Extremus Terrorrisiken sind wieder versicherbar

Die Branche der Versicherer hat sich mit der Gründung von Extremus gegen Terrorschäden gerüstet. Ab einem Schaden von drei Milliarden Euro springt der Staat ein.

Terrorrisiken über einer Deckungssumme von 25 Millionen Euro sind in Deutschland wieder versicherbar: Die Versicherungswirtschaft rief dafür die Extremus AG ins Leben. Nach den Anschlägen vom 11. September vergangenen Jahres hatten die meisten Versicherungen die Übernahme von Terrorrisiken dieser Größenordnung abgelehnt.

Insgesamt engagieren sich mehr als 50 Versicherer bei der Terrorschadenabdeckung, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte.

Staat haftet ab drei Milliarden Euro

Der Spezialversicherer wird laut GDV Sachschäden durch Terroranschläge bei allen Sachrisiken decken, deren Versicherungssumme über 25 Millionen Euro liege. Auch Einnahme-Ausfälle wegen Betriebsunterbrechung können versichert werden.

Die Branche hat für den Fall des Schadeneintritts eine Rückversicherungskapazität von drei Milliarden Euro zusammen bekommen. Wenn diese Schadenssumme überschritten wird, haftet der Staat mit weiteren zehn Milliarden Euro. Die Maximalentschädigung pro Kunde beträgt 1,5 Milliarden Euro.

"Schutz reicht für alle denkbaren Risiken"

"Nur Staat und Wirtschaft gemeinsam können diese neue Aufgabe bewältigen", sagte GDV-Präsident Bernd Michaels. Extremus-Vorstandsvorsitzender Bruno Gas betonte, dass die zur Verfügung stehende Summe für alle in Deutschland denkbaren Risiken ausreichen sollte. Er rechne fest damit, dass die Wirtschaft den Schutz auch nachfrage.

Damit Extremus Kosten deckend arbeiten kann, muss nach Angaben der GDV in den kommenden Monaten ein Prämienvolumen von mindestens 300 Millionen Euro erreicht werden. Die Versicherer sind sich dabei einig: Falls die Summe nicht zustande kommt, wird Extremus nicht überleben.

(sueddeutsche.de/dpa)