Ein weiteres Hilfspaket für die Wirtschaft? Bisher heißt es: nein. Doch die Regierung will die Aktionen gegen die Krise nach SZ-Informationen besser koordinieren.
Die Bundesregierung will am Mittwoch kommender Woche zu einem neuen Wirtschaftsgipfel einladen. Zusammen mit etwa 40 Vertretern von Wirtschaft und Gewerkschaften solle das Vorgehen gegen die Konjunkturkrise besser koordiniert werden, erfuhr die Süddeutsche Zeitung am Montag aus Regierungskreisen. Ein drittes Konjunkturpaket wurde jedoch vorerst ausgeschlossen.
Die Ergebnisse des Gipfels im Kanzleramt sollen in die neue Wachstumsprognose der Regierung einfließen (© Foto: dpa)
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Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier wollten das Treffen nutzen, um zusammen mit Vertretern der Schlüsselbranchen der deutschen Industrie die weitere wirtschaftliche Entwicklung auszuloten, hieß es weiter.
Die Ergebnisse sollen in die neue Wachstumsprognose der Regierung einfließen, die sie Ende April vorstellen will. Befürchtet wurde, dass die Wirtschaftsleistung 2009 trotz der Staatshilfen um gut viereinhalb Prozent sinken und die Zahl der Arbeitslosen auf mehr als vier Millionen in die Höhe schnellen könnte.
Bsirske will zusätzliche 100 Milliarden Euro
Zuletzt hatte es einen Wirtschaftsgipfel im Kanzleramt im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten gegeben. Die Regierung hatte in der Folge beschlossen, über zwei Jahre weitere 50 Milliarden Euro zur Stützung der Konjunktur auszugeben, darunter Investitionen in Schulen, Straßen und Schienen, aber auch Steuersenkungen und die Abwrackprämie.
Ein solcher Mechanismus wurde für das kommende Treffen ausgeschlossen. "Ein drittes Konjunkturpaket wird es nicht geben", hieß es in den Kreisen. Das sei einhellige Meinung in der Regierung.
Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hatte am Wochenende gefordert, zusätzliche 100 Milliarden Euro zur Belebung der Konjunktur einzusetzen. In der Regierung hieß es, zunächst müsse abgewartet werden, wie die vereinbarten Hilfen wirkten.
Schließlich hätten die investierenden Kommunen gerade erst damit begonnen, die Bundesmittel abzurufen. Es sei vielmehr ein Ziel des Wirtschaftsgipfels, auch die Gewerkschaften zu überzeugen, nicht vorschnell weitere Hilfen zu fordern.
Allerdings sei es möglich, die bereits bestehenden Konjunkturpakete auszudehnen. Als Beispiel diene hier die bereits beschlossene Verlängerung der Abwrackprämie. Diskutiert werde ein Nachsteuern bei der Neuregelung der Unternehmenssteuern. Hier gehe es um Erleichterungen beim Mantelkauf und der Zinsschranke.
Beide Regelungen dienen derzeit dazu, die Einnahmeausfälle des Staates durch die Reform zu begrenzen, die seit 2008 gilt. Eine Änderung würde also auf Steuerentlastungen hinauslaufen. Um den drohenden Anstieg der Arbeitslosigkeit zu mindern, werde zudem darüber nachgedacht, die Dauer der Kurzarbeit noch einmal zu verlängern, von 18 auf 24 Monate. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) treffe hierzu Anfang kommender Woche die Personalchefs der großen börsennotierten Konzerne.
Auch im Kampf gegen die Finanzkrise erhöht die Regierung ihre Anstrengungen. Finanzminister Peer Steinbrück will am Dienstag nächster Woche in der Regierung ein Konzept präsentieren, wie der Staat den Banken deren milliardenschwere Lasten durch faule Wertpapiere abnehmen kann. Er strebt dabei die Gründung mehrerer Auffanggesellschaften an, sogenannter Bad Banks.
Diese sollen den Banken die faulen Papiere abnehmen. Im Gegenzug erhalten die Finanzinstitute Schuldverschreibungen, für die der Staat einsteht. Steinbrück setzt darauf, dass die Anlagen nach der Krise wieder an Wert gewinnen. In den Regierungskreisen hieß es, die Spitze des Kanzleramtes unterstütze Steinbrücks Konzept.
(SZ vom 14.04.2009/hgn)
Linke-Parteitag in Göttingen
Offensichtlich war die Außenseiterposition von Merkel-Sarkozy bei der G20-Konferenz ein ungeheurer Fehler. Noch ehe die Konferenz begann, verkündeten beide, dass sie sich grundsätzlich von vornherein sämtlichen Beschlüssen widersetzen würden -- eine maßlose Dummheit. Obama gelang es natürlich mühelos, die anderen 18 Mitglieder sofort auf seine Seite zu bringen, denn jeder normale intelligente Mensch sieht ein, dass die weltweite Krise so ernst ist, dass sich niemand einfach ausschließen kann. Auch Merkel und Sarkozy mussten das am Ende zugeben, doch den permanenten Verlust ihres internationalen Ansehens wird man im Ausland nicht vergessen.
Historiker werden spekulieren, ob die beiden ihrem alten Busenfreund Bush noch so angetan waren, dass sie zögerten, Obamas neue Führungsrolle öffentlich anzuerkennen. Doch Obama ist ein viel zu kluger Diplomat, um sich dadurch beirren zu lassen. Natürlich braucht er Frankreichs und letzten Endes auch Deutschlands Mitarbeit, egal ob sie momentan gerade von zwei alten Kumpanen George Bushs regiert werden.
In diesem Artikel im Wirtschaftsteil zur Wirtschaftspolitik findet sich der Name des Wirtschaftsministers nicht!
Es laden also die Kanzlerkandidaten, aha, dann geht es wohl um Wahlkampfspenden.
.... aber davon will niemand etwas wissen, weil ein Neues System einfach undenkbar ist, weil die ganzen Seilschaften aus Mafia & Mafia dann nicht mehr funktionieren würden ...
undenkbar, einfach undenkbar sagen die Politikverantwortlichen, denn was machen wir dann mit dem Volk ? Niemand würde uns mehr wählen, wenn herauskäme das die Mafia uns sagt was Sache ist ... schließlich muss Recht bleiben, was als Recht verkauft wird.
Recht so .... gerecht muss es ja nicht immer sein, oder ?
Wir hatten zum Ende der DM 1,5 Billionen DM Schulden.
Jetzt haben wir 1,5 Billionen EURO Schulden.
Wie ist das erklärbar ?
In diesem Artikel sind einige davon erwähnt:
duckhome.de/tb/archives/6084-Nix-mit-Schulterschluss-das-neoliberale-Pack-hat-vergeigt-und-soll-verschwinden.html
Paging