Aus Zorn über Entlassungen nehmen Angestellte in Frankreich ihren Chef als Geisel. In Schottland wird das Haus eines Bankers angegriffen, weil er eine enorme Pension bekommt.
Zum zweiten Mal binnen zwei Wochen haben französische Angestellte aus Zorn über Entlassungen einen Manager zur Geisel genommen. Mitarbeiter der amerikanischen Büromaterialfirma 3M halten den Frankreich-Chef Luc Rousselet seit Dienstagabend in der Niederlassung in Pithiviers fest, wie das Unternehmen am Mittwoch bestätigte.
Bei 3M sollen mehrere hundert Beschäftigte in Frankreich entlassen werden (© Bild: Screenshot Video)
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Die Verhandlungen wurden über Nacht unterbrochen, sollten aber im Laufe des Tages wiederaufgenommen werden.
"Wir werden durchhalten"
3M gab in der vergangenen Woche Pläne bekannt, mehrere hundert Beschäftigte in Frankreich zu entlassen. Betroffen sind 110 von 235 Mitarbeitern in Pithiviers.
Seit Freitag ist die Belegschaft im Streik, sie fordert höhere Abfindungen sowie bessere Arbeitsbedingungen für die verbleibenden Mitarbeiter. "Wir werden durchhalten, bis wir bekommen, was wir verdienen", sagte Jean-Francois Caparros von der Gewerkschaft Force Ouvrière.
Am 13. März hatten wütende Arbeiter einer Sony-Fabrik bei Bordeaux den Frankreichchef des Konzerns für eine Nacht als Geisel genommen. Er wurde erst nach neuen Verhandlungen über die geplanten Werkschließungen wieder freigelassen.
Empörung über Pensionszahlungen
Unterdessen wurde am Mittwoch in Schottland das Haus des wegen horrender Pensionszahlungen kritisierten ehemaligen Chefs der Royal Bank of Scotland (RBS) attackiert.
Drei Fensterscheiben seien am Wohnhaus von Fred Goodwin in Edinburgh eingeworfen worden, berichtete der Sender BBC. Zwei weitere Fenster seien an seinem Wagen, einer Luxus-Limousine, zu Bruch gegangen.
Ein Polizeisprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob sich Goodwin und seine Familie zum Zeitpunkt des Zwischenfalls im Haus befunden hätten. Der 50-jährige Ex-Chef der mit Staatsmitteln gestützten RBS hat massive öffentliche Kritik auf sich gezogen, weil er Forderungen nach einem Verzicht auf seine jährliche Pension von 693.000 Pfund (rund 752.000 Euro) zurückgewiesen hat.
Die in der Finanzkrise schwer angeschlagene RBS fuhr mit umgerechnet rund 26 Milliarden Euro den größten Jahresverlust der britischen Wirtschaftsgeschichte ein und musste von der britischen Regierung mit Milliardenhilfen vor dem Kollaps gerettet werden.
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(sueddeutsche.de/hgn/tob)
Konsequenz der Loveparade-Katastrophe
In Fragen politischer Kultur sind die Franzosen uns schon lange einige Schritte voraus. Sie wissen eben, dass das Volk und nicht der König der Souverän sein sollte - entsprechend auch im Unternehmen die Angestellten und nicht der Chef der Souverän sein sollte. Die Demokratie darf eben nicht an den Werkstoren halt machen, der Bürger im Job nicht zum Untertanen werden, der einer Herrschaftselite machtlos ausgeliefert ist.
Hallo,Jetzt träumen sie aber
@Tinus77:
Zitat:
Eine Bank kann nur Geld verleihen das sie auch hat. Ihre "Luftgeldschöpfung" ist völlig aus der Luft gegriffen. Oder haben sie schonmal "Luftgeld" von der Bank bekommen??? -
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-Ja ,da träumen sie aber jetzt gewaltig. Aufwachen!.
Guter Rat: Studieren sie nochmal das Geldsysterm, bevor sich das Luftgeld in Luft auflöst.
Stellen sie sicheine Seifenblase -dose vor-- damit können sie lange spielen, doch
irgenwann ist die letzte Blase rausgepustet- draussen--- weg!
ja , dann ist die Dose leer. Manchen Konten der Banken könnte es ähnlich ergehen.
Deswegen war es auch so weitblickend von Herrn Schäuble und in der EU Verfassung (verzeihung Reformvertrag) an einen Armeeinsatz gegen die eigene Bevölkerung zu denken.
Der "Sturm auf die Bastille des 21. Jahrhunderts" wird in Splitterbomben und Maschinengewehrsalven enden.
Hätten wir in der Vergangenheit keine Kämpfe für Freiheit gehabt, heute würde es keine erfolgreichen mehr geben.
Dann trägt er es fürs nächste Jahr eben ein. Irgendeinen Stichtag für die Zulagen gibt es im Kalenderjahr. Hab den Kram seit ein paar Jahren laufen und noch keinen Ärger bekommen. Allerdings war es ziemlich gut versteckt WO man den Kram eintragen muss. Ohne Tante Gurgel hätte ich das nicht gefunden.
Gefunden und eingetragen - dann hat der Sachbearbeiter im Finanzamt das wieder rausgestrichen, weil die Versicherung zeitlich zu spät abgeschlossen wurde.
Paging