Brennstoffzelle Hoffnungsträger für die Umwelt

Brennstoffzellen erzeugen weniger Schadgase, nutzen den Brennstoff sehr gut aus - und sie sind leise

Brennstoffzellen arbeiten völlig emissionsfrei: Bei der Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser, elektrischer Energie und Wärme entstehen keinerlei Schadstoffe. Als Abgas entweicht reiner Wasserdampf.

Brennstoffzelle

Smog in der chinesischen Großstadt Beijing

(Foto: )

Betreibt man Brennstoffzellen mit Methanol, entstehen geringe Mengen von Abgasen bei der Methanolumwandlung im Reformer - jedoch weit weniger als in Verbrennungsmotoren, weil sie bei sehr viel niedrigeren Temperaturen arbeiten.

Ihr Einsatz in Fahrzeugen könnte die Kohlendioxid-Emissionen um rund ein Drittel und die Smog-verursachenden Schadstoffemissionen gegen Null senken. So entstehen keine umweltbelastenden Stickoxide, kein Schwefeldioxid und keine Rußpartikel. Kohlenwasserstoff- oder Kohlenmonoxidemissionen sind kaum nachweisbar. Ähnliches gilt für Brennstoffzellen, die auf Erdgas- oder Benzinbasis arbeiten.

Sie nutzt den Brennstoff besser ausBrennstoffzellen nutzen die Energie des Kraftstoffs um bis zu 50 Prozent effektiver als Ottomotoren und erreichen so erheblich höhere Wirkungsgrade. Und weil die umweltfreundlichen Antriebe mit weniger beweglichen Teilen als herkömmliche Autos auskommen, sind sie außerdem weniger verschleißanfällig. Bei den heute angebotenen Brennstoffzellen-Anlagen sind die Zellenstapel in der Regel für 50 Prozent Wirkungsgrad ausgelegt, was nach Abzug des elektrischen Eigenverbrauchs einen Gesamtwirkungsgrad von etwa 40 Prozent ergibt. Unter speziellen Bedingungen liegt dieser sogar noch erheblich höher.

Sie ist leiseDa eine Brennstoffzelle keine beweglichen Teile besitzt, erzeugt sie keinen Lärm. Nutzt man sie zum Antrieb eines Fahrzeugs, sinkt dank des Elektromotors auch hier die Geräuschemission. Bei einem Ampelstopp sind Brennstoffzellen-Fahrzeuge kaum mehr zu hören. Damit können sie vor allem Innenstädte und Wohngebiete lärmmäßig entlasten.

Sie bildet eine Brücke zur WasserstoffwirtschaftAus Wasserstoff lässt sich mit der Brennstoffzelle Wärme und Elektrizität umweltfreundlich erzeugen. Wegen seiner günstigen Umwelteigenschaften ist Wasserstoff als Energieträger außerordentlich wün-schenswert. Umweltpolitisch ist eine Umstellung jedoch nur dann sinnvoll, wenn er durch regenerative Energiequellen erzeugt wird, et-wa durch Solarenergie. Neben dem Einsatz als Energiespeicher zum Ausgleich des zeitlichen und örtlichen Energieangebots kann Wasserstoff auch dazu beitragen, lokal die Emissionen zu vermindern, wenn man ihn als Brennstoff für Heizungen und Kraftwerke in Innenstädten oder als Kraftstoff für Fahrzeuge benutzt. Die schnelle Entwicklung bei Brennstoffzellen hilft, diese Entwick-lung voranzutreiben. So kann man das heute vorhandene technische Know-how auf diesem Gebiet beim allmählichen Aufbau einer Solar-Wasserstoffwelt sinnvoll nutzen.