Wie beim Zahnarzt
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Was dabei genau im Gehirn passiert, hat sich Henrik Walter angeschaut. Der Psychologe von der Universität Bonn blickt mit Hilfe funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) unter die Schädeldecke und erkennt so, welche Zentren des Gehirns gerade besonders aktiv sind. Walters Arbeitsgruppe zeigte jungen Frauen (weil sie stärker emotional reagieren) acht Sekunden lang Bilder mit neutralem oder erschreckendem Inhalt. Erwartungsgemäß waren bei den neutralen Bildern die Nervenzellen im Gefühle verarbeitenden Mandelkern weniger aktiv.
Aber was passiert, wenn die Frauen wissen, dass gleich ein unangenehmes Bild erscheinen wird? Schon in der Erwartung von Unangenehmem werden die Mandelkerne aktiv. "Das ist wie beim Zahnarzt, wo man schon im Wartezimmer zittert", erläutert die Medizinpsychologin Susanne Erk aus dem Bonner Team. Wenn die Frauen aber versuchen sollten, die unangenehmen Gefühle zu verdrängen, sprachen ihre Mandelkerne weniger stark an. "Dafür wurden Nervenzellen hinter der Stirn aktiver, wo das bewusste Denken angesiedelt ist", so Erk. Die Angst lasse sich noch besser bewältigen, wenn man sich mit etwas wirklich Interessantem beschäftigt, sagt sie. Statt in diversen Illustrierten zu blättern, sollte man im Wartezimmer lieber komplexe Denkaufgaben lösen. Bei den Frauen im Tomographen feuerten die Mandelkerne dann jedenfalls weniger stark.
Ereignisse immer neu bewerten
Reguliert werden aber nicht nur die Gefühlsintensität und der äußere Eindruck, betont der Psychologe Klaus Scherer von der Universität Genf. Ständig bewertet der Mensch Ereignisse neu. Dabei spielt das Umfeld eine Rolle, aber auch Gelerntes. Auch das Gedächtnis und das Selbstverständnis funken in diesen Abgleichprozess, der nur zum Teil bewusst abläuft. Dennoch beeinflusse er physiologische Reaktionen wie die Hormonausschüttung und verändere auch die Motivation, etwas zu tun oder zu lassen.
Einen Eindruck von der Komplexität der Abläufe vermittelt Klaus Scherer am Beispiel zweier nicht gerade fröhlicher Frauengesichter. Die Frauen warteten an einem leeren Band auf ihr Fluggepäck. Über 100 solcher Fluggäste wurden in Genf - bei einem fingierten Gepäckverlust - gefilmt und danach befragt. Das Erstaunliche: Niemand verspürte einfach nur Ärger. Fast alle erlebten einen Mix aus Gefühlen, die sich im Alltag offenbar überlagern, ablösen und durch die Situation reguliert werden. Stress, Traurigkeit, Indifferenz und Humor - sie alle spielten eine unterschiedlich große Rolle. Diese Vielfalt ist eine weitere Antwort auf die Frage nach der Regulation von Emotionen. Sie ist äußert individuell.
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Linke-Parteitag in Göttingen
die ganze Generaiton, die mit Segio Leone und Clint Eastwood aufgewachsen ist, hat versteinerte Gesichtszüge bekommen. Da kann man nur sagen: "irgendeiner wartet immer!"
Erst erklären uns die Psychologen jahrelang:
Wer schreit hat unrecht
Wer Emotionen zeigt ist leichter zu lenken
usw...
Viele Verhaltensregeln werden uns Tag für Tag von Psychologen um die Ohren gehauen
und wenn sie dann bemerken, das sie, die Psychologen, Erfolg hatten, dann kommen sie auf die verwunderte Tour
Nanu, warum zeigen denn die Leute keine Emotionen....wunder wunder
da müssen wir eben ein paar Studien erstellen, die beweisen, daß es gut ist Emotionen zu zeigen und den Leuten beibringen wie das geht
Arbeitslos werden die nie!