Schwere Vorwürfe gegen einen der zehn reichsten Deutschen: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Unternehmer Reinhold Würth wegen Steuerhinterziehung.
Der baden-württembergische Unternehmer und Multi-Milliardär Reinhold Würth ist wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ins Visier der Staatsanwaltschaft Stuttgart geraten. Seit mehr als einem Jahr werde gegen den Chef des Befestigungs- und Montagekonzerns aus Künzelsau ermittelt, sagte eine Behördensprecherin am Samstag und bestätigte damit einen Vorabbericht des Spiegel.
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Soll Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben: Unternehmer Reinhold Würth (Archivbild) (© Foto: dpa)
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Danach sollen Würth und fünf weitere Personen aus dem Umfeld des Schraubenhändlers Steuern in Millionenhöhe hinterzogen oder Beihilfe dazu geleistet haben. Vom Würth-Konzern in Künzelsau lag am Samstag keine Stellungnahme vor.
Beanstandet werden dem Bericht zufolge vor allem die Vermengung von privaten und geschäftlichen Aufwendungen sowie fragwürdige Verrechnungen zwischen inländischen und ausländischen Konzernteilen. So unterhalte Würth im schweizerischen Chur die Reinhold-Würth-Stiftung. Dort sei auch die Würth International AG ansässig, über die ausländische Tochtergesellschaften des Unternehmens gehalten werden.
Zu Einzelheiten der Ermittlungen wollte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht Stellung nehmen.
Das Magazin berichtet ferner, Würths Anwälte und die Stuttgarter Staatsanwaltschaft verhandelten über die exakte Höhe der möglicherweise hinterzogenen Steuer, da beide Parteien die Steuerparagrafen sehr unterschiedlich auslegten. Würths Anwälte wollten jedoch unabhängig davon verhindern, dass es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt.
Sie strebten einen Strafbefehl an, der maximal eine Strafe von einem Jahr auf Bewährung sowie eine Geldstrafe zulässt, sofern ein Richter sowie der Beschuldigte ihm zustimmen. In Würths Fall sei die Rede von einer Geldbuße von rund 40 Millionen Euro.
Der mehrfache Millionär und Mäzen Würth hatte sich nach einer ersten Durchsuchung der Steuerfahndung im September 2006 gegen die Anschuldigungen gewehrt. Es gehe allenfalls um Nachlässigkeiten bei Abrechnungen, betonte der Manager damals.
In einem Interview beklagte Würth sich noch vor wenigen Wochen über zu hohe Steuerzahlungen in Deutschland und sprache sich gegen die Erbschaftssteuer aus. "Die Gewinne, die ich in diesen jetzt 58 Jahren gemacht habe, sind schon mal im Durchschnitt zu 50 Prozent versteuert worden. Wenn die Erbschaftssteuer kommt, dann sind noch mal mindestens 15 Prozent weg. (...) Dann blieben also gerade mal 35 Prozent übrig", sagte er.
Würth liegt auf der Forbes-Liste der reichsten Deutschen mit einem Vermögen von 7,7 Milliarden Dollar auf Platz neun. Im internationalen Vergleich steht er auf Platz 120. Sein Konzern ist weltweit führend auf dem Gebiet der Befestigungs- und Montagetechnik
(sueddeutsche.de/dpa/AP/aho)
Machtkampf in der Linken
Hat ihm hier der Herr Markus Herzog geholfen?
Seltsame Ereignisse um einen Teil der Patente.
Und jetzt gar Steuerhinterziehung? Das spircht für Betrug!
... ist schon ein wenig kompliziert, wohl war. Immerhin haben wir nicht in jedem Bundesland ein anderes Steuergesetz, und noch eines obendrauf im Bund. Also schon eine bestmöglichste Rechtsklarheit und Rechtssicherheit. Was in Düsseldorf gilt, ist auch in Passau gültig. Und vor allem: ist für alle in gleichem Rahmen gültig.
Also sollen sich auch alle dran halten.
Es tut mir leid, Sie können offenbar nicht einmal einen Text lesen? Gerade das Lachen, Herr Psychotherapeut, ist mir angesichts Ihrer antidemokratischen Ausfälle wirklich kurzfristig im Hals steckengeblieben. Im übrigen, vielleicht kommt das ja bis zur Mentalverarbeitung, Donata ist ein weiblicher Vorname. Íst aber nicht wichtig, wichtiger wäre anderes -
Es ist ja einerseits ganz entlastend - wie man sieht - sinnlos auf einer Einzelperson herumzudreschen andererseits - schon auch wegen des "Steuerskandals" wäre es schön, wenn SZ (sie verbreitet sich ja in Sachen Steuerskandal ausreichend) mal hingehen würde, und ein bisschen - ruhig populärwissenschaftlch - das Steuerrecht in DE ein wenig bearbeiten würde. Wenn man wirklich so bemüht ist, um "Moral" und "Gerechtigkeit", wie ist es dann erklärlich, dass Menschen sich äussern, wie hier vorseitig. Hier wird im Ernst von Enteignung, Vermögensverfall, Aberkennung der Staatsbürgerschaft (war in der Tat mit Bereicherungsfolge für die Täter in DE schon mal schwer erfolgreich) gesprochen, hier wird die Rechtmässigkeit auf Fachberatung zum Indiz für Schurkerei, hier wird nicht die Bohne bedacht, dass z.B. nahezu kein Steuerbescheid einer rechtlichen Überprüfung standhält. Hier wird ja sogar die Möglichkeit rechtsstaatliche Mittel an der Hand zu haben für verwerflich gehalten.
Selbstverständlich: mit dieser Art von Pöbeleien oder Sozialverherrlichung erspart man sich die in tiefe gehende Auseinandersetzung mit der Aufgabe, wonach ein Staat in struktur-reformierende Massnahmen einsteigen muss - pleite ist er eh' schon. Aber, welch ein Coup, einer Bevölkerung eine Schippe hinzuhalten und eine grosse Anzahl springt drauf, dass man nur noch mit dem Kopf wackeln kann.
wenn die SZ Informationen zur Rolle von Betriebsprüfer und Betriebsstätten-FA liefern oder nachreichen würde . . .
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