Der Bittsteller ist nicht geduldig: Der angschlagene Autohersteller Opel verlangt von der Regierung rasche Hilfszusagen.
Im Bemühen um staatliche Milliardenhilfe fordert Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz rasche Entscheidungen der Bundesregierung: "Wir hoffen bald auf Klarheit seitens der deutschen Regierung bezüglich ihrer Hilfen", sagte Franz am Mittwoch der Online-Ausgabe des Magazins auto motor und sport.
Opel (© Foto: dpa)
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Opel will unabhängiger von seiner US-Konzernmutter General Motors (GM) werden, der die Pleite droht, und hofft dabei auch auf staatliche Hilfe.
Franz widersprach Spekulationen, dass Opel mehr als 3,3 Milliarden Euro an Hilfe benötige. Diese Summe werde der Konzern spätestens 2012 zurückzahlen. Zudem bestätigte Franz Überlegungen für einen möglichen Verkauf des Corsa-Werkes Eisenach. Weitere Werke stünden aber nicht zum Verkauf.
Berichte über Altlasten nur "Spekulation"
Darüber hinaus wies der Konzern die Berichte über teure Altlasten für einen Investor zurück. Am Mittwoch hieß es in einem Zeitungsbericht der "Financial Times Deutschland", der Autohersteller habe Verpflichtungen für Betriebsrenten in Höhe von knapp vier Milliarden Euro zu tragen.
Ein Opel-Sprecher hingegen verwies am Mittwoch darauf, dass Opel für Betriebsrenten entsprechende Rückstellungen gebildet habe. "Es ist falsch, wenn der Eindruck erweckt wird, ein möglicher Investor müsse vier Milliarden Euro für Altersbezüge auf den Tisch legen", sagte der Sprecher. "Es gibt bei Opel einen durch Rückstellungen gesicherten Altersvorsorgeplan."
Unterdessen beschlossen niederländische Opel-Händler, sich an der Rettung des Autobauers zu beteiligen. 96 Prozent der holländischen Autohäuser hätten dafür plädiert, über einen Zeitraum von drei Jahren pro verkauftem Fahrzeug 150 Euro in einen Fonds einzuzahlen, sagte der Chef des Händlerverbandes VODN, Erik Selles, am Mittwoch.
Gemeinsam mit den Beschäftigten wollen europäische Autohäuser eine Sperrminorität von gut 25 Prozent an Opel erwerben.
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(sueddeutsche.de/Reuters/kaf/hgn/pak)
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... jetzt werden die Manager bei Opel langsam nervös.
Der Zustand von GM / Opel ist wohl schlechter als je zuvor gedacht ...
den Rest kann sich jeder selber ausdenken ...
"Gequengel" aus Rüsselsheim"!
Klar, wer Hilfe braucht und fordert hat die Schnauze zu halten.
Und da quengeln nach einem kleinen unzufriedenen Kind klingt hat Opel natürlich unrecht.
Ein wirklich guter Artikel mit einer sehr guten Schlagzeile!
Äh, eine Frage habe ich noch: Wenn ich mal finanzielle Probleme haben sollte, und die Tatsache, dass ich pleite gehe und damit viele Leute arbeitslos werden, wie soll ich dann kund tun dass ich schnell Hilfe brauche? Und zwar so, dass es nicht nach Quegeln klingt?
Wie aus der Aussage des BR-Chefs "Wir hoffen bald auf Klarheit ... die Überschrift "... Opel verlangt ... rasche Hilfszusagen" werden konnte, ist nicht nachvollziehbar. Hoffen und Fordern sind eigentlich zwei Worte mit einer klar unterschiedlichen Bedeutung.
Na ja, die deutsche Sprache ist eine schwere Sprache. Allerdings sollte man meinen, daß derartige Kenntnisse zum Handwerkszeug eines Journalisten gehören, egal ob er nun bei der SZ oder bei Reuters arbeitet.