Müssen Silvesterkracher in Zukunft die gleichen Warnungen tragen wie Zigarettenschachteln? Es gäbe allen Grund dazu, denn die Feinsstaubbelastung durch sie ist enorm.

Zum Jahreswechsel haben Meteorologen vor einer extrem hohen Feinstaubbelastung gewarnt. Durch Raketen und Knaller liege diese vielerorts weit über den normalen Werten, teilte der Wetterservice donnerwetter.de in Bonn am Montag mit.

Silvesterraketen

Die Feinstaubbelastung ist aufgrund der Silvesterkracher in der Nacht zum 1. Januar besonders hoch. (© Foto: ddp)

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Die Meteorologen hatten vor einem Jahr die Feinstaubbelastung in einem Bonner Wohngebiet während der Silvesternacht gemessen. Normalerweise lägen die Feinstaubkonzentrationen der Außenluft bei etwa 22 Mikrogramm. "Kurz nach Mitternacht haben wir Werte über 140.000 Mikrogramm gemessen - das 6.300-fache", sagte Meteorologe Karsten Brandt.

In verrauchten Bonner Szenekneipen hätten sie hingegen Werte bis zu 4.000 Mikrogramm gemessen. Eingeatmete Feinstaubpartikel können Entzündungen, Asthma und sogar Krebs auslösen. Laut einer EU-Studie sterben europaweit jährlich rund 310.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub - 65.000 davon in Deutschland. Die EU-Grenzwerte liegen bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

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(dpa/reb/sonn)