Im Korruptionsskandal bei Siemens liegen den internen Ermittlern neue Erkenntnisse vor, wonach Top-Manager bis in den Vorstand von schwarzen Kassen und Schmiergeldzahlungen gewusst haben sollen. Bis zur Aufklärung des Verdachts sollen die Aktionäre keine Vorstände entlasten - mit Ausnahme des neuen Konzernchefs Peter Löscher.
Nach Angaben aus Konzernkreisen haben in den vergangenen Wochen mehrere Dutzend Beschäftigte Löschers Angebot genutzt, auszupacken und dafür von Schadensersatzforderungen oder Kündigungen verschont zu bleiben. Die Mitarbeiter hätten bei ihren Vernehmungen durch die US-Anwaltskanzlei Debevoise & Plimpton auch Vorwürfe geäußert, die bis in die Konzernspitze reichten. Es gehe um den Verdacht, Top-Manager bis hin zu Vorständen hätten in den vergangenen Jahren von schwarzen Kassen und Schmiergeldzahlungen gewusst und dieses System geduldet.
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Debevoise ermittelt im Auftrag des Aufsichtsrats, wer in den Skandal verstrickt ist. Die US-Kanzlei teilte Aufsichtsratschef Gerhard Cromme am Mittwoch mit, man habe von Beschäftigten und aus anderen Quellen wichtige neue Informationen und "sehr substantielle Hinweise" erhalten. Das betreffe insbesondere "das Verhalten und die Kenntnisse einer Reihe von Personen", die in den vergangenen Jahren dem Vorstand angehört hätten oder ihm noch angehörten. Deren Namen wolle man aus mehreren Gründen derzeit nicht nennen. Das könne die Nachforschungen behindern, die gut liefen. Beinahe täglich gewinne man wichtige neue Erkenntnisse. Außerdem müsse man die Ermittlungsergebnisse abwarten.
Aktionäre sollen abwarten
Der Konzernvorstand und das Aufsichtsratspräsidium nahmen diese Mitteilung zum Anlass, ihre Vorschläge für die Hauptversammlung kommende Woche zu korrigieren. Entgegen den bisherigen Empfehlungen sollen die Aktionäre den Vorstand mit Ausnahme von Löscher doch nicht entlasten, sondern abwarten, bis der Skandal aufgeklärt ist. Darüber wird auch bei einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am kommenden Montag gesprochen. Löscher kam erst Mitte 2007 zu Siemens und kann deshalb mit den früheren Machenschaften nichts zu tun haben. Löscher hat angekündigt, den Skandal vollständig aufklären zu wollen.
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Mubarak-Prozess in Ägypten
Meine Anerkennung der SZ für die exakte u, objektive Berichterstattung.
Dies ist wohl der einzige Weg, um wieder Moral in unsere Vorstandsetagen zu bringen.
Schade, dass in diesem Fall nur mit "Hilfe" aus USA die Unfähigkeit und Absahnermentalität aufgedeckt wird.
Der Fall BenQ passt ja auch zu diesem Thema und ist noch nicht abgeschlossen. Vielleicht kann sich die SZ in bewährter Form dem Thema wieder einmal widmen. NOKIA macht es zwar auch nicht optimal, aber anscheinend etwas ehrlicher.
Insiderwissen
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Es gibt immer und überall menschliche Handlungen, die nicht nur fehlerhaft sind, sondern sogar mit Vorsatz gesetzwidrig und betrügerisch sind.
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Wenn man für die Justiz eine Kronzeugenregelung einführen würde und die Justiz-Angestellten ihr Insiderwissen preisgeben könnten, würden wahrscheinlich 10% unserer Richter ihren Job verlieren.
Der Titel sollte heißen: "Gibt es nun Beweise dafür, dass Siemens Manager wussten was in ihrem Geschäftsbereich passiert und doch keine Versager waren?"
Vielleicht sollten wir auch Fragen: "Sollte man hohe Abfindungen an Manager nicht besser als Schweigegeld bezeichnet?"
Und wo sind die Artikel die darüber handeln, dass Bestechungsgelder gut für die Deutsche Wirtschaft sind da sie so klare Wettbewerbsvorteile darstellen?
Oder weitergehend: Arbeitsplatzabbau ist gut für uns Deutsche, da die nunmehr billiger im Ausland hergestellten Produkte dazu beitragen das Arbeitslose nun wieder mehr konsumieren und somit die Wirtschaft ankurbeln?
Das mich solche Artikel immer so verwirren.. ;-)
bei siemens sind nätürlich unschuldig. aber moralisch kannste die bande in der tonne kompostieren.
Wie kann ein klar denkender Mensch, der es auch noch gut meint, ernsthaft glauben, ein Manager - sogar ein Vorstand (von Aufsichtsräten ganz zu schweigen) würde jemals etwas über so unfeine Dinge wie Schmiergelder erfahren.
Man sollte sich mal fragen, ob nicht der "Arbeitskreis Taschengeld", gegründet von einem Azubi im ersten Lehrjahr, die Finger im Spiel hatte. Der Jugend ist ja inzwischen alles zuzutrauen. Ich sage nur Bart Simpson (der ist hier sogar Ausländer). Beckstein ermitteln sie
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