Auf der Münchner Zukunftskonferenz DLD traf die personifizierte Zukunft der Biotechnologie, Craig Venter, auf den Evolutionsbiologen und Religionskritiker Richard Dawkins.
Digital oder biologisch? Auf der Münchner Zukunftskonferenz DLD (Digital Life Design) gab es am vergangenen Montag einen Moment, der an die Hölzchen-Übergabe beim Staffellauf erinnern konnte:
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Richard Dawkins und Craig Venter auf der Münchner Zukunftskonferenz DLD. (© Foto: dpa)
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Nach einer eher zähflüssigen Diskussion über Sinn und Zweck sozialer Plattformen im Internet trat ein gedrungener Mann auf die Bühne, stellte sich als John Brockman vor und kündigte an, dass von jetzt an eine Stunde nur über Biologie gesprochen werden würde.
John Brockman ist nicht irgendein Moderator. Im Spätsommer 2007 hat er in seinem Landhaus in Connecticut das inzwischen legendäre "Life: What a Concept!"-Symposium veranstaltet, bei dem sechs Pioniere der Naturwissenschaften gemeinsam eine ganze neue Wissenschaftsära ausriefen:
Nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms würden schon bald eigene Genom-Sequenzen geschrieben werden können. Und damit bräche das biologische Zeitalter an.
Maßgeschneiderte Gene
Auf die Münchner Konferenz hatte Brockman nun mit Craig Venter den wichtigsten Kopf seines damaligen Treffens mitgebracht. Der amerikanische Unternehmer, Molekularbiologe und Erst-Entschlüssler des Genoms ist die personifizierte Zukunft der Biotechnologie.
Nicht nur, dass Venter in den letzten Jahren die Zahl der bekannten Gene mehr als verdoppelt hat, bereits vor dem Treffen in Connecticut hatte er ein Patent auf die erste künstliche Lebensform überhaupt angemeldet - sein Mycoplasma laboratorium soll einmal das erste sich durch eigene Zellteilung fortpflanzende Kunst-Chromosom überhaupt werden. Und einmal, das bedeutet in Venters Welt noch im Kalenderjahr 2008.
Brockmans zweiten Gast begeisterten diese Aussichten. Der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins, zuletzt vor allem mit seinen Büchern "Das egoistische Gen" und "Der Gotteswahn" bekannt geworden, beschwor, wie nahtlos sich die Möglichkeiten einer "synthetischen Biologie" in Darwins Evolutionslehre einpassen ließen.
Für Dawkins ist von menschlicher Fortpflanzung bis zur Laborschaffung neuer Mikroben alles ein großer Testlauf der Natur - zwar unkorrigierbar, vor allem aber unaufhaltbar. Im rasanten Vorwärts der Evolution hat der Mensch ohnehin keine Wahl und braucht deshalb auch kein genbiologisches Experiment zu scheuen.
Craig Venter, dem das Vergnügen an den rasanten Fortschritten seines Instituts deutlich anzusehen war, argumentierte da vorsichtiger. Im Wissen um die Vorbehalte der Europäer gegen Genmanipulationen betonte er vor allem die dringende Notwendigkeit forcierter Eingriffe in den Bauplan der Natur: Die menschlichen Umweltzerstörungen hätten derart irreversible Schäden angerichtet, dass nur noch die Flucht nach vorn helfe.
Maßgeschneiderte Gene gegen Kohlendioxid
Seinen Kunst-Chromosomen will er eines Tages maßgeschneiderte Gene aufsetzen, die beispielsweise den Kohlendioxid-Überschuss einfach aus der Luft saugen oder Licht in Wasserstoff umwandeln können.
Venter focht seine Sache gut, prangerte die restriktiven Gen-Gesetzgebungen vieler Nationen an und beschrieb die Zukunft detailliert als Selektionsvorgang, der wenigstens nicht ganz so chaotisch wie bisher ablaufen müsse.
Zur Einführung hatte Conferencier Brockman noch im Scherz postuliert, dass mit Venters Forschungen jede Hauskatze schon bald in einen Haushund verwandelt werden könne - Venter distanzierte sich scharf von Manipulationen an Säugetieren und sprach ausschließlich von Eingriffen im Molekularbereich.
Verständlicherweise aber wollte er sich nicht einmal auf dieser Ebene zum Herrn über eigene Kreaturen abstempeln lassen. Angesichts unzähliger sich ununterbrochen transformierender Lebewesen sei jeder Schöpfergedanke bloße Mystifikation.
Lachend verbeugte er sich vor Dawkins religionskritischer Polemik "Der Gotteswahn": Wo es keinen Gott gebe, könne man auch nicht Gott spielen.
