meinung stimmen aber sogar die Autoren der Studie zu.
(SZ vom 22.01.2008/mcs)
Streit um Parteispitze bei der Linken
Kommentar 1/3:
Bereits im Jahr 1996 [2] machte Herr LEITGEB (wenn auch "nur" in ÖSTERREICH) dadurch auf sich aufmerksam, dass er Gesundheitsrisiken durch (Zitat) "GSM-Handy-Stationen" ausschloss und "Elektrosmog-Warnungen" als haltlos zurückwies!
Seither fällt der mit einer (universitären) "Lehrbefugnis im Fach KRANKENHAUSTECHNIK" (!) ausgestattete Herr LEITGEB [2] immer wieder dadurch auf, dass er sich - als TECHNIKER (!) - besonders gern zu Themen, wie »möglichen« BIO!-logischen (!) Mobilfunknebenwirkungen "meldet" (und von den Medien bevorzugt widergegeben wird ...). Berichtete BIO!-logische Effekte werden entweder kategorisch als "nicht bewiesen", nicht kausal, inkonsistent, etc. abgetan oder kontinuierlich für (zumindest) gesundheitlich (MEDIZINISCH) unrelevant (!) erklärt. Begründet wird das u.a. auch damit, dass ja die Erwärmungsschutz-Grenzwerte von "ICNIRP e.V.", eines in München [3] registrierten "Altherrenclubs" [4] eingehalten werden.
Die Tatsache, dass diese Grenzwerte - bekanntermaßen - als "6 Minuten-Mittelwert" nur vor "Überhitzung" (!) schützen können, bleibt dabei ganz offensichtlich unberücksichtigt.
Die Aussagen des Herrn LEITGEB sind dennoch von ganz besondere Bedeutung, denn seit 2003 [5] (!) ist er auch Mitglied einer Gruppe ("SSK" - "Strahlenschutzkommission"), die das BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) in den Angelegenheiten des Schutzes vor Gefahren ionisierender und nichtionisierender Strahlen berät (!). [6] Dort leitet Herr LEITGEB - als ÖSTERREICHISCHER »Experte« - sogar den Ausschuss Nichtionisierende Strahlen. [7] Herr LEITGEB ist übrigens auch "Consultant Member" des bereits erwähnten, sehr "gewichtigen" Münchner Privatvereins ICNIRP e.V.! [8]
In Zusammenhang mit "ICNIRP e.V." und "SSK" darf auf das Buch "MOBILFUNKPOLITIK UND FORSCHUNG - DIE FÄLSCHER" - SIE IRREN NICH, SIE LÜGEN" (Neuerscheinung im Februar 2008) verwiesen werden. [9]
Auch am 23/08/07 "beruhigte" Herr LEITGEB wieder einmal - und zwar mit der bedeutsamen Aussage: "... Diese Grenzwerte sind erfreulicherweise so niedrig, dass man eine direkte Wirkung ausschließen kann." [10]
es folgt Kommentar 2/3
Kommentar 2/3:
Ein "Blick über die Grenze" offenbart über Herrn LEITGEB drei weitere, interessante Aspekte:
1.) Herr LEITGEB ist, bzw. war dort (sogar) direkter Auftragnehmer der Mobilfunkindustrie [11] (!), bzw. des primär von ihr (in Österreich) finanzierten (!) Lobbying-Vereines "FMK" - "Forum Mobilkommunikation" [12] [13], der wiederum Mitglied des von der Industrie mit einer "wissenschaftlichen Aura" ausgestatteten Vereins Forschungsgemeinschaft Funk e.V. ist. [9] [14]
2.) Der TECHNIKER (!) LEITGEB wird in ÖSTERREICH zwar "BIOMEDIZINISCHER FACHEXPERTE" (!) bezeichnet [15], ein Eintrag als gerichtlich beeideter Sachverständiger findet sich jedoch nicht. [16]
3.) Von einem PHYSIKER (!) wird Herr LEITGEB unter der Rubrik "VERHARMLOSER" (!) präsentiert und diese "Qualifikation" auch mit den entsprechenden Beispielen untermauert. [17]
Auch die aktuelle Kritik des Herrn LEITGEB an der schwedischen Studie stößt - BIOPHYSIKALISCHE (Grund-) Kenntnisse vorausgesetzt - mit der Aussage "Wenn man am Telefon nur zuhört, ist die gesendete Strahlung um den Faktor hundert reduziert." [18] auf Unverständnis:
Ganz offensichtlich wird vom (BIOMEDIZINISCHEN FACH-) »Experten« LEITGEB nicht (an-) erkannt, dass der DTX-Modus ("Sprechpausen") eine NIEDER-frequente Pulsrate von ca. 2Hz bzw. ca. 8Hz verwendet [20], also Frequenzen, die "mitten" im Bereich der EEG-Aktivitäten des MENSCHLICHEN Gehirns, (ca. 1-30Hz!) liegen. Dass Interferenzen, also physikalisch triviale Interaktionen grundsätzlich von der (gleichen) Frequenz und nicht von der Strahlungsstärke (Erwärmungswirkung) abhängen, sollte (auch) einem »Experten« bekannt sein, besonders dann wenn es sich dabei (an sich) um einen TECHNIKER (!) handelt. Über diesen (rein) BIOPHYSIKALISCH denkbaren Effekt wurde bereits 2003 (!) im Rahmen einer Literaturstudie berichtet [21] und sollte der »Scientific Community« daher durchaus "bekannt" sein.
