Von Von Nina Bovensiepen

Es ist ein trauriger Rekord, den die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch verkünden wird: Fünf Millionen Arbeitslose. Trotzdem ist Hartz IV nur ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Kurz nach Inkrafttreten der Arbeitsmarktreform steigt die Zahl der Menschen ohne Job voraussichtlich auf den höchsten Stand der Nachkriegszeit.

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Jenseits von Debatten über Politikergehälter und bestechliche Schiedsrichter, liefert die Behörde wieder einmal den Beleg, was das größte deutsche Problem ist. Fünf Millionen Menschen in diesem Land können oder wollen nicht arbeiten.

Sie leben deshalb zwar nicht unter unwürdigen, aber unter unbefriedigenden Umständen. Und sie tragen sicher nichts zu der Aufbruchstimmung bei, die Kanzler Gerhard Schröder und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement im Jahr vor der Bundestagswahl gerne zu beschwören suchen.

Erster Schritt in die richtige Richtung

Wer die Zahl aus Nürnberg nun als Beleg nimmt, um Hartz IV zu verteufeln, liegt trotzdem falsch. Die Reform, so unvollkommen sie sein mag, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Der Anstieg der Arbeitslosenzahl im Januar ist schon deshalb kein Gegenbeweis, weil er zum großen Teil auf statistischen Effekten beruht.

Hartz IV hat das Nebeneinander von Sozial- und Arbeitslosenhilfe beendet. Deshalb tauchen in dem Zahlenwerk nun auch erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger auf. Die Statistik ist ein Stück ehrlicher geworden - auch wenn sie immer noch nicht die ganze Dramatik widerspiegelt.

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