Angst um Einnahmen Einzelhandel will Muttertag vorziehen

Im kommenden Jahr fällt der Muttertag auf den Pfingstsonntag. Weil deswegen die Blumenläden nicht geöffnet haben dürfen, fürchtet der Einzelhandel um seine Einahmen.

Aus Sorge um die Einnahmen aus dem Blumenverkauf will der Einzelhandel den Muttertag im kommenden Jahr um eine Woche vorziehen.

Im Jahr 2008 falle der Muttertag auf den 11. Mai und so auf den Pfingstsonntag, an dem Blumenläden nicht öffnen dürften, erklärte der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, am Mittwoch in Berlin. Der Muttertag solle auf den 4. Mai vorgezogen werden.

"Die Mütter und der Heilige Geist haben einen eigenen Feiertag verdient", forderte Pellengahr.

Wichter als der Valentinstag

Der Muttertag ist nach HDE-Angaben für den Einzelhandel wichtiger als der Valentinstag. Jeder Deutsche gebe für den Tag im Schnitt 25 Euro für Geschenke aus.

Dabei gehe der Trend zu Sachgeschenken wie Parfüm, Pralinen, Schmuck, Mode oder Musik. Häufigstes Muttertagsgeschenk blieben jedoch Blumen, hieß es.

Allein in der Muttertagswoche wird mit Schnittblumen laut Zentraler Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) ein Umsatz von bis zu 130 Millionen Euro erzielt.

Kein gesetzlicher Feiertag

Alle Bundesländer haben nach HDE-Angaben den Blumenverkauf an Weihnachten, Ostern und Pfingsten untersagt. Der Muttertag ist kein gesetzlicher Feiertag.

Deshalb sollen nach dem Willen des HDE die Politik, die Wirtschaft und die Kirchen ein Vorziehen des Feiertags durchsetzen, forderte Pellengahr. So solle die Initiative etwa von den Wirtschaftsministern der Länder aufgenommen werden.

Laut Pellengahr fiel schon im Jahr 1989 der Muttertag und Pfingsten zusammen. Auch damals habe es ähnliche Bestrebungen gegeben. Für das Jahr 2008 gebe es auch in der Schweiz eine "Tendenz", den Muttertag vorzuziehen, sagte Pellengahr.

Immer am zweiten Sonntag im Mai

Der Muttertag findet jeweils am zweiten Sonntag im Mai statt. Meist liegt dieser Termin zwischen Ostern und Pfingsten. Im kommenden Jahr fallen die christlichen Feiertage allerdings sehr früh.