Die grundsätzliche Möglichkeit von nachhaltigen (!) EEG-Veränderungen, verursacht durch NIEDER-frequente gepulste elektromagnetische Felder (EMF) wurde übrigens schon 1995 (!) vom - dem Herrn LEITGEB persönlich bekannten - MEDIZINPHYSIKER v. KLITZING festgestellt, veröffentlicht und darf daher durchaus als (zumindest) »wissenschaftlicher« Hinweis in Erinnerung gebracht werden. [22]
es folgt Kommentar 3/3
Kommentar 3/3:
Im Jahr 2006 führte auch Herr LEITGEB, im Auftrag von zwei österr. Ministerien eine "Schlafstudie" durch, das zusammengefasste Ergebnis lautete: "Wenn wir einen Zusammenhang in den kritischsten Fällen nicht nachweisen können, so ist er auch sonst nicht zu erwarten." und "... hat vielen Probanden Erleichterung gebracht und rechtfertigt jedenfalls die verbreiteten Ängste nicht." [23]
In einer im Jahr 2007, im Auftrag des BMU (!) durchgeführten (Erweiterungs-) Studie stellte (selbst) Herr LEITGEB "subtile Auswirkungen auf das Einschlaf-Verhalten" fest (!), "erkannte" dieses Ergebnis als "für die Diskussion über »mögliche« Wechselwirkungs-Mechanismen schwacher (NICHTTHERMISCHER) hochfrequenter EMF von Bedeutung" und "empfahl" (sogar) eine Absicherung durch weitere Untersuchungen (!). [24] [25]
Das "Erkennen" von »möglichen« NICHTTHERMISCHEN Wechselwirkungs-Mechanismen "schwacher Felder" durch den TECHNIKER LEITGEB fand in der »Scientific Community« grundsätzlich zwar schon 1932 statt, jedoch "nur" durch einen MEDIZINER (!) - Zitat: "Durch »Wärmewirkung allein« lassen sich diese Erscheinungen nicht erklären." [26]
Mitbürgern, die sich »ernsthaft« für BIO!-logische Mobilfunknebenwirkungen interessieren, darf abschließend nochmals die Broschüre "DIE FÄLSCHER" empfohlen werden, da sie auch auf das "Phänomen" der "WISSENSCHAFTSKRIMINALITÄT" (Sie irren nicht, sie lügen ...) eingeht. [9]
Literatur- und Quellangaben:
[1] "Kleine Zeitung" vom 12/11/96 (Tageszeitung in Österreich)
[2] http://tinyurl.com/36t2qh
[3] http://tinyurl.com/2gwydj
[4] http://tinyurl.com/yo9vqo
[5] http://tinyurl.com/22cv5v
[6] http://tinyurl.com/ypqwwv
[7] http://tinyurl.com/yse5gj
[8] http://tinyurl.com/yu2ds9
[9] http://tinyurl.com/34upe7
[10] http://tinyurl.com/2v3357
[11] http://tinyurl.com/3y2lny
[12] http://tinyurl.com/2wedbb
[13] http://tinyurl.com/2m63vj
[14] http://tinyurl.com/37ltl2
[15] http://tinyurl.com/2onee6
[16] http://tinyurl.com/38wgae
[17] http://tinyurl.com/2ldwpm
[18] http://tinyurl.com/2sgztm
[19] http://tinyurl.com/2p38zr
[20] http://tinyurl.com/2l4sn5
[21] http://tinyurl.com/32cfd6
[22] http://tinyurl.com/3cfgpc
[23] http://tinyurl.com/2ptfln
[24] http://tinyurl.com/3cgdsb
[25] http://tinyurl.com/2tf3ke
[26] http://tinyurl.com/yv8b6q
Kommentar 3/3 Ende
Nun fällt die ganze "seriöse" Onlinepresse über diese Studie und ihre Macher her, statt sich kritisch über die Berichterstattung der "Regenbogen- und Boulevard"-Presse zu äußern.
Es wäre mir lieber gewesen, wenn Süddeutsche, Welt, Spiegel und wie sie alle heißen, die unverantwortliche Berichterstattung in der Boulevardpresse bemängelt hätte. Nicht nur in diesem Fall.
Es wäre mir lieber gewesen, wenn Süddeutsche, Welt, Spiegel und wie sie alle heißen ein bisschen neutraler geblieben wären bzw. nur ein winziges bisschen kritischer gegenüber der Mobilfunktechnik als gegenüber den Machern solcher Studien wären.
Es wäre mir lieber gewesen, wenn man den Versuch etwas genauer beschrieben hätte, z.B. wurde die Strahlung unmittelbar vorm Schlafenlegen abgeschaltet oder wurden die Personen auch während der Einschlafphase bestrahlt? Wurde Melatonin- und Stresshormone im Blut bestimmt? usw... Keine Angst, liebe Redakteure! Den durchschnittlichen Süddeutsche-Leser überfordert man mit solchen Infos normalerweise nicht.
Ich glaube, dass in die Aussage der erwähnten Studie vielmehr vom Journalismus hineininterpretiert wurde als die Macher eigentlich damit aussagen wollten.
Dennoch habe auch ich Bedenken, dass Funkstrahlung vor allem während des Schlafes möglicherweise gesundheitlichen Schaden anrichten könnte. Solange über das *Ob* und das *wie stark* keine wirkliche Klarheit herrscht und jede noch so kleine Studie sofort wieder von sogenannten Experten zerrissen wird, schürt dies nicht nur mein Misstrauen.
Und solange werde ich nachts mein Handy, meine DECT-Telefonbasisstation und WLAN ganz einfach abschalten - und Ruhe ist. (oder Funkstille? ;-)
was fuer experten denn? von T-mobil bezahlte?
auf alle faelle bestaetigt dies schon mal gewisse vermutungen die hin und wieder geaeussert werden. sollte hier mal was bestaetigt werden wuerde es eine klagewelle ihne gleichen geben, da sei die industrielobby vor!
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