Ford, Chrysler, GM: Die drei US-Autohersteller schwächeln. Jetzt kommt ein verheerendes Signal aus Japan - vom Branchenprimus Toyota.
Weltweit kränkeln die Autohersteller und leiden unter der derzeitigen Absatzschwäche. VW-Chef Martin Winterkorn kündigt bereits jetzt an, das kommende Jahr werde für die Autoindustrie extrem schwierig werden.
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Krisenkonzern Ford: Eine ganze Branche schwächelt. (© Foto: AP)
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Deutlich wird die Lage besonders am Branchenprimus Toyota, denn selbst der Musterschüler der Industrie schwächelt gewaltig. Erstmals seit rund zehn Jahren muss der japanische Konzern wieder einen Rückgang des Absatzes melden.
Die Zahl der verkauften Autos werde voraussichtlich zwei Prozent unter dem Vorjahr liegen, berichtete die Zeitung Nikkei. Der Konzern gehe nun von 8,3 Millionen verkauften Fahrzeugen aus, nachdem er ursprünglich gut 8,8 Millionen angepeilt hatte.
Falls die neue Prognose von Toyota bestätigt wird, wäre dies die zweite Senkung innerhalb von vier Monaten. Erst im Juli hatte Toyota die Prognose auf 8,5 Millionen gesenkt. Toyota war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Notstopp am Fließband
Bei Konkurrent Opel hat sich die Lage sogar noch drastisch verschärft. Die amerikanische Muttergesellschaft General Motors erwäge, in den letzten beiden Novemberwochen in allen europäischen Werken die Fertigung ruhen zu lassen, sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel. Eine weitere Zwangspause solle es dann vom 15. Dezember bis ins neue Jahr 2009 geben.
Auch Ford kämpft gegen die Absatzschwäche. In den USA verkauft der Konzern so wenig Autos, wie seit 15 Jahren nicht mehr. Und nun hat auch noch der US-Milliardär Kirk Kerkorian seinen Anteil am angeschlagenen Autobauer Ford auf 6,1 Prozent reduziert. Kerkorian erwägt sogar einen Komplettverkauf der übrigen Aktien. Kerkorians Investmentgesellschaft Tracinda erklärte am Dienstag, sich stärker auf andere Branchen wie Glücksspiel, Gastgewerbe, Öl und Gas konzentrieren zu wollen.
Aktie im Minus
Tracinda wird nach eigenen Angaben die Anteile an Ford weiter reduzieren, möglicherweise auch ganz abstoßen. Die Entscheidung sei von den Marktbedingungen und dem erreichbaren Preis abhängig. Ford bezeichnete Kerkorian nach der Ankündigung als weiterhin wichtigen Investor. Der Konzern sei weiterhin zuversichtlich, was seine Restrukturierungspläne angehe.
Die Nachricht vom möglichen Komplettausstieg des größten einzelnen Anteilseigners bei Ford schickte die Aktie am Dienstag um rund 4,3 Prozent ins Minus. Im Juni hatte Kerkorian seinen Anteil an Ford-Papieren auf 6,5 Prozent erhöht und weitere finanzielle Unterstützung für die Umstrukturierungspläne des zweitgrößten US-Autokonzerns signalisiert.
Nach dem Einstieg des Milliardärs verloren die Anteilsscheine von Ford aber mehr als 60 Prozent. Am Montag verkaufte Tracinda die Ford-Aktien für durchschnittlich 2,43 Dollar pro Anteilsschein. Im Juni hatte Kerkorians Firma im Durchschnitt noch mehr als sieben Dollar pro Papier auf den Tisch gelegt.
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(sueddeutsche.de/dpa-AFX/dpa/Reuters/tob/hgn)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
nun nicht ganz von der hand zu weisen. produktivitätsvorsprung und konsequentes handeln machen es möglich.
Ich mache mir keine Sorgen um die Zukunft Toyotas, sicherlich leidet der Autobauer aus Nippon jetzt auch etwas unter der globalen Unsicherheit. Doch er hat die Zeichen der Zeit schon früh erkannt und den Hybridantrieb vorangetrieben. Die deutschen Autobauer sind keine Trendsetter, sondern einfach nur "Second Mover", Stichworte: Partikelfilter, Hybridantrieb, LPG-PKW, usw...
erklärte am Dienstag, sich stärker auf andere Branchen wie Glücksspiel, Gastgewerbe, Öl und Gas konzentrieren zu wollen.
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Wenn Gastgewerbe eine Umschreibung für ........... ist, dann hat der Finanztycon wohl auf die derzeit lukrativsten Branchen gesetzt. Und Steinbrück verkloppt unsere Steuergelder an marode Banken. Irgendwie ungerecht.
... aber keine Panikmache.Das zählt ganz besonders für die Medien und die vielen, angeblichen Spezialisten und Analysten.
Dass die bisherigen Absatzzahlen irgend wann einmal nicht mehr gesteigert werden können, muss Allen klar gewesen sein. Aber wenn im einstelligen Prozentbereich der Absatz stagniert ist dies noch längst kein Zeichen für eine ausgemachte Krise.
Toyota ist recht gut aufgestellt, wie auch die deutschen Autobauer. Wenn allerdings in Deutschland zukunftsträchtige Antriebskonzepte schlichtweg verschlafen wurden und momentan halbherzige Lösungen präsentiert werden.
Es ist auch ein Merkmal an Stabilität Absatzzahlen des Vorjahres zu erreichen bzw. geringfügig zu unterschreiten. Ich wehre mich sehr gegen abendteuerliche Prognosen, welche die momentane Krise verschärfen und insbesondere potentielle Käufer von Neuwagen in Panik versetzen.Ungemein wichtig ist es insbesondere für die Autoindustrie Vertrauen zu festigen.
Insbesondere die US-amerikanischen Autobauer müssen endlich vom "alten Europa" lernen und umsetzen und von ihrer "big block-Mentalität" abkommen. Europäische, besonders die deutsche, Dieseltechnologie ist wegweisend und dient m.E. als guter Forschungsträger für zukünftige Motorentechniken im Dieselbereich.
Mein Favorit der Antriebstechnik ist allerdings die Brennstoffzelle, gespeist mit H2 oder Erd-/Auto-/Ökogas, welche 2 oder 4 Radnabenmororen antreibt.