Der Finanzinvestor Permira hat bei dem Modehersteller Hugo Boss eine Sonderdividende durchgesetzt - für die Boss nun einen Kredit aufnehmen muss.
Die Ausschüttung in Höhe von 345 Millionen Euro wird mit höheren Schulden finanziert und fließt zu mehr als 70 Prozent an den Großaktionär Valentino Fashion Group (VFG). VFG kann dadurch die Schuldenlast senken, die Permira der Firma bei der Übernahme im vergangenen Jahr aufgebürdet hatte.
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Der Aufsichtsrat von Boss beschloss die Ausschüttung in der Nacht zum Mittwoch nach zähem Ringen. Vergangene Woche hatte sich das Gremium vertagt.
Nach Angaben aus Verhandlungskreisen stimmten die Arbeitnehmervertreter gegen die Dividende, mit dem Doppelstimmrecht des Aufsichtsratsvorsitzenden Giuseppe Vita setzte sich die Eigentümerseite jedoch durch.
Die Arbeitnehmer hatten Permira eine Beschäftigungsgarantie für Hugo Boss abringen wollen, außerdem sollte sich der Finanzinvestor festlegen, keine weiteren Sonderdividenden auszukehren, hieß es weiter. An diesem letzten Punkt seien die Verhandlungen gescheitert.
Differenzen über Wachstumstempo
Die Dividende hatte seit Wochen für Wirbel gesorgt, manch einer führte den Rücktritt von Boss-Chef Bruno Sälzer auf Differenzen über die Ausschüttung zurück.
In Finanzkreisen heißt es, Differenzen habe es weniger über die Dividende als vielmehr über das Wachstumstempo und die Profitabilität bei Boss gegeben. Finanzvorstand Joachim Reinhardt betonte am Mittwoch, zwar werde bei der Finanzierung von Boss der Eigenkapitalanteil von 52 auf 20 Prozent sinken.
Es bleibe jedoch genug Spielraum, um mehr in Wachstum zu investieren als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Minderheitsaktionäre reagierten verunsichert: Die Aktie stieg zunächst deutlich, rutschte aber dann klar ins Minus. Analyst Christoph Dolleschal von der Commerzbank sagte, die Sonderausschüttung zeige, dass Permira nicht besonders am externen Wachstum von Hugo Boss interessiert sei.
Gysi gegen Lafontaine
Im Juli 2001 stand die Aktie auf 28 Euro. Tolles Splitting 1 : 10, muß viel Spaß gemacht haben, den Verfall und die Verwässerung der Aktieund sowie der Enteignung zuzuschauen.
Der Aktiensplit im Juli 2001 war 1:10 - das haben Sie wohl übersehen.
Wer den Langzeitchart betrachtet (z.B. auf Multichart.de), wird die durchaus ordentliche Performance der Aktien sehen. Natürlich mit Einbrüchen und Rückschlägen wie bei anderen Konsumaktien auch.
Beim Aktienkauf ist es immer ratsam, sich die Eigentümerstruktur vorher anzusehen.
Ist viel Streubesitz vorhanden, ist ein Einkauf von Heuschrecken zumindest eher erkennbar und die Firma kann ggf. gegensteuern.
Ein Beispiel dafür ist die CEWE-Color, die das Ausplündern gerade noch rechtzeitin abwenden konnte.
Solch eine Pleitefirma würde ich als Spekulant nicht mal mit der Beißzange anfassen. Diese Aktie ist von Januar 2001 von einem Höchststand mit 381 Euro bis Sept. 2002 auf einen Tiefststand von 8, 25 Euro gefallen und bewegt sich jetzt um die 38 Euro herum. Wer denen Kredit gibt ist selber schuld. Von mir würden die keinen Cent bekommen, denn der nächste Abstieg ist schon vorprogrammiert. Rating????
mfG Mane
Auch das Eigenkapital kostet. Es gibt einmalige Kosten wie die Kosten der Ausgabe von Aktien bei der Kapitalerhöhung, es gibt aber auch laufende Kosten wie die Dividenden. Und wenn die Dividenden so hoch sind wie dieses Jahr, dann liegen die Kosten des Eigenkapitals wohl deutlich über denen des Fremdkapitals. Daher mein Hinweis auf den Verbraucherkredit der Norisbank...
??? Das versteh ich jetzt nicht. Was wollen Sie damit sagen?
Paging