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(SZ vom 22.01.2008/mcs)
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Hallo Dagobert
Zum Einstieg in die Materie Evolution empfehle ich ihnen jetzt einige Bücher, in denen sie meiner Meinung nach hinlänglich über den Stand der Forschung und akzepiertes Lehrwissen informiert werden sollten. 1. Evolution von D. Futuyma und 2. This is evolution von E. Mayr. Des weiteren lege ich ihnen noch die Lektüre einiger Werke von E.O. Wilson ans Herz. Alles Werke anerkannter und hochgeschätzter Experten auf dem Gebiet der Evolutionsbiologie. Hier sollten ihr Bedürfnis nach Antworten dann fürs erste befriedigt werden . Im Anhang der Bücher befindet sich auch ein reichhaltiges Quellenverzeichnis mit noch mehr Literatur zum weiterlesen. Zu befürchten steht allerdings, daß dann eintritt, was ich gerne als Lotuseffekt beschreibe. Egal wieviel Wissen man drüberlaufen läßt, es perlt alles ab und bleibt nicht haften weil nicht sein kann was nicht sein darf. Des weiteren sollten sie sich den Begriff des Darwinismus noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Den gibt es nämlich nicht. Er wird aber immer wieder gerne von Leuten die der ID-Idee nahestehen herangezogen, um die Evolutionsbiologie in einen negativ behafteten -Ismus zu stecken und sie dann oft in eine Reihe zu stellen mit Kommunismus, Nationalsozialismus und anderen -ismen. Es gibt auch keine Gravitationisten (die dann vermutlich Newtonsten hießen) oder Einsteinisten, oder Schrödingeristen. Gravitation ist übrigens ein sehr interessantes Feld. Man sieht sie nicht man fühlt sie nicht sie ist noch nicht wissendschaftlich entschlüsselt und trotzdem ist sie da. Möglicherweise und das wäre dann die Art wie ID-Befürworter mit pseudowissenschaftlichem Eifer an das Thema herangehen würden, gibt es einen intelligenten Gravitationen der sich das ausgedacht hat und alles nach unten zieht ...... eine Art umgedrehter Puppenspieler vielleicht.
Viel Erfolg beim lesen ...........Ende des Gesprächs
Entschuldigung, ich habe beide nicht gelesen, somit kann ich zu diesen 2 Herren nichts sagen.
Unter Mikroevolution verstehe ich das Anpassen von Arten im kleinen Rahmen. Anpassungen aufgrund klimatischer oder anderer Veränderungen eben Mikro da eine Veränderung im kleinen Rahmen. Etwas was man sehen, angreifen, nachvollziehen kann daher auch unbestritten.
Im Gegensatz dazu was Darwin postulierte: Entstehung neuartiger Lebewesen aus anderen Lebewesen heraus. Das war schon immer das Problem der Darwinisten, dass eben keine Zwischenglieder gefunden wurden. Die Logik gebietet, dass es viel mehr Zwischenglieder als endgültige Formen geben muss. Es wurden aber ausschließlich gleichartige Fossilien gefunden. Somit hat der Darwinismus ein grundlegendes Problem.
Noch weiter zurückgehend besitze ich kein Wissen darüber wie Leben entstand und kann es ihnen daher auch nicht erklären. Weiters kenne ich niemand, in persona oder auch nur als Autor, der es weiß. Sie zwar auch nicht, aber wenigstens glauben sie es zu wissen :-) (lesen Sie ihre zwei Beiträge und sie werden auch die Hintergründigkeit dieses Satzes verstehen).
Sie schreiben ausschließlich gegen den religiösen Ansatz, aber nicht für einen Ansatz - genau das aber ist unwissenschaftlich.
Wenn Sie jemand kennen der behauptet zu wissen wie Leben entstanden ist, dann bitte sofort mir mitteilen.
