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Mag sein, dass der Mensch nicht die Krone der Schöpfung ist. Aber manchmal stellen sich auch Tiere ganz schön bescheuert an - sechs Beispiele. Von Patrick Eickemeier
Sauberkeitsfanatiker
Weißwale oder Belugas (Delphinapterus leucas) haben eine verhängnisvolle Vorliebe für Süßwasser. Die Meeresbewohner schwimmen im Frühjahr Flussläufe hinauf, um sich von alten Hautschichten zu befreien. Die Haut der Belugas ist besonders dick und schützt vor scharfkantigen Eisschollen. Für den Hautwechsel schubbern sich die Tiere am kiesigen Untergrund in den Flussmündungen.
Bei diesem Peeling vergessen die Wale aber häufig den Wechsel von Ebbe und Flut, der auch das Wasser in den Flüssen sinken und steigen lässt. Immer wieder stranden die Tiere in wasserarmen Flussbetten. Viele von ihnen sind durch Umweltgifte so stark geschwächt, dass sie die Zeit bis zur nächsten Flut nicht überstehen. Der Drang zur Körperhygiene kostet sie das Leben.
(Foto:AP)
10. März 2008, 15:03 2008-03-10 15:03:00 ©