Schlichterspruch Einigung im Tarifstreit bei den Fluglotsen

Im Tarifstreit der deutschen Fluglotsen gibt es eine Einigung. Bei den Schlichtungsverhandlungen unter Leitung von Herta Däubler-Gmelin einigten sich die Deutsche Flugsicherung und die Gewerkschaft der Flugsicherung auf einen Kompromiss.

Die Schlichtung sei mit einer Einigung beendet worden, sagte Gewerkschaftssprecher Marek Kluzniak in Stuttgart. Bis Donnerstag müssen demnach die zuständigen Gremien beider Tarifparteien über die Annahme oder die Ablehnung des Spruchs entscheiden. Inhalte wurden zunächst nicht bekannt.

Schlichterin in dem festgefahrenen Tarifstreit war die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin, die für den Nachmittag ein Statement angekündigt hatte. Däubler-Gmelin suchte seit einer Woche zusammen mit Vertreter der Deutschen Flugsicherung (DFS) und der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) einen Ausweg aus dem Streit um höhere Gehälter für die rund 5.300 Beschäftigten. Die Fluglotsen hatten einen Streik bereits mehrmals angekündigt.

Die DFS hat ihren Beschäftigten eine Gehaltserhöhung um drei Prozent rückwirkend zum 1. November und eine Einmalzahlung von 1.750 Euro angeboten. Die Gewerkschaft lehnt dies als unzureichend ab. Sie fordert vor allem eine Umstrukturierung der Vergütung und verlangt, dass bestimmte Zulagen in das Grundgehalt einbezogen werden. Die DFS versucht nach Darstellung der GdF, diese Zulagen für einige Mitarbeiter zur Disposition zu stellen.