Die Selbstmord-Serie bei France Télécom hat Folgen. Ein hochrangiger Manager wird nun ausgewechselt. Sein Beiname: "Kostenkiller".
Nach einer Serie von zwei Dutzend Selbstmorden bei France Télécom hat der Konzern die Nummer zwei in der Führungsetage ausgewechselt. Stéphane Richard, 47, sei zum beigeordneten Generaldirektor ernannt worden, teilte der Konzern mit.
Im Unternehmen France Télécom haben sich binnen 18 Monaten 24 Mitarbeiter das Leben genommen. (© Foto: AP)
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Er rücke damit an die Stelle von Louis-Pierre Wenes, der um seine Ablösung gebeten habe. Richard gilt als möglicher Nachfolger für Konzernchef Didier Lombard, der wegen der Selbstmordserie in Folge der Umstrukturierung erheblich in die Kritik geraten ist.
Unter Druck
Die France-Télécom-Führung steht unter Druck, nachdem sich im Konzern in den vergangenen 19 Monaten 24 Mitarbeiter das Leben genommen haben. Gewerkschaften machen dafür den rasanten Umbau der Firma verantwortlich, der zahlreiche Versetzungen von Beschäftigten nach sich zieht. Mehrere nannten in Abschiedsbriefen die Arbeitsbedingungen als Motiv.
Wenes, der sich einen Namen als "Kostenkiller" gemacht hat, wird von den Arbeitnehmervertretern als Hauptverantwortlicher für das verschlechterte Klima im Konzern gesehen. Noch vor zwei Wochen hatte er den Gewerkschaften vorgeworfen, die Suizid-Serie in den Medien für ihre Zwecke auszunutzen.
Guter Kontakt zu Sarkozy
Der mögliche Nachfolger Richard war von 2007 bis 2009 Kabinettsdirektor von Wirtschaftsministerin Christine Lagarde und steht Präsident Nicolas Sarkozy nahe. Er soll gute Drähte zu den Gewerkschaften haben.
Lagarde hatte Konzernchef Lombard ihr Vertrauen ausgesprochen, ihn aber aufgefordert, etwas gegen die Selbstmordserie zu unternehmen. Das Online-Magazin Mediapart veröffentlichte kürzlich ein Video, das zeigt, wie sich Lombard in einer internen Ansprache flapsig über angeblich unterbeschäftigte Beschäftigte äußert. In den vergangenen Jahren wurden bei France Télécom 22.000 Stellen gestrichen. Mehrere tausend Mitarbeiter mussten ihren Arbeitsplatz wechseln
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(sueddeutsche.de/afp/dpa/gits/tob)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Das ist eigentlich kein Problem. Denn zum Essen und Trinken reicht es immer. Nur wer sich selbst aufgibt, der wird untergehen. Das hat mit einem hohen Ross rein gar nichts zu tun.
Vielen Menschen ist nur einfach die Fähigkeit abhanden gekommen, sich ein anderes Leben vorstellen zu können. Und eben das treibt dann die eine oder andere instabile Persönlichkeit eher in den Selbstmord als in einer Situation, die auf den ersten Blick Unsicherheit bedeutet.
Was hat das damit zu tun? Natürlich haben diese Fälle eine Tragik. Aber auf der anderen Seite sind diese Selbstmorde nur Symptome eines wesentlich tiefer liegenden Problems. Auch besagter Manager ist hier "nur" ein Symptom.
Die Menschheit befindet sich derzeit gesellschaftlich in eienr schweren Krise. Sie befindet sich in einer Phase exzessiven Egoismus und sozialdarwinistischer Degeneration. Schlimmer noch: Immer mehr Menschen definieren den sozialen Status über den Besitz - nicht mehr über die Leistung. Unternehmen werden nicht mehr an ihren Produkten oder an ihrem Beitrag zur Gesellschaft, sondern nur noch am erwirtschafteten Gewinn und möglichst niedrigen Kosten bewertet.
Diese Verschiebung, die durch falsch verstandene Freiheiten exzessiv voran schreitet, ist nicht nur Ursache für Wirtschaftskrisen und Kriege, Neid und Eifersucht - sondern eben auch für elementare Existenz- und Versagensängste, der Angst vor dem Abrutschen in ein dunkles Loch ohne Ausweg.
Dabei existiert dieses Loch primär nur in den Köpfen: Das Loch ist das fehlende Geld zur Aufrechterhaltung oder Erweiterung eines bestimmten Lebensstandards. Dabei wird Lebensstandard vorwiegend auf materialler Ebene definiert und nicht mehr so sehr auf sozialer oder gesellschaftlicher Ebene. Wohlstand wird als die Anhäufung von Besitztümern und die Verfügbarkeit von geldmitteln bewertet und Armut eben als das Fehlen solchen Tands.
Dabei sind oftmals die, die man gemeinhin als reich bezeichnet, ganz arme Würstchen und nicht selten die, die man als Arm bezeichnet, die eigentlich reichen. Das klint paradox und muss auf manch einen, der im heutigen Denkschema gefangen ist, geradezu naiv klingen - ist es aber nicht. Naiv ist meiner Meinung nach der Glaube, dass die Anhäfung von Besitz und Geld von besonderer Bedeutung ist. Und gefährlich. Denn wer sich davon frei macht, der ist wirklich frei - wer nicht nur ein gefangener seiner Vorgesetzen.
Nun dann versuchen Sie doch mal nur mit den Dingen, die für Sie wesentlich sind (Stolz, Würde, Anstand, Manieren) satt zu werden.
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Sie sitzen auf einem sehr hohen Roß.
Mit welch unangemessenem Auftreten Sie mir hier entgegen treten ohne überhaupt im Ansatz verstanden zu haben, was ich geschrieben habe, ist schon starker Tobak. Glauben Sie ernsthaft, dass ich mir von Ihnen irgendwelche Vorschriften machen lasse?
Ungeachtet dessen, dass ich es ablehne, mich mit Ihnen auf dieser Ebene zu befassen, möchte ich Ihnen auch Leseempfehlungen mit auf den Weg geben, die Ihnen möglicherweise verdeutlichen, was gemeint ist und was eben nicht. Lesen Sie z.B. "Wege aus einer kranken Gesellschaft" von Erich Fromm und seine ebenso interessanten Werke "Haben oder Sein" und "Authentisch leben". Möglicherweise eröffnet Ihnen das neue Blickwinkel.
Inwieweit der Wunsch nach Selbstverwirklichung über den Beruf etwas mit meinen Ausführungen zu tun hat oder wie Sie auf den absurden Passus zum Theme Brücken gekommen sind, kann ich rational nicht nachvollziehen.
Ich empfehle Ihnen mal dringest die Lektüre von Maslow und der Bedürfnispyramide.
Danach können Sie wieder Artikel schreiben.
Denn danach werden sie auch verstehen, dass es eben bestimmte Grundbedürfnisse eines Menschen gibt, deren Nichtexistenz bzw. deren Verlust sehr schmerzliche Erfahrungen sind.
Ja, es gibt Leute, die gehen arbeiten, weil sie meinen, sich damit selbst zu verwirklichen. Es gibt aber genauso Leute, die einfach das Geld brauchen, um heute zu überleben.
Aber lieber mit Abstand unter der Brücke sitzen, als mit weniger Anstand sich darüber ärgern, dass Sie bald darunter sitzen. Oder wie darf ich Sie verstehen?
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