Späte Fruchtbarkeit: Frauen, die in höherem Alter ein Kind bekommen, haben eine längere Lebenserwartung. Der Grund liegt in den Genen.
Bekommen Frauen in relativ hohem Alter noch ein Kind, leben sie länger. Nicht nur das: Auch die Lebenserwartung der Brüder spätgebärender Frauen liegt höher.
Bild vergrößern
Auch US-Schauspielerin Geena Davis hat offenbar die Gene für ein langes Leben: Sie wurde mit 46 Jahren Mutter. (© Foto: Reuters)
Anzeige
Das haben amerikanische Demographen anhand der Stammbäume von zwei Millionen Menschen untersucht. Die Ergebnisse belegen, so die Forscher, dass die Lebensdauer bereits in den Genen angelegt ist (Journal of Gerontology: Biological Sciences, online).
Das Team um Ken Smith von der University of Utah fand heraus, dass Frauen, die nach ihrem 45. Lebensjahr noch ein Kind zur Welt brachten, länger lebten als Frauen, die ihr letztes Kind mit weniger als 41 Jahren geboren hatten. Auch die Brüder der Spätgebärenden lebten überdurchschnittlich lange, nicht aber deren Ehefrauen.
Äußere Einflüsse, wie sauberes Wasser und gesunde Ernährung schlossen die Wissenschaftler daher aus. "Es müssen dieselben Gene sein, die sowohl die Fruchtbarkeit der Frauen verlängern als auch die Lebensdauer beider Geschlechter", sagt Smith. "Das heißt der Alterungsprozess ist in der ganzen Familien verlangsamt."
Smiths Team analysierte die genealogischen Daten von Mormonen und streng-gläubigen Katholiken aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. "Wir brauchten eine Versuchsgruppe, die keine modernen Verhütungsmethoden oder eine Hormontherapie angewendet hat", sagt Smith. Die Stammbäume waren zudem über sehr lange Zeit gut dokumentiert und die Familien hatten viele Kinder.
Bei den Spätgebärenden war die Chance, jedes beliebige Jahr über 50 zu überleben, um bis zu 17 Prozent höher als bei den jüngeren Müttern. Männer mit mindestens drei Schwestern, von denen wenigstens eine nach 45 schwanger geworden war, überlebten ihre Altersgenossen sogar mit einer bis zu 23 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit.
"Bist du mit einer Frau verwandt, die erst spät ein Kind zur Welt gebracht hat, hast du also gute Chancen noch lange zu leben", sagt Smith. Die Forscher vermuten, dass das Erbgut einen Unterschied von bis zu einem Viertel der Lebenserwartung ausmachen kann.
- Späte Schwangerschaft Die Last-Minute-Mütter 14.04.2009
- Geburt Speisen im Kreißsaal 26.03.2009
- Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt Schrei nach Liebe 04.09.2008
- Frage der Woche Sind alle Babys blauäugig? 23.02.2009
(SZ vom 06.05.2008/gal)
Demonstrationen in Hamburg
das ist wohl wieder eine von den "Studien", die die Welt braucht. Gerade bei Daten von vor ueber 100 Jahren gibt es doch viele Unwaegbarkeiten. Spielt es denn keine Rolle, woran die Leute gestorben sind? Zum Beispiel Frauen, die vielleicht genetisch langlebig disponiert waren: wenn die mit 34 im Kindbett sterben? Oder mit 48 bei einem Unfall?
Eigentlich geht es ja nicht um Spaetgebaerende, sondern um Vielgebaerende. Besagt dann die Studie nicht einfach, dass Frauen, die viele Geburten ueberstehen, einfach zaeh sind?
.... ab 40 ist doch auch bei den Männern tote Hose. Fazit, entweder sich einen jungen anlachen oder Samen einfrieren lassen. Es fehlen einfach die Luxusgene zur Luxusfrau.