Dominique Görlitz wollte mit einem Schilfboot den Atlantik überqueren - nun hat er das Experiment abgebrochen.
Der Versuch des Deutschen Dominique Görlitz, mit einem prähistorischen Schilfboot den Nordatlantik zu überqueren, ist vorbei. "Wir haben beschlossen, auf unser Begleitboot umzusteigen", sagte Görlitz der Süddeutschen Zeitungam Mittwoch am Satellitentelefon. Das Abora III getaufte Boot war nach gut zweimonatiger Fahrt noch etwa 900 Kilometer von den Azoren entfernt. Ausgehend von New York sollte es nach dem dortigen Zwischenstopp eigentlich noch bis nach Teneriffa weitergehen.
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"Man muss wissen, wenn es vorbei ist", sagte Görlitz. Nachdem in den vergangenen Tagen erneut bis zu sechs Windstärken geherrscht hätten, sei es nicht mehr zu verantworten, die Expedition fortzusetzen, so Görlitz. Außerdem seien für die kommenden Tage weitere Tiefdruckgebiete und damit heftiger Wind angekündigt worden.
Das nach prähistorischen Vorbildern nur mit Seilen zusammengebundene Boot war zuvor in zwei orkanartigen Stürmen schwer durchgeschüttelt und beschädigt worden. Die elfköpfige Crew um Görlitz musste das aufragende Heck mit ihren Messern um drei Meter kürzen. Danach war klar, dass das Schiff Wind von mehr als vier Windstärken eigentlich nicht mehr sicher meistern würde.
Görlitz wollte mit seiner gewagten Überfahrt belegen, dass Menschen schon vor 14000 Jahren auf Schilfbooten den Atlantik überqueren und somit auch Handel treiben konnten. Dazu hätten sie auf der Route über die Azoren nach Europa allerdings gegen den Wind segeln müssen. Dies sollte die Abora III mit Seitenschwertern schaffen. Zu großen Teilen ist das der Expedition laut Görlitz auch geglückt.
Allerdings hatte die Abora III von Beginn das Wetter gegen sich. Zunächst bremste eine langanhaltende Flaute die Reise, dann setzten zwei Stürme der Konstruktion zu. Zudem brachen schon sehr früh zwei der Holz-Seitenschwerter, für die noch Ersatz vom Festland beschafft werden konnte.
Lesen Sie im zweiten Teil, was Kapitän Görlitz für die Zukunft plant.
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Mich freut es immer wieder, wenn Menschen bereit sind, ueber den Tellerrand hinauszublicken um was zu riskieren. Wo waeren wir heute, wenn es nur Quatscher und Siebengescheite gaebe. Gott sei Dank heben sich immer wieder welche von der Masse ab und verwirklichen ihr Ideen und Traeume.
In der heutigen Gesellschaft werden leider Mittelmasz und Ja-Sagertum gefoerdert und es ist wichtig, dass sich nicht alle Menschen diesem Diktat unterwerfen. Es geht hier nicht darum, dass ein Herr Goerlitz mit einem Schilfboot ueber den Atlantik segelt, sondern es geht darum, dass hier eine kleine Gruppe gegen den Widerstand der Masse ihren Traum verwirklicht und ihren eigenen Weg geht. Haetten wir mehr von dieser Sorte, dann wuerde die Menschheit wieder Fortschritte erfahren und positive Aufbruchstimmung das Land nach vorne bringen. Die Realitaet schaut leider anders aus...
aber "Reisen" dieser Art halte ich für eine reine Geldverschwendung! Selbst wenn sie geglückt wäre was hätte man dadurch gewonnen? Die Gewissheit, daß vor x-100 Jahren solche Fahrten möglich waren? Die Polynesier haben das schon lange bewiesen! Also bleibt's nur bei der Geldvernichtung.