Youtube ist um einen Hit reicher: Die beiden Ikonen der Wirtschaftswissenschaft, Keynes und Hayek, rappen über ihre gegensätzlichen Theorien. Jetzt kommt Teil II heraus - und nun fliegen die Fäuste.
Wirtschaftstheorie ist ziemlich kompliziert - kann aber auch lustig sein, jedenfalls im Rap-Video Keynes vs. Hayek, das letztes Jahr rausgekommen ist. Mehr als zwei Millionen Mal wurde das Musikstück mittlerweile angeschaut, in dem zwei Schauspieler die beiden Ökonomen zu Hip-Hop wiederauferstehen lassen. Jetzt ist der Nachfolger aufgetaucht - wieder voller Witz und ökonomischer Fachdebatten.
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John Maynard Keynes (links) und Friedrich August von Hayek. Sie sind die personifizierte Antithese des jeweils anderen: Ein Screenshot aus dem neuen "Keynes vs. Hayek"-Video. (© Screenshot)
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Das neue Video reflektiert, ob die Staaten während der FInanzkrise richtig gehandelt haben. Auf der ganzen Welt wurde gigantische Konjunkturpakete aufgelegt - ganz im Sinne von John Maynard Keynes, der für Staatsausgaben eintritt.
Die Gegenposition vertritt Friedrich August von Hayek: Weniger Staat sei besser. Die Theorie des Österreichers gilt als Basis für den Neoliberalismus, der gerade in den USA viel Anhänger findet. Dass aber auch die Amerikaner Probleme mit dem Begründer dieses Denkansatzes haben, zeigt eine Stelle im Video: Hayeks Name ist im Amerikanischen verdammt schwer auszusprechen.
Zwar ist die Finanzkrise aus Sicht der meisten Ökonomen beendet, doch gerade in den USA hat sich vor allem der Arbeitsmarkt noch nicht erholt. Keynes rappt im Video, er würde gerne den Jobmotor ein bisschen anfeuern. "Die Wirtschaft ist kein Auto", hält Hayek dagegen. Sie sei zu komplex, als dass ein Mechaniker darin herumpfuschen könnte. Und so geht es dann in einem Fort weiter - den kompletten englischen Text haben die Macher auf ihre Homepage gestellt.
Hinter den Rap-Videos stehen Producer John Papola und der Ökonom Russell Roberts. Das Video versucht unparteiisch zu sein, doch der Name von Roberts' Blog zeigt, wo seine privaten Sympathien liegen: Café Hayek. "Wir wollen auch zu Keynes fair sein", sagte Wirtschaftswissenschaftler Roberts der Online-Version der New York Times. "Deswegen hat er gute Reime und die sportlichere Figur."
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(sueddeutsche.de/bbr/pak)
Demonstrationen in Hamburg
...und die bessere Theorie...
Die Macht-Nr.1-System- und Kapitalinteressen bestimmen, welche Wirtschaftstheorie gerade Mainstream ist - und welche als abgelegte Theorie gehandelt wird. Es ist wie im militärischen Kampf. Die Kampfmittel werden nach dem Kriegsziel und nch der strategischen Frontlage entschieden.
Beim Streit zwischen den beiden Theorieansätzen wird ein Geheimziel verfolgt: der Theoriemangel für die Steuerung der entwickelten Industriestaaten hin auf die gesellschaftliche und ökonomische Ziel - Vollbeschäftigung, gesteuerte Deflation für Konsum- und Investitionsgüter, nachhaltige Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten, usf. - soll verschleiert werden. Die Theoriesynthese für eine evolutionsprozess-logische Gesellschafts- und Wirtschafts-Steuerung soll n i c h t in den Blick geraten.
Es würde zu einer weltrevolutionären Umsteuerung des weltindustriellen Fortschrittprozesses kommen, wenn die evolutionsprozess-logische Theoriegrundlage in die Diskussion geriet. Sie ist aber unaufhaltsam, weill die evolutionsprozess-logische Weiterentwicklung des deutschen ORDOliberalismus ansteht - und Angela Merkel sich auf den Tag X vorbereitet, an dem sie sich an die Spitze der Diskussion stellen wird.