Aus ihren Worten Dagobert sprechen die Bücher von S.Scherer und R.Junker und die Ideen des Kreationismus im Gewand einer Pseudowissenschaftlichen ID-Theorie. Sie können mir bitte einmal erzählen was sie unter "Mikroevolution" verstehen und mir anschließend die Frage beantworten was dann vor der Mikroevolution stattfand bzw. wie sich die Lebewesen entwickelt haben. Und kommen sie mir nicht mit Grundformen die durch einen intelligenten Designer, nennen wir ihn doch der Einfachheit halber Gott ihren Platz gesetzt wurden. Da verlassen wir dann nämlich die Gefilde der Wissenschaft und tauchen ein in das Konstrukt des Glaubens und der Phantasterei. Ich müßte dann auch die Frage stellen wer denn den Designer designed hat. Da habe ich aber leider in vielen Jahren des Fragens nie eine umfassende Antwort drauf erhalten. Immer nur Phrasen, ausweichende Antworten und die Abstempelung als nihilistischen Atheisten. Tut mir leid aber das reicht meinem naturwissenschaftlichen Geist nicht aus. Der will wissen ..... nicht glauben
Noch ein Wort zur Behandlung. Ich bin 27 Jahre alt und befinde mich, seit ich der Sprache in Schrift und Wort mächtig bin in ständig darin. Eine Behandlung aus lesen, versuchen zu verstehen, lernen und erleben, sehen und fühlen. Glauben war mir schon immer fremd. Ich bin ein Mensch der gerne weiß wie es hinter den Kulissen aussieht. Da steht der Glauben im Weg und befriedigt nicht. Auch bei mehrmaligem lesen der Bibel und des Korans sowie einiger anderer "spiritueller" Schriften hab ich nie Antworten auf Fragen bekommen warum der Himmel blau oder das Gras gün ist. Warum Wasser hier flüssig und da fest ist oder die Haut rot wird wenn man zu lang in der Sonne ist. So wie der Glaube keine Antwort auf all diese Fragen hat, bietet er auch keine Antwort auf die Fragen die die Evolution aufwirft auf das woher und wohin.
Nachdem ich ihren Beitrag gelesen habe, habe ich MEINEM nochmals durchgelesen und warum auch immer, kein einziges mal etwas gefunden, dass ihren Ausbruch gegen Gläubige rechtfertigen könnte. Da sie damit ganz offensichtlich ein Probem haben, sollten Sie entsprechende Hilfe in Anspruch nehmen.
Ich stellte die Evolutionstheorie von Darwin in Frage. Das es Mikroevolution gibt bestreitet auch niemand.
Ich weiss, lesen ist etwas das Wissen voraussetzt lieber Freund. Die anderen plappern halt das nach was man ihnen erzählt....
Wissen sie Dagobert1
Ihr Beitrag enthält wieder alles was ich unter einem guten Beitrag verstehe. Ganz viel Meinung, noch mehr Glauben und gegen NULL tendierendes Wissen. Ich stelle mir manchmal ernsthaft die Frage ob Gottgläubigkeit im umgekehrt reziproken Verhältnis zum Wissen steht. Muss es wohl sonst würden nicht soviel Menschen auf diesem Planeten an imaginäre Gestalten auch gerne Gott oder Allah oder Jahwe genannt glauben. Was aber macht die so besonderes und ihre Anbetung so groß,-und einzigartig im Vergleich zur Anbetung eines Steins, Baums, der Sonne oder Zeus oder Jupiter. Ihre Meinung spiegelt ihren Glauben wieder. Den sollen sie auch behalten da tun sie gut daran. Das strengt den Kopf nicht all zusehr an, da muss man nicht selber hinter die Dinge sehen und Fragen stellen, sondern nur schön glauben und beten und alles wird ganz toll mit Sahne und Zucker obendrauf.
Wie oben schon angemerkt präsentiert ihr Beitrag ihr reichlich vorhandenes Nichtwissen und den Versuch diesen Leerraum durch Glauben zu füllen. Und nein ich komme ihnen weder mit dem Archaeopteryx noch lege ich ihnen ans Herz ihre Augen doch etwas weiter öffnen und mal hinter die Kulissen zu blicken. Da würde ihnen dann auffallen, dass die von ihnen angesprochene Evolutionstheorie genau das ist was sie ist. Nämlich eine Theorie die sich auch in der Praxis bewahrheit und das jeden Tag, jede Sekunde, seit Milliarden Jahren. Das Vorhandensein einer Evolution ist aus wissenschaftlicher Sicht weder zu leugnen, noch hat sich je ein Beispiel für ihre Nichtexistenz gefunden. Sicherlich ist sie nicht in all ihren Feinheiten beschrieben und sicherlich besteht dort auch noch Diskussionsbedarf doch vergessen sie nicht ! Jeder Wissenschaftler (schauen sie sich das Wort genau an Wissen-schaffen !!! ) der etwas auf sich hält untersucht seine Ergebnisse, vergleicht sie und stellt sie zur Diskussion, auf das sie möglicherweise, nach reiflicher Diskussion und Beleuchtung von allen Seiten eine Theorie werden. Sie aber beleuchten gar nichts, sie glauben ihre Wahrheit ist unumstößlich und weil sie glauben, dass Fragmente eines 5000 Jahre alten Buchs die Wahrheit erzählen und das unumstößliche Wort Gottes sind und nicht eher die Geschichten von Ziegenhirten die sich ihre neolithische Epoche zu erklären versuchen, haben sie sich sowohl wissenschaftlich argumentativ als auch der Logik nach aufs Abstel
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