Zwayer verteidigt sich "Ich habe eine weiße Weste"

Im Fußball-Wettaffäre hat der Berliner Referee Felix Zwayer seine Unschuld betont. Skandal-Schiedsrichter Hoyzer hatte seinen Kollegen belastet.

"Ich habe ein reines Gewissen, und ich kann gut schlafen, denn ich weiß, dass ich nicht manipuliert habe", sagte der Referee dem Tagesspiegel am Sonntag. "Ich habe eine weiße Weste."

Schiedsrichter Hoyzer, Gräfe, Zwayer (v.li.), dpa

Schiedsrichter im Mittelpunkt des Interesses: Das Berliner Trio von Unparteiischen Manuel Gräfe (M.) und seine Assistenten Robert Hoyzer (li.) und Felix Zwayer beim Abgang am 8.4.2003

(Foto: Foto: dpa)

Zwayer wurde neben Jürgen Jansen und Dominik Marks von Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer im Zusammenhang mit den Wettskandal genannt.

"Als ich das konkrete Angebot von Robert Hoyzer bekam, habe ich mich an meine Schiedsrichterkollegen gewandt", sagte Zwayer und fuhr fort:

"Das war für mich der Zeitpunkt, wo mich die Situation so sehr belastet hat, dass ich sofort reagieren musste. Ich betone noch einmal, dass ich dieses Angebot sofort und vehement abgelehnt habe."

Über seine Situation sagte Zwayer: "Es ist eine unheimlich schwierige, sehr angespannte Situation für mich. Das zieht seine Kreise bis hinein in die Familie und den Beruf."

Zwayers Anwalt Uwe Freyschmidt kritisierte den DFB: "Ich würde mir wünschen, dass der DFB als Verband, der schließlich eine Fürsorgepflicht hat für seine Schiedsrichter, sich entscheidet, Felix Zwayer mehr den Rücken zu stärken."