Seilbahn-Stadt in GeorgienAbenteuerlicher Alltag

Der Weg zur Arbeit, zur Schule und zum Arzt ist in der georgischen Stadt Tschiatura luftig und klapprig. Manche Strecken sind ausschließlich mit 60 Jahre alten Seilbahnen zu bewältigen, die damals Sowjets über die Stadt bauten. Fotograf David Mdzinarishvili ist für diese Fotos in einer Blechbüchse über Felsen und Schluchten gefahren.

Der Weg zur Arbeit, zur Schule und zum Arzt ist in der georgischen Stadt Tschiatura luftig und klapprig. Manche Strecken sind ausschließlich mit 60 Jahre alten Seilbahnen zu bewältigen. Sie wurden gebaut, als in Tschiatura noch der Mangan-Abbau florierte. Der Fotograf David Mdzinarishvili ist für diese Fotos in einer Blechbüchse über Felsen und Schluchten gefahren.

Die Stadt Tschiatura liegt 220 Kilometer nordwestlich der georgischen Hauptstadt Tiflis am Kaukasus. Wer in der Stadt herumkommen will, hat vielerorts nur zwei Möglichkeiten: Er kann steile Felswände hinaufklettern und Schluchten herunterschlittern oder mit einer der 60 Jahre alten Seilbahnen hoch über der Stadt an Drahtseilen entlang gleiten. Mut kostet auf jeden Fall beides. Denn Technik und Material wurden nie erneuert, seit die Bergbau-Industrie nicht mehr floriert. Die Seilbahnen sind ein Relikt aus der Sowjet-Ära. Sie wurden gebaut, um den Abbau von Mangan zu erleichtern. Mit diesem Metall kann zum Beispiel Stahl gehärtet werden.

Bild: REUTERS 9. Oktober 2013, 17:272013-10-09 17:27:29 © Süddeutsche.de/laho/mri/rus