Machtkampf um Media-Saturn Aufsichtsratschef stärkt Metro-Boss den Rücken

Der Metro-Aufsichtsratvorsitzende Franz Haniel (Archivbild) springt im Streit um Media-Saturn Konzern-Chef Olaf Koch bei.

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Im Streit um Media-Saturn springt Metro-Aufsichtsratschef Franz Markus Haniel dem viel kritisierten Metro-Chef Olaf Koch bei. Nach SZ-Informationen könnte sich eine Lösung im Konflikt abzeichnen.

Im Machtkampf um die Elektronikmarktkette Media-Saturn hat sich nun auch Metro-Aufsichtsratschef Franz Markus Haniel eingeschaltet - und Metro-Boss Olaf Koch gegen wachsende Kritik auch aus Reihen des Aufsichtsrats verteidigt.

"Herr Koch und ich als Aufsichtsratschef sind in einem extrem engen Schulterschluss in allen Themen - auch bei Media-Saturn. Der Aufsichtsrat steht geschlossen hinter Herrn Koch", sagte Haniel der Süddeutschen Zeitung. Die Metro liegt seit Jahren in einem erbitterten Streit mit dem Gründer und Miteigentümer des Unternehmens, Erich Kellerhals.

Zuletzt hatte es geheißen, dass einzelne Aufsichtsräte eine Verlängerung des Vertrages von Koch über das Jahr 2015 hinaus in Frage stellen. Der Vorwurf: Koch habe in dem Streit mit Kellerhals unglücklich agiert. Aufsichtsratschef Haniel sieht das anders: "Herr Koch wird an seiner Gesamtleistung als Vorstandsvorsitzender der Metro gemessen und nicht alleine aufgrund der aktuellen Situation rund um Media-Saturn."

Zugleich könnte sich im Streit mit Kellerhals nach Informationen der Süddeutschen Zeitung eine Lösung abzeichnen. Bereits vorletzte Woche erhielt Koch dem Vernehmen nach einen Brief von Firmengründer Kellerhals mit dem Angebot, dass er Media-Saturn wieder ganz übernehmen wolle. Zurzeit hält der 74-Jährige nur rund 22 Prozent der Anteile.

Über Details der Offerte wollte sich bisher keiner der Beteiligten äußern. Haniel sagte dazu lediglich: "Die Lage bei Media-Saturn ist schwierig und komplex; darüber sind sich alle Beteiligten im Klaren und auch darüber, dass man einen konstruktiven Weg nach vorne finden muss." Es gebe aber inzwischen die Bereitschaft, sich aufeinander zu zu bewegen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe vom 21.05.2014 der Süddeutschen Zeitung und mobil mit der SZ-Digital-App.