Arbeit Heimarbeit bei Daimler

"Schaffe, schaffe", das ist für viele Mitarbeiter des Stuttgarter Konzerns nun auch daheim möglich - allerdings nicht für alle.

Von Sarah Schmidt

"Schaffe, schaffe", das ist für die Mitarbeiter des Stuttgarter Automobilkonzerns Daimler künftig auch daheim möglich, im Café oder in der Bahn. Unternehmensleitung und Betriebsrat haben sich auf Eckpunkte einer neuen Gesamtbetriebsvereinbarung geeinigt, in der künftig das "mobile Arbeiten" geregelt werden soll, teilte Daimler mit. Alle Beschäftigen sollen demnach grundsätzlich die Möglichkeit bekommen, auch außerhalb der offiziellen Firmenräumlichkeiten ihrer Arbeit nachzugehen. "Wenn dies mit der jeweiligen Aufgabe vereinbar ist", wird dann allerdings noch nachgeschoben. Auch künftig wird also die E-Klasse in der Fabrik und nicht in Privatgaragen montiert.

Alle Daimler-Mitarbeiter, die mehr mit dem Computer arbeiten, können demnächst mit ihren Führungskräften besprechen, ob und wie häufig sie an einem selbst gewählten Ort tätig werden - das trifft etwa 100 000 der rund 150 000 Mitarbeiter in Deutschland zu, heißt es. Stundenweise soll der Arbeitseinsatz auch am Samstag möglich sein, die entsprechenden Zuschläge gibt es allerdings nur, wenn diese vom Chef für nötig befunden werden. Erfasst werde die mobile Arbeitszeit blockweise pro Tag über ein Zeitsystem. Im vergangenen Jahr hatte Daimler mehr als 33 500 Mitarbeiter, gut 80 Prozent wünschten sich mehr Flexibilität.