Nirgendwo ist der Preisvergleich so schnell und einfach wie im Internet: Datenbanken suchen den günstigsten Anbieter für ein Produkt. Doch nicht alle Portale halten, was sie versprechen.
Der virtuelle Preisvergleich ist ein neuer Sport für die Deutschen. Auftrumpfen kann, wer in den Preisdatenbanken im Internet ein Produkt noch billiger ergattert hat als sein Nachbar.
Günstig, günstiger, Internet — die Formel geht nicht immer auf. (© Foto: AP)
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Mit Hilfe der Datenbanken kann der Internetnutzer zuerst den günstigsten Preis für einen Artikel finden und ihn anschließend gleich bestellen.
Anbieter wie guenstiger.de, evendi.de, kelkoo.de oder der Neuling pricerunner.com verheißen so den Einkauf zu Tiefstpreisen. Doch nicht alle Portale haben die gleichen Kriterien, und nicht überall gibt es den günstigsten Preis.
Welche Produkte werden angeboten?
Das Sortiment im Netz ist sehr vielfältig. Es umfasst Elektroartikel wie Computer, Digitalkameras, Fernseher, Telefone und deren Zubehör, aber auch Haushalts- und Sportgeräte sowie Musikinstrumente.
Wie arbeiten Preisdatenbanken?
Die Datenbanken handeln nicht selbst mit Waren. Die Internetseite zeigt dem Interessenten das gesuchte Produkt zunächst an und verweist ihn bei Interesse an die Händler, die an die Datenbank angeschlossen sind.
"Die meisten Datenbanken generieren Einnahmen, indem sie Geld von den angeklickten Händlern erhalten", sagt Georg Tryber von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Höhe des Betrages richte sich danach, ob ein Kaufvertrag abgeschlossen wurde oder nicht. Letztlich zahle der Kunde so die Kosten für den Preisvergleich mit.
Wie funktioniert der Einkauf ?
Auf der Homepage der Datenbank kann der Interessent eine Produktbeschreibung in die Suchmaschine eingeben. Daraufhin erscheinen der zum Zeitpunkt der Abfrage niedrigste und höchste Preis für den gesuchten Artikel.
Entschließt sich der Interessent zum Kauf, wechselt er direkt auf die Homepage des Händlers und erhält dort die Gelegenheit zu bestellen.
Was sollte der Verbraucher beachten?
Falk Murko von der Stiftung Warentest rät zur Vorsicht beim Billig-Kauf: "Der Interessent sollte aufpassen, ob auch wirklich Gesamtpreise angegeben werden, ob also Versandkosten im Preis enthalten sind."
Beim Online-Shopping geben die Lieferkosten im Vergleich zum stationären Handel oft den Ausschlag, sagt auch der nordrhein-westfälische Verbraucherschützer Tryber. Gerade bei Großgeräten seien die Versandkosten oftmals "irre hoch".
So können bei Waschmaschinen durchaus bis zu 80 Euro anfallen. In Ausnahmefällen komme es vor, dass der volle Preis für einen Artikel erst nach Abschluss des Kaufvertrages angezeigt werde. Auch bei dem Auktionsportal Ebay, auf das einige Preissuchmaschinen verweisen, fordert fast jeder fünfte Anbieter überhöhte Versandkosten.
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