Viele Gaskunden in Deutschland müssen sich zum 1. April auf weitere Preiserhöhungen einstellen. Mindestens 182 Versorger erhöhen dann ihre Preise um durchschnittlich 6,7 Prozent.
Auf die deutschen Verbraucher kommt eine neue Welle von Gaspreiserhöhungen zu. Mindestens 182 Gasversorger in Deutschland heben ihre Preise im April und Mai um durchschnittlich 6,7 Prozent an wie das Verbraucherportal Verivox im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berechnete.
Bild vergrößern
Eine neue Runde von Gaspreiserhöhungen steht bevor. (© Foto: dpa)
Anzeige
Vor allem Kunden in Sachsen werden besonders stark zur Kasse gebeten: Ein Anbieter will laut Verivox seinen günstigsten Tarif um 14,1 Prozent anheben. Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden steige die Jahresrechnung dort um 186 Euro.
Grund für die erneute Teuerungswelle ist der Ölpreis, denn der Gaspreis folgt der Entwicklung auf dem Ölmarkt mit etwa sechs Monaten Verzögerung, wie das Blatt weiter schreibt. Viele Verbraucher könnten die Erhöhungen ihres Versorgers nur noch schwer vorab erkennen, da die Versorger nur höhere Tarife der Grundversorgung sechs Wochen im Voraus bekanntgeben müssten.
Die meisten Haushalte haben dem Bericht zufolge aber inzwischen andere Tarife, für die Preiserhöhungen sehr kurzfristig mitgeteilt werden können. "Die Aufmerksamkeit der Verbraucher ist zunehmend gefordert, da die großen Preiswellen, über die informiert wird, ausbleiben", sagte Peter Reese von Verivox.
Jeder Kunde müsse daher selbst prüfen, wann und wie sein Versorger die Preise erhöht. ´"Da die Belieferung gesetzlich geregelt ist, kann es bei einem Anbieterwechsel niemals zu einer Unterbrechung der Versorgung kommen", erklärte er. Die meisten Formalitäten bei einem Wechsel übernehme zudem der neue Anbieter.
- Energieversorger Gasanbieter unter Verdacht 05.03.2008
- Versorger Zahlreiche Gasanbieter erhöhen kräftig die Preise 22.02.2008
- Steigende Gaspreise Erst wechseln, dann sparen 24.01.2008
- Preise für Gas und Strom Kartellamt erhöht Druck auf Energiekonzerne 04.01.2008
- Ölpreis und erneuerbare Energien Auftrieb ohne Rückenwind 03.01.2008
(AP/dpa/grc